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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2005, 29 Pages
Author: Sandra Markert
Subject: Communications: Media and Politics, Politic Communications
Details
Tags: Welche, Rolle, Massenmedien, Prozess, Sozialisation, Jugendlichen
Year: 2005
Pages: 29
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 21 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-45309-7
File size: 696 KB
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Excerpt (computer-generated)
Universität Stuttgart
Institut für Sozialwissenschaften
Abteilung: Politische Systeme und Politische Soziologie
Hauptseminar: Politische Sozialisation
SS 2005
Welche Rolle spielen die Massenmedien im Prozess
der politische Sozialisation von Jugendlichen?
vorgelegt von:
Sandra Markert
Kommunikationswissenschaften
(Diplom, 6. Fachsemester)
Abgabetermin: 16.07.05
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung ... 3
II. Hauptteil ... 4
A: Theoretische Grundlagen ... 4
1. Soziologische Herangehensweise ... 5
1.1. Was ist Sozialisation? ... 5
1.2. Was sind Sozialisationsinstanzen? ... 6
1.3. Sozialisationsinstanz Massenmedien ... 6
2. Politikwissenschaftliche Herangehensweise ... 7
2.1. Was ist politische Sozialisation? ... 7
2.2 . Was ist der politisch mündige Bürger? ... 8
2.3 . Die drei Dimensionen der politischen Sozialisation ... 8
3. Kommunikationswissenschaftliche Herangehensweise ... 9
3.1. Was sind Massenmedien? ... 9
3.2. Funktionen von Massenmedien in Demokratien ... 9
3.3. Wie wirken Massenmedien? ... 10
3.4. Die drei Phasen der Medienwirkungsforschung ... 11
B: Mediennutzung von Jugendlichen in der Praxis ... 14
1. Freizeitbeschäftigungen von Jugendlichen ... 14
2. Mediennutzung von Jugendlichen ... 15
3. Einfluss der verschiedenen Sozialisationsinstanzen ... 16
III. Fazit und Ausblick ... 19
IV. Anhang ... 21
V. Literaturverzeichnis ... 24
I. Einleitung
„Die notwendigen Veränderungsprozesse in Deutschland [...] benötigen eine klare Unterstützung durch die Bürger“ (Berliner Zeitung 2005). „Der Kanzler bewirkt mit seiner Entscheidung etwas Positives für das Land – [...] eine Entscheidung des Volkes“ (Berliner Morgenpost 2005). Sätze wie diese waren nach der Wahlniederlage der SPD bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen am 22. Mai 2005 und der darauf folgenden Ankündigung des Bundeskanzlers Gerhard Schröder zu vorgezogenen Neuwahlen des Bundestages in vielen Zeitungen zu lesen. In den Kommentaren der Presse wurde damit die Grundfunktion von Demokratien hervorgehoben: Die Legitimation und Unterstützung durch das Volk. „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“. So steht es auch im Grundgesetz (Kirchhof 2001: 15). Woher aber nimmt das Volk seine Kompetenz, sich selbst zu regieren? Wie wird aus einem apolitischen Baby ein politisch mündiger Bürger? Wer kann dazu beitragen, dass die Staatsbürger sich auch zu guten Staatsbürgern entwickeln und notwendige Veränderungsprozesse in ihrem Land unterstützen? Mit Fragen wie dieser beschäftigt sich innerhalb der Politikwissenschaft die Forschungsrichtung der politischen Sozialisation.
Wie die einleitenden Zitate gezeigt haben, ist ein Weg, politische Informationen und Meinungen zu vermitteln, der über die Medien. Politik wird heute zum großen Teil über Massenmedien erfahren (vgl. Kuhn 2000: 17). Wir leben in einer „Mediendemokratie“. Medien sind eine Instanz politischer Sozialisation. Politische Sozialisation ist ein Lernprozess und auch wenn oft von „lebenslangem Lernen“ gesprochen wird, so findet ein Großteil davon dennoch in der Kinder- und Jugendzeit statt. Ein Blick auf die Freizeitbeschäftigungen Jugendlicher zeigt, dass auch hier die Mediennutzung ganz oben steht. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich darum mit den Medien als einer Instanz der politischen Sozialisation von Jugendlichen. Um den Platz der Medien im Prozess der politischen Sozialisation von Jugendlichen zu bestimmen, wird folgende Arbeitshypothese H aufgestellt:
H: Wenn Jugendliche Medien konsumieren, dann hat dieser Konsum auch Einfluss auf ihre politische Sozialisation.
Um diese Hypothese untersuchen zu können, werden zunächst die zentralen Begriffe politische Sozialisation und Medien definiert. Des Weiteren wird untersucht, inwiefern Medien überhaupt eine Wirkung auf die Rezipienten ausüben können (Medienwirkungsforschung). Dieser erste Teil soll eine theoretische Antwort auf die Frage geben, ob und inwieweit Medien eine Instanz politsicher Sozialisation sein können. In einem zweiten, anwendungsorientierten Abschnitt, wird die konkrete Mediennutzung Jugendlicher dargestellt. Welche Medien und Medieninhalte nutzen Jugendliche? Welche Rolle spielen politische Beiträge? Hat diese Mediennutzung positive oder negative Auswirkungen auf die politische Sozialisation? Der Schlussteil befasst sich kritisch mit dem Medienkonsum der Jugendlichen und diskutiert die Wichtigkeit von Medienpädagogik und politischer Bildung. Etwa drei Millionen Erstwähler werden an den vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 2005 teilnehmen (vgl. infratest dimap 2005) – was dürfen wir von Ihnen erwarten?
II. Hauptteil
A: Theoretische Grundlagen
Das Forschungsgebiet der politischen Sozialisation liegt im Schnittpunkt verschiedener sozialwissenschaftlicher Disziplinen. Die Politikwissenschaft, die Soziologie, die Psychologie oder die Kommunikationswissenschaft – sie alle beschäftigen sich aus ihrer wissenschaftlichen Sicht heraus mit diesem Thema. Verschiedene Perspektiven sind gut und hilfreich, um einen Gegenstand umfassend zu beleuchten. In der vorliegenden Arbeit soll deswegen versucht werden, diese Vielfalt zu nutzen und die verschiedenen Forschungsperspektiven mit einzubeziehen. Die Sozialisationsforschung und die Psychologie sind an der Frage nach den Entwicklungsbedingungen politischer Orientierung im Kindes- und Jungendalter interessiert. Die Politikwissenschaft stellt Konzepte zur Erfassung politischer Orientierung und der Rolle des politischen Bürgers zur Verfügung. Die Kommunikationswissenschaft wiederum erforscht die Funktionen von Medien in Demokratien und die Medienwirkungen (vgl. Kuhn 2000: 18). Durch eine interdisziplinäre Herangehensweise wird es möglich, die politische Sozialisation von Jugendlichen durch Massenmedien genauer zu untersuchen und damit eine theoretische Grundlage für den zweiten, anwendungsorientierten Teil dieser Arbeit zu legen.
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