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Ablauforganisation im Warenverteilzentrum - Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung

Autor: Dipl.-Betriebswirt Horst Planitzer
Fach: Wirtschaft - Beschaffung, Produktion, Logistik

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Details

Institut: Hochschule für Technik und Wirtschaft (Fachhochschule Heilbronn)
Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2003
Seiten: 113
Note: 1.3
Literaturverzeichnis: ~ 20  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 747 KB
Archivnummer: V48702
ISBN (E-Book): 978-3-638-45323-3

Textauszug (computergeneriert)

Diplomarbeit
Fachhochschule Heilbronn Hochschule für Technik und Wirtschaft

Ablauforganisation im Warenverteilzentrum - Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung

vorgelegt von Horst Planitzer
2003

 

[...]

Inhaltsverzeichnis

Vorwort ... I

Inhaltsübersicht  ... III

Inhaltsverzeichnis ... IV

Abkürzungen ... VII

Abbildungen  ... VIII

Tabellen  ... IX

Kurzfassung  ... X

1 Einleitung  ... 12

2 Die Unternehmen Logistic Consult und Thomas Philipps ... 14
2.1 Unternehmensprofil Logistic Consult ... 14
2.2 Unternehmensprofil Thomas Philipps Sonderposten  ... 14
2.3 Beziehung zwischen den Unternehmen ... 15

3 Die Ist-Situation der Logistik bei Thomas Philipps  ... 16
3.1 Belieferungskonzept ... 16
3.2 Warenverteilzentrum Niemegk  ... 18
3.3 Warenverteilzentrum Riemsloh  ... 19
3.4 Zentrale Bissendorf  ... 20
3.5 Aufgaben der Logistik ... 20
3.6 Schwächenanalyse Warenverteilzentrum Riemsloh ... 21

4 Aufgabenstellung und Zielsetzung  ... 23

5 Das Warenverteilzentrum ... 24
5.1 Begriffsabgrenzung  ... 24
5.2 Merkmale eines Warenverteilzentrums  ... 24
5.3 Das Informationssystem im Warenverteilzentrum ... 25
5.4 Funktionale Bereiche im Warenverteilzentrum ... 26
5.4.1 Überblick Funktionsbereiche  ... 26
5.4.2 Wareneingang  ... 26
5.4.2.1 Aufgaben im Wareneingang  ... 26
5.4.2.2 Gestaltung des Wareneingangs ... 28
5.4.3 Lager  ... 28
5.4.3.1 Lageraufgaben ... 28
5.4.3.2 Lagerarten  ... 29
5.4.3.3 Lagersysteme  ... 33
5.4.4 Kommissionierung ... 36
5.4.4.1 Kommissionieraufgaben  ... 36
5.4.4.2 Kommissioniersysteme ... 36
5.4.4.2.1 Informationssystem ... 36
5.4.4.2.2 Materialflusssystem ... 38
5.4.4.2.3 Organisationssystem ... 41
5.4.5 Cross-Docking ... 43
5.4.5.1 Aufgaben im Cross-Docking  ... 43
5.4.5.2 Gestaltung des Cross-Docking  ... 44
5.4.6 Warenausgang  ... 45
5.4.6.1 Aufgaben des Warenausgangs ... 45
5.4.6.2 Gestaltung des Warenausgangs ... 45

6 Die Ablauforganisation im Warenverteilzentrum ... 46
6.1 Die Unternehmensorganisation ... 46
6.2 Begriffabgrenzung ... 47
6.3 Die Aufbauorganisation ... 48
6.3.1 Strukturen der Aufbauorganisation ... 48
6.3.2 Die Aufbauorganisation bei PHILIPPS  ... 49
6.4 Gegenstand der Ablauforganisation ... 50
6.5 Begriffe der Ablauforganisation  ... 51
6.5.1 Aufgaben ... 51
6.5.2 Objekte ... 52
6.5.3 Verrichtungen  ... 53
6.5.4 Arbeitsanalyse ... 53

7 Begründung für ein zentrales Warenverteilzentrum ... 55

8 Systementwicklung des neuen Warenverteilzentrums  ... 59

9 Prozesse im neuen Warenverteilzentrum ... 60
9.1 Überblick  ... 60
9.2 Wareneingang und Kontrolle ... 61
9.3 Einlagerung  ... 62
9.4 Nachschub und Reorganisationslauf ... 62
9.5 Transporte ... 63
9.6 Kommissionierung ... 63
9.7 Warenausgang ... 63

10 Die Planung der Kommissionierung ... 65
10.1 Kommissionierung als zentrales Thema ... 65
10.2 Systemplanung der Kommissionierung ... 65
10.2.1 Analyse  ... 66
10.2.1.1 Mengen- und Strukturdaten als Planungsinstrument ... 67
10.2.1.2 Mengen- und Strukturdaten bei PHILIPPS  ... 68
10.2.2 Systemfindung ... 69
10.2.3 Ergebnis der Systemplanung  ... 69
10.2.3.1 Standardkommissionierung  ... 70
10.2.3.1.1 Paletten-Fach-Kommissionierung ... 71
10.2.3.1.2 Teilentnahme ... 71
10.2.3.1.3 Schnelldreher ... 71
10.2.3.2 Maxi-Platten-Kommissionierung  ... 71
10.2.3.2.1 Freilager ... 72
10.2.3.2.2 Kaltlager ... 72
10.2.3.3 Cross-Docking  ... 72
10.3 Feinplanung für Standardkommissionierung ... 73
10.3.1 Prozesskostenrechnung ... 73
10.3.1.1 Gegenstand der Prozesskostenrechnung ... 73
10.3.1.2 Begriffe der Prozesskostenrechnung ... 74
10.3.1.3 Verfahren ... 75
10.3.1.4 Prozesskostenrechnung für die Standardkommissionierung ... 76
10.3.1.4.1 Aufgabenstellung ... 76
10.3.1.4.2 Darstellung der Kommissionierverfahren ... 77
10.3.2 Zusammenfassung und Ergebnis ... 83

11 Schlussbetrachtung  ... 86

Anlagen ... 0
Anlage 1  ... 88
Anlage 2  ... 89
Anlage 3  ... 89

Literaturverzeichnis  ... 89

 

Abbildungen

Abb.1: Belieferungskonzept für PHILIPPS
Abb.2: Warenströme PHILIPPS
Abb.3: Ablauf WVZ Niemegk
Abb.4: Ablauf WVZ Riemsloh
Abb.5: Die Aufgabenstruktur der Logistik bei PHILIPPS
Abb.6: Auftragsdurchlaufzeit im WVZ Riemsloh
Abb.7: Standard-Funktionsbereiche im Warenverteilzentrum
Abb.8: Grundsätzliche Lagerarten im Überblick
Abb.9: Hochraumlager
Abb.10: Lagertypenstruktur
Abb.11: Block- und Zeilenlagerung / gestapelt
Abb.12: Morphologischer Kasten „Informationssysteme“
Abb.13: Morphologischer Kasten „Materialflusssystem“
Abb.14: Morphologischer Kasten „Organisationssysteme“
Abb.15: Funktionsweise Cross-Docking
Abb.16: Merkmale Aufbau- und Ablauforganisation
Abb.17: Funktionale und divisionale Organisationsstruktur
Abb.18: Matrix - Organisationsstruktur
Abb.19: Aufbauorganisation von PHILIPPS
Abb.20: Aufgabe als Basiselement
Abb.21: Aufgabenzerlegung nach Verrichtung
Abb.22: WVZ mit dezentraler Lagerhaltung
Abb.23: WVZ mit zentraler Lagerhaltung
Abb.24: Lagermodule Warenverteilzentrum Melle
Abb.25: Überblick Funktionen im neuen Warenverteilzentrum
Abb.26: Prozess Wareneingang und Kontrolle
Abb.27: Prozess Einlagerung
Abb.28: Prozess Warenausgang
Abb.29: Überblick Kommissionierbereiche
Abb.30: Verfahren / PFK
Abb.31: Layout / PFK
Abb.32: Verfahren / TE
Abb.33: Layout / Teilentnahme
Abb.34: Verfahren / SD
Abb.35: Layout / Schnelldreher
Abb.36: Prozesskosten pro Kommissioniervariante
Abb.37: Schnittstelle TE – PFK
Abb.38: Schnittstelle PFK – SD

 

Tabellen

Tab.1: Vorteile und Nachteile von Hochraumläger
Tab.2: Vorteile und Nachteile der Blocklagerung
Tab.3: Prozesskosten PFK / TE / SD

 

Kurzfassung

Das Unternehmen THOMAS PHILIPPS GmbH hat sich entschieden ein neues Warenverteilzentrum (WVZ) für das Distributionsgebiet Westdeutschland zu bauen, da das alte WVZ mehrere ablauforganisatorische Schwächen aufzeigt. Die Schwächenanalyse bringt hervor, dass erhöhte Kosten in den Bereichen Personal, Objekte, zeitlicher Ablauf und Transporte beinhaltet sind. Für den Neubau beauftragt PHILIPPS das Unternehmen LOCISTIC CONSULT GmbH, welches als Generalplaner sämtlicher Planungsaktivitäten, IT, Bau und das Projektmanagement sämtlicher Gewerke verantwortet. Die Aufgabenstellung und Zielsetzung beinhaltet Punkte, wie z.b., dass die aktuelle Organisationsstruktur von PHILIPPS nicht durch den Neubau verändert werden soll.

Das grundsätzliche Merkmal eines WVZ ist, dass angelieferte Waren, welche nicht im Anschluss der Anlieferung unmittelbar benötigt werden, auf unbestimmte Zeit zur Bereitstellung in ein Lager, bis der Verkauf die Waren anfordert, kommen.

Die Möglichkeiten zu technischen Ausgestaltung sind im WVZ sehr facettenreich.So gibt es eine Vielzahl an Lagerungssystemen, wie z.b. Regalsysteme oder Bodenlagerung, welche es jeweils in mehrere Einzelsysteme differenzieren lassen. Zudem müssen bei der Gestaltung sämtliche Aufgaben der einzelnen Funktionsbereiche im WVZ sorgfältig beachtet werden, um bei der Planung des WVZ allen Anforderungen gerecht zu werden.

Die Ablauforganisation beschreibt die zeitliche und räumliche Strukturierung der Arbeitsvorgänge im WVZ. Die Planung der Ablauforganisation beinhaltet die Bildung von Haupt- und Teilprozessen, welche in der Verrichtungsfolge gegliedert werden. Grundlage hierfür ist die Arbeitsanalyse, welche die Arbeitsprozesse nach unterschiedlichen Merkmalen zerlegt. Die Planung der Verrichtungsfolge basiert dabei auf eine sachlich sinnvolle, zeitliche und logische Reihenfolge der Teilprozesse.

Die Begründung für ein zentrales WVZ wird vor allem von der Höhe der Kapitalbindung, der betrieblichen Lagerpolitik, der Sortimentsstruktur sowie den Kosten der Warenauslieferung und –bereitstellung fundiert. Ein konzeptioneller Vergleich zwischen einem zentralen und dezentralen WVZ zeigt, dass die Vorteilhaftigkeit des zentralen WVZ sich in den Betriebskosten begründet.

Die Systementwicklung des neuen WVZ basiert auf den aktuellen Aufgaben des derzeitigen WVZ. Hinsichtlich des Warenfluss werden die Lager-Module Wareneingang, Hochraumlager, Freilager, Schnelldreher, Sonderfläche, Kaltlager, Cross-Docking, Retouren, Kommissionierung und Warenausgang vorgesehen. Daraus resultieren die Funktionen Entladung, Wareneingang, Kontrolle, Transporte, Lager, Kommissionierung, Nachschub und Reorganisation, Warenausgang sowie Verladung. Aus den Funktionen wiederum resultieren die Prozesse, welche detailliert beschrieben werden müssen.

Die Kommissionierfunktion stellt sich bei der Planung in den Mittelpunkt, da sie als integraler Bestandteil der betrieblichen Leistungserstellung zählt. Das schnelle Reagieren auf Marktanforderungen durch bedarfsgerechte Lieferungen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Dadurch nimmt die Kommissionierung eine vorrangige Stellung bei der Planung ein.

Die Systemplanung der Kommissionierung ergibt, dass im Bereich der Standardkommissionierung drei unterschiedliche Kommissionierverfahren angewendet werden. Durch eine Prozesskostenrechnung wird ermittelt, welcher Artikel mit welchen Verfahren abgewickelt werden soll. Um eine betriebswirtschaftliche Bewertung zur Ermittlung der Grenzkosten durchführen zu können, müssen die jeweiligen Kommissionierverfahren analysiert und in Teilprozesse zerlegt werden (vgl. Anlage3).

 

1 Einleitung

In Zeiten eines sich verschärfenden Wettbewerbs steht die Ablauforganisation einer Unternehmung für den entscheidenden unternehmerischen Erfolg von Handelsunternehmen. Durch die Logistik müssen Handelsfilialen schnell und zuverlässig beliefert werden. Ein grundlegendes Merkmal der Logistik ist ihr beständiger Wandel. Zur effizienten Erfüllung logistischer Aufgaben muss sich die Logistik ständig Neuorientierungen unterziehen. In den letzten 30 Jahren hat sich die Logistik zu einem ganzheitlichen prozessorientierten Managementkonzept und somit zu einem strategischen Führungsinstrument entwickelt.1

Um eine schnelle und zuverlässige Distribution der Waren zu gewährleisten entscheiden sich immer mehr Handelsunternehmen für am Markt zentral positionierte Warenverteilzentren. Die vorliegende Diplomarbeit stellt die Neuplanung eines solchen Warenverteilzentrums unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung dar. Inhaltlich spiegelt die Diplomarbeit einen Planungsstand, welcher sich im Rahmen der Gesamtplanung, im Anfangsstadium befindet. Dies begründet sich mit der Verhältnismäßigkeit der Bearbeitungszeit des Diploms.
Der Aufbau der Diplomarbeit gestaltet sich wie folgt. Nach einer kurzen Vorstellung der Unternehmen LOGISTC CONSULT GmbH und THOMAS PHILIPPS GmbH, in der die Unternehmensprofile sowie die Beziehung zwischen den zwei Unternehmen dargestellt wird, erfolgt eine Darstellung der IST-Situation der Logistik sowie eine Schwachstellenanalyse des derzeitigen Warenverteilzentrums West von PHILIPPS.

Nachdem im anschließenden Abschnitt 4 die Aufgabenstellung und Zielsetzung formuliert wird, folgen in den nächsten zwei Abschnitten grundlegende Beschreibungen zu den Aufgaben und den Gestaltungsmöglichkeiten in den einzelnen Funktionsbereichen des Warenverteilzentrums. Die umrissenen Gestaltungsmöglichkeiten geben dabei einen Ausblick auf die Vielfältigkeit der Planungsmöglichkeiten. Die relevanten Grundsätze zur Planung der Ablauforganisation sind methodisch nach Begriffe beschrieben.

Der darauf folgende Abschnitt 7 liefert die formale Begründung für die Errichtung eines zentralen Warenverteilzentrums. Es wird verdeutlicht, welche Vorteile der hohe Zentralisierungsgrad beinhaltet.

Nachdem Abschnitt 8 die Systemplanung vorstellt, erfolgt die Darstellung der Prozesse im neuen Warenverteilzentrum. Die Beschreibung erfolgt hierbei ablauforientiert nach Funktionsbereiche.

Die Planung der Kommissionierung, welche besondere Beachtung in der vorliegenden Arbeit beansprucht, wird im letzten Abschnitt dargestellt. Anhand von IST-Daten wird ein anspruchsgerechtes Kommissioniersystem entwickelt. Des weiteren wird mittels einer Prozesskostenrechnung die Feinplanung unterschiedlicher Kommissionierbereiche durchgeführt.

[...]


1 vgl. Baumgarten, H. und Walter, S., Trend und Strategien in der Logistik+, 2001, S.2

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