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'Ein Klassentreffen' und 'Madame Ceausescus Schuhe' von Jana Simon - Die Anwendung von Karl Mannheims Generationenbegriff und Pierre Bourdieus Kapitalbegriff auf diese beiden Erzählungen

Autor: Mareike Duensing
Fach: Deutsch - Literatur, Werke

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Details

Veranstaltung: Ostdeutsche Biographien im Generationsvergleich
Institution/Hochschule: Universität Bremen
Tags: Klassentreffen, Madame, Ceausescus, Schuhe, Jana, Simon, Anwendung, Karl, Mannheims, Generationenbegriff, Pierre, Bourdieus, Kapitalbegriff, Erzählungen, Ostdeutsche, Biographien, Generationsvergleich
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 21
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 9  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 203 KB
Archivnummer: V48751
ISBN (E-Book): 978-3-638-45357-8

Textauszug (computergeneriert)

Universität Bremen
Ostdeutsche Biographien im Generationsvergleich
SoSe 2005

„Ein Klassentreffen“ und „Madame Ceausescus Schuhe“
von Jana Simon - Die Anwendung von Karl Mannheims
Generationenbegriff und Pierre Bourdieus Kapitalbegriff
auf diese beiden Erzählungen

von: Mareike Duensing

 


Inhaltsverzeichnis

Einleitung 3

1. Kurzbiographie der Autorin 4

2. Jana Simon: Das Klassentreffen 5

2.1 Zusammenfassung 5
2.2 Erzählstruktur 7

3. Jana Simon: Madame Ceauşescus Schuhe: Über das Scheitern einer Ost-West Beziehung 8

3.1 Zusammenfassung 8
3.2 Erzählstruktur 9

4. Das Generationsproblem 11

4.1 Karl Mannheim: Das Problem der Generationen 11
4.2 Das Generationsproblem in „Ein Klassentreffen“ 13
4.3 Das Generationsproblem in „Madame Ceauşescus Schuhe“ 14

5. Der Kapitalbegriff 16

5.1 Pierre Bourdieu: Ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziales Kapital 16

5.1.1 Das kulturelle Kapital 16
5.1.2 Das soziale Kapital 18
5.1.3 Die Kapitalumwandlung 19

5.2 Die Bedeutung von Kapital in „Ein Klassentreffen“ und „Madame Ceauşescus

Schuhe“ 19

Literaturverzeichnis 21




 

Einleitung

Die Idee zu dieser Arbeit entstand in einem Seminar, in dem Ostdeutsche Biographien im Generationsvergleich bearbeitet wurden. Ich hatte mich im Vorfeld leider wenig mit der ehemaligen DDR beschäftigt und mein Wissen beschränkte sich auf Schulkenntnisse und wenige Erzählungen von Bekannten, die in der DDR aufgewachsen sind. Somit bot sich, mit einer Arbeit zu diesem Thema, die Möglichkeit, bestehendes Wissen zu erweitern und zu neuen Kenntnissen zu gelangen. Ziel meiner Arbeit ist es, die Ansichten von Karl Mannheim und Pierre Bourdieu zum Generationsproblem und zum Kapitalbegriff auf die beiden Texte „Ein Klassentreffen“ und „Madame Ceauşescus Schuhe“ von Jana Simon zu beziehen und den Zusammenhang zwischen den beiden Texten und dem Kapitalbegriff bzw. Generationsproblem deutlich zu machen. Da es sich bei den beiden Texten um autobiographische Erzählungen handelt, werde ich im 1. Kapitel zunächst die Biographie der Autorin erörtern. Es folgt eine ausführliche Zusammenfassung der beiden Texte. In meinen Ausführungen werde ich mich auf wesentliche inhaltliche Punkte beschränken und im Anschluss einen kurzen Überblick über die Erzählstruktur geben. Im vierten Kapitel beschreibe ich den Inhalt des Textes „Das Problem der Generationen“ von Karl Mannheim und stelle im Anschluss den Zusammenhang mit den beiden Texten her. Im fünften Kapitel beschreibe ich das ökonomische, das soziale und das kulturelle Kapital. Im Folgenden stelle ich die Bedeutung, die diese Kapitalarten in den beiden Texten haben, dar.

1. Kurzbiographie der Autorin

Jana Simon wurde am 3. November 1972 als Tochter einer Psychologin und eines Filmemachers und als Enkelin der Schriftstellerin Christa Wolf in Potsdam geboren. Sie wuchs in Ostberlin auf. Nach dem Abitur 1991 ging sie für ein halbes Jahr nach Umbrien, um Italienisch zu lernen. Danach studierte sie in Berlin und London Osteuropastudien, Politik und Publizistik und machte 1998 ihren Magisterabschluss. Erste journalistische Erfahrungen sammelte sie als Praktikantin beim ZDF, in der Moskauer Redaktion des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“, bei der Berliner Zeitung und im Berliner Büro von Associated Press. Seit 1997 arbeitet sie als freie Journalistin für die „Tageszeitung“ in Berlin, die „Berliner Zeitung“ und für den „Tagesspiegel Berlin“. Seit 1998 ist sie darüber hinaus Reporterin beim Tagesspiegel und schreibt auch für „die Zeit“ und „Geo Saison“. 2000 wurde sie mit dem Alexander-Rhomberg-Preis für Nachwuchsjournalisten ausgezeichnet. 2001 erhielt sie für ihre Reportagen den Axel-Springer-Preis und den Theodor- Wolff-Preis. Ihre Ressorts sind Gedichte, Erzählungen und Romane. Sie veröffentlichte unter Anderem „das Buch der Unterschiede – Warum die Einheit keine ist“ (2000, zusammen mit Frank Rothe und Wiete Andrasch) und „Denn wir sind anders. Die Geschichte des Felix S. (2002). Heute lebt und arbeitet sie in Berlin.

2. Jana Simon: Ein Klassentreffen

2.1 Zusammenfassung

Jana Simon begann ihr Abitur 1989 an der Carl von Ossietzky-Schule in der DDR und beendete es 1991 im vereinigten Deutschland. In dieser autobiographischen Erzählung beschreibt die Autorin, wie es ihr und ihren Mitschülern seitdem ergangen ist. Die Klasse 11 eins bestand aus völlig unterschiedlichen Schülern. Es gab Funktionärskinder (Carsten Krenz, Sohn von Egon Krenz) und bekannte Oppositionellen-Kinder innerhalb einer Schule bzw. Klasse. Manche glaubten noch an die DDR, andere nicht. Jana Simon begann in einer Zeit ihr Abitur, in der der Untergang der DDR bereits fest stand. Zwar wurde in der Schule noch zwanghaft am alten System festgehalten – z.B. bestand der Geschichtsunterricht ausschließlich aus SED-Geschichte – aber dennoch war ein Ende der DDR bereits in Sicht. Als die Mauer fiel, begannen zwei Jahre Chaos. Das gesamte System löste sich auf. Das hatte starke Auswirkungen auf den Schulalltag: Der Samstagsunterricht wurde abgeschafft, die alten Bücher über die Geschichte der SED wurden vernichtet und da sich die meisten Schüler größtenteils in Berufsberatungen oder auf Demonstrationen aufhielten, fiel häufig der Unterricht aus. Hinzu kam, dass 2,5 Millionen Menschen Ostdeutschland verließen, um im Westen ein neues Leben zu beginnen. Für viele von ihnen war es ein Umzug in die Arbeitslosigkeit.

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