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Interkulturelles Training für Mitarbeiter in der öffentlichen Verwaltung am Beispiel der Stadt Altensteig

Autor: Dipl. Verwaltungswirtin (FH) Kathrin Holder
Fach: Medien / Kommunikation - Interkulturelle Kommunikation

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Details

Institut: Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Kehl
Tags: Interkulturelles, Training, Mitarbeiter, Verwaltung, Beispiel, Stadt, Altensteig
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 22
Note: 10 Punkte
Literaturverzeichnis: ~ 8  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 268 KB
Archivnummer: V48853
ISBN (E-Book): 978-3-638-45439-1
ISBN (Buch): 978-3-638-66003-7

Zusammenfassung / Abstract

In einer Zeit der Globalisierung begegnen uns im täglichen Leben immer mehr Menschen anderer Kulturen. Das Zusammenleben mit ihnen läuft nicht immer ohne Probleme ab. Dies mussten auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung A. erkennen. Für Beschäftigte in der öffentlichen Verwaltung gehört der Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen und mit anderen Muttersprachen seit den 60er Jahren mit Ankunft der ersten Gastarbeiter zum Arbeitsalltag. Trotzdem können immer noch Verständigungsprobleme und kulturelle Missverständnisse auftreten, die nicht nur zu unnötigen Verzögerungen des Arbeitsablaufs, sondern hin und wieder auch zu schweren Konflikten führen. Anhand der geführten Interviews mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung A. soll untersucht werden, ob ein interkulturelles Training für Mitarbeiter in der öffentlichen Verwaltung sinnvoll ist und wie dieses aussehen könnte.

Textauszug (computergeneriert)

Interkulturelles Training für Mitarbeiter in der öffentlichen
Verwaltung am Beispiel der Stadt Altensteig

von: Kathrin Landenberger

 


1. EINLEITUNG  2

2. KULTUR  2

3. INTERKULTURELLE KOMPETENZ 3

3.1. DEFINITION 3
3.2 NOTWENDIGKEIT INTERKULTURELLER KOMPETENZ IN DER VERWALTUNG AM BEISPIEL DER STADTVERWALTUNG A 4

4. INTERKULTURELLES TRAINING 5

4.1. DEFINITION 5
4.2. ZIELE INTERKULTURELLEN TRAININGS  5

4.2.1. Kognitives Trainingsziel: interkulturelles Wissen  6
4.2.2. Affektives Trainingsziel: interkulturelle Sensibilität 6
4.2.3. Verhaltensorientiertes Trainingsziel: interkulturelle Handlungskompetenz 7

4.3 METHODEN INTERKULTURE LLEN TRAININGS  7

4.3.1. Kultur-Assimilator 8
4.3.2. Spiele 9

4.4. EINSATZBEREICHE INTERKULTURELLEN TRAININGS IN DER VERWALTUNG 10
4.5. SELEKTION GEEIGNETER MITARBEITER 12

5. SCHLUSSBETRACHTUNG 13

6. LITERATURVERZEICHNIS  14

I. ANHANG 15

I.I. INTERVIEWS MIT VERWALTUNGSMITARBEITERN DER STADTVERWALTUNG A 15
I.I.I. Interview Frau XX, Einwohnermeldeamt  15
I.I.II. Interview Frau XY, Standesamt  18
I.I.III. Kurzinterview mit Herrn ZX, Baurechtsamt 20

I.II. TABELLEN 21

Zu I.I.I 21



 

1. Einleitung

In einer Zeit der Globalisierung begegnen uns im täglichen Leben immer mehr Menschen anderer Kulturen. Das Zusammenleben mit ihnen läuft nicht immer ohne Probleme ab. Dies mussten auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung A. erkennen. Für Beschäftigte in der öffentlichen Verwaltung gehört der Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen und mit anderen Muttersprachen seit den 60er Jahren mit Ankunft der ersten Gastarbeiter zum Arbeitsalltag. Trotzdem können immer noch Verständigungsprobleme und kulturelle Missverständnisse auftreten, die nicht nur zu unnötigen Verzögerungen des Arbeitsablaufs, sondern hin und wieder auch zu schweren Konflikten führen. Anhand der geführten Interviews mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung A. soll untersucht werden, ob ein interkulturelles Training für Mitarbeiter in der öffentlichen Verwaltung sinnvoll ist und wie dieses aussehen könnte.

2. Kultur

„Kultur“ wird sehr unterschiedlich verstanden. Dies zeigt sich sowohl in wissenschaftlichen als auch in Alltagsdefinitionen. So wird „Kultur“ zum Beispiel gleichgesetzt mit:

· Kunst, Theater, Literatur, Malerei,
· Verhaltensregeln und „Benimm“,
· „Zivilisation“ oder
· „Stark vereinfacht: Die Art und Weise, wie wir hier die Dinge tun“1

Ausgehend von der Austauschforschung2 soll hier Kultur als ein Orientierungssystem verstanden werden. Der Psychologe Alexander Thomas definiert Kultur als „…ein universelles, für eine Gesellschaft, Organisation und Gruppe aber sehr typisches Orientierungssystem. Dieses Orientierungssystem wird aus spezifischen Symbolen gebildet und in der jeweiligen Gesellschaft usw. tradiert. Es beeinflusst das Wahrnehmen, Denken, Werten und Handeln aller ihrer Mitglieder und definiert somit deren Zugehörigkeit zur Gesellschaft. Kultur als Orientierungssystem strukturiert ein für die sich der Gesellschaft zugehörig fühlenden Individuen spezifisches Handlungsfeld und schafft damit die Voraussetzungen zur Entwicklung eigenständiger Formen der Umweltbewältigung.“3 Kulturelle Unterschiede äußern sich somit in unterschiedlichen Werten und Normen, in der unterschiedlichen Priorität gleicher Werte und Normen und in unterschiedlichen Verhaltens- und Handlungsweisen.

3. Interkulturelle Kompetenz

In diesem Kapitel wird interkulturelle Kompetenz definiert und untersucht, inwieweit interkulturelle Kompetenz in der öffentlichen Verwaltung notwendig ist. Diese Notwendigkeit wird am Beispiel der Stadtverwaltung A. analysiert.

3.1. Definition

Interkulturelle Kompetenz kommt in drei voneinander abhängigen Dimensionen zum Ausdruck: einer kognitiven, einer affektiven und einer kommunikativverhaltensbezogenen. Die kognitive Dimension enthält das interkulturelle Wissen um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Kulturen, mit dessen Hilfe die Komplexität einer Kultur verstanden werden kann. In der affektiven Dimension werden vor allem Eigenschaften wie Bereitschaft zur Empathie4, Offenheit, Toleranz und Geduld gefordert. Diese sind nötig, um eventuell auftretende Probleme bei interkulturellen Kontakten als kulturbedingt zu erkennen. In der kommunikativ-verhaltensbezogenen Dimension geht es um Handlungskompetenz. Hier sollen Menschen effektiv in einer anderen Kultur agieren, um Probleme und Konflikte, die aus kulturellen Unterschieden resultieren von vornherein vermeiden zu können.

3.2 Notwendigkeit interkultureller Kompetenz in der Verwaltung am Beispiel der Stadtverwaltung A.

[...]


1 Kopper/Kiechl, Der globale Manager: Ein kultureller Verwandlungskünstler. In: io Management Zeitschrift, 1991, Nr. 2., S. 61

2 Austauschforschung beschäftigt sich mit den Implikationen internationalen/interkulturellen Austauschs, Begegnungen von Mitgliedern unterschiedlicher Kulturen, Theoriebildung und praktischer Umsetzung.

3 Thomas, 1993,1, S. 380; der Autor fasst unterschiedliche Ansätze der Psychologie, u.a. Beiträge von C. Rogers, A. Adler, R. Cohn, F. Perls und P. Watzlawick zusammen; zitiert nach: Helga Losche: Interkulturelle Kommunikation.

4 Fähigkeit sich in andere Menschen einzufühlen

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