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Scholary Paper (Seminar), 2005, 28 Pages
Author: Thomas Fröhlig
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Details
Tags: Versicherungsmarkt, Deutschland, Eine, Marktübersicht
Year: 2005
Pages: 28
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 18 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-45554-1
File size: 279 KB
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Excerpt (computer-generated)
Der Versicherungsmarkt in Deutschland –
Eine Marktübersicht
von: Thomas Fröhlig
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Der Markt der Erstversicherer 1
3. Der Markt der Lebensversicherungen 3
3.1 Marktüberblick 3
3.2 Marktstruktur 6
3.3 Darstellung der klassischen Hauptproduktsegmente 7
3.3.1 Die Kapitallebensversicherung 7
3.3.2 Die private Rentenversicherung 7
3.3.3 Fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen 8
4. Der Markt der privaten Krankenversicherung 9
4.1 Marktüberblick 9
4.2 Marktstruktur 11
5. Der Markt der Schaden- und Unfallversicherung 11
5.1 Marktüberblick 11
5.2 Marktstruktur 13
6. Fazit 14
Anhang
Literaturverzeichnis
1. Einleitung
Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung und Untersuchung der aktuellen Ereignisse auf dem deutschen Versicherungsmarkt, wobei sich die Betrachtung unter Ausschluss der Rückversicherungsbranche ausschließlich auf den für Erstversicher relevanten Markt mit seinen Versicherungssparten Lebensversicherung, private Krankenversicherung und Schaden- und Unfallversicherung beschränken wird. Der Lebensversicherungsmarkt wird im Vergleich zu den Kapiteln 4 und 5 ausführlicher behandelt, da dort gegenwärtig aufgrund der vermehrten Veränderungen von Rahmenbedingungen eine erhöhte Dynamik zu verzeichnen ist. In den einzelnen Kapiteln wird einerseits durch einen Marktüberblick das abgeschlossene Geschäftsjahr 2004 präsentiert sowie ein Ausblick auf 2005 vorgenommen und andererseits die Struktur des jeweiligen Marktes aufgezeigt. Die dabei verwendeten statistischen Angaben beruhen zu überwiegendem Teil auf den Veröffentlichungen des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) und beziehen sich auf Daten aus den Jahren 2003 bis 2005. Die Mitglieder des GDV vereinen über 97% des gesamten inländischen Brutto-Beitragaufkommens auf sich, weswegen die Angaben als repräsentativ für den Gesamtmarkt betrachtet werden können. Insbesondere in der Lebens- und privaten Krankenversicherung wird praktisch der Gesamtmarkt abgebildet, aber auch für die Schaden- und Unfallversicherung ist der Markt durch die GDV-Daten zu über 90% erfasst. Des weiteren diente auch die Zeitschrift „Versicherungswirtschaft“ als ausgezeichnete Quelle für möglichst aktuelle Daten, um die Betrachtung nicht nur auf das abgelaufene sondern auch auf das aktuelle Geschäftsjahr lenken zu können.
2. Der Markt der Erstversicherer
Trotz der seit Jahren schwachen Konjunktur und den sich daraus ergebenden ungünstigen Rahmenbedingungen konnten die Erstversicherer 2004 ein Beitragswachstum von 2,9% auf 152,3 Mrd. Euro erzielen, denen getätigte Leistungen in Höhe von 148,999 Mrd. Euro gegenüberstanden, welche im Vergleich zum Vorjahr (151.938 Mrd. Euro) um 1,9% abnahmen. 1 (Abb.3 im Anhang) Der Gesamtbeitrag setzt sich zusammen aus den Beiträgen der einzelnen Versicherungssparten des Erstversicherungsgeschäfts, der Lebensversicherung (46%), der Krankenversicherung (17%) und der Schaden- und Unfallversicherung (36%) (Abb.7 im Anhang). Im internationalen Vergleich (Beitragsplus: 2,3%) wuchsen die Beiträge der deutschen Erstversicherungswirtschaft damit überdurchschnittlich, wenn auch - bei einem Vergleich mit den vorangegangenen Geschäftsjahren (2003: 4,7%) - von einem starken Wachstum nicht die Rede sein kann. Die insgesamt solide Einnahmeentwicklung wurde von einem etwas nachlassenden Schadendruck begleitet, denn sowohl in der Lebens- als auch in der Schaden- und Unfallversicherung wurden geringere Leistungen für Versicherungsfälle erbracht. Insgesamt erwirtschafteten die Erstversicherer in Deutschland im Geschäftsjahr 2004 einen Jahreserfolg von 1,1% der Gesamtbeiträge, was einem Betrag von 1,6753 Mrd. Euro entspricht (2003:1,776 Mrd.).2
Bei einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtung ergibt sich 2004 für Deutschland eine Versicherungsdichte von 2.286,6 Dollar pro Einwohner bzw. eine Versicherungsdurchdringung von 6,97%.3 Im Vergleich der Versicherungsdichte mit denen der EU-15- Länder steht Deutschland damit auf dem 10. Platz (Versicherungsdurchdringung: Platz 11), was den vergleichsweise geringen Entwicklungsstand der deutschen Versicherungswirtschaft aufzeigt, der unter anderem mit der auch heute noch relativ schwach ausgeprägten privaten Altersversorgung in Zusammenhang steht.4 Das Geldvermögen der privaten Haushalte bei Versicherungen stieg 2004 auf insgesamt 1.040 Mrd. Euro.5 Auf dem deutschen Individualversicherungsmarkt waren im Geschäftsjahr 2004 insgesamt 670 Versicherungsunternehmen vertreten, von denen 334 in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft (AG), 272 als Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit (a. G.) und 22 als öffentlich-rechtliche Versicherer betrieben wurden (Abb.1 im Anhang).6 Damit setzte sich die Reduzierung der am deutschen Markt tätigen Einzelunternehmen weiter fort, wobei sich der Anteil der als AG betriebenen Versicherungsunternehmen weiter vergrößerte und der Anteil der als Versicherungsvereine a. G. betriebenen Unternehmen dem Trend entsprechend abnahm (Abb.2 im Anhang).7
Die 670 Unternehmen teilen sich auf in 119 Lebensversicherer, 200 Pensions- und Sterbekassen, 54 Krankenversicherer, 247 Schaden- und Unfallversicherer und 50 Rückversicherer. 8 Bei Betrachtung der Beschäftigungsentwicklung des deutschen Erstversicherungsmarktes wird deutlich, dass der erstmals seit 1996 wieder einsetzende Personalabbau im Jahre 2003 auch 2004 fortgesetzt wurde. Die Zahl der Angestellten sank zwischen 2003 und 2004 um 1,5% auf 240.800 (Abb.4 im Anhang).9 Die Zahl der selbstständigen Versicherungsvermittler und Makler blieb im selben Zeitraum mit 408.000 annähernd konstant.10 Nachdem die Versicherungsbranche trotz seit vier Jahren anhaltender Konjunkturflaute relativ hohe Beitragszuwächse erzielen konnte und sich so wesentlich stärker als der Gesamtmarkt entwickelte, erwartet der Gesamtverband der deutschen Versicherer nach einem „erfolgreichen, glänzenden Jahr 2004“11 für 2005 aufgrund der auch weiterhin andauernden schlechten Wirtschaftslage ein wesentlich geringeres Beitragsplus von knapp zwei Prozent.12
3. Der Markt der Lebensversicherungen
3.1 Marktüberblick
[...]
1 Vgl. GDV 2005a, Tab.1.
2 Vgl. GDV, 2005a, Tab.1, Der Jahreserfolg ist der Gewinn nach Steuern in Prozent der verdienten Bruttobeiträge; ohne Pensionskassen und Pensionsfonds.
3 Vgl. GDV, 2005a, Tab. 73. Die Versicherungsdichte und die Versicherungsdurchdringung gelten als Kennzahl für den Entwicklungsstand der Versicherungswirtschaft. Die Versicherungsdichte wird ausgedrückt durch das Verhältnis Prämienaufkommen des gesamten Geschäfts zur Einwohnerzahl und die Versicherungsdurchdringung als die Summe aller Beiträge in Prozent des BIP.
4 Für die EU-Beitrittsländer vom 01.05.2004 liegen noch keine Daten vor.
5 Vgl. GDV, 2005e.
6 Vgl. GDV, 2005a, Tab. 2 und 3.
7 Vgl. ebd. Die größten Veränderungen wurden durch Fusionen auf Einzelunternehmensebene verursacht. Beispiele dafür sind die Verschmelzungen von Nordstern Lebensversicherung AG und Albingia Lebensversicherung AG zur damaligen Axa Colonia Lebensversicherung AG (1999 und 2000), Fusionen von mehreren Gesellschaften zur Zürich Lebensversicherung AG (2000 und 2002) und die Fusion der Vereinte Lebensversicherung AG mit der Allianz Lebensversicherung AG (2002). Weiterhin wurden Aktiengesellschaften gegründet, auf die Bestände von Versicherungsvereinen und von öffentlichen Versicherungsanstalten übertragen wurden.
8 Vgl. GDV, 2005a, Tab. 2 und 3.Von den 670 Unternehmen waren 29 ohne Geschäftstätigkeit.
9 Angestellte: Innendienstangestellte, angestellter Außendienst, Auszubildende und gewerbliche Arbeitnehmer der Mitglieder des GDV.
10 Vgl. GDV, 2005a, Tab.1 und 4.
11 Lier, 2005, S.583.
12 Vgl. ebd.
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