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Interkulturelle Erziehung im Kindergarten

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 20 Pages
Author: Melanie Öd
Subject: Pedagogy - School Pedagogics

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2003
Pages: 20
Grade: 2,7
Bibliography: ~ 13  Entries
Language: German
Archive No.: V49063
ISBN (E-book): 978-3-638-45603-6

File size: 288 KB
Notes :
Die Arbeit ist sehr prktisch ausgerichtet. Dem Dozenten war es zu praktisch.



Excerpt (computer-generated)

Universität Augsburg
Philosophisch – Sozialwissenschaftliche Fakultät
Seminar: Früherziehung in vorschulischen Einrichtungen
Wintersemester 2003 / 2004

Interkulturelle Erziehung im Kindergarten

von: Melanie Öd

 


Inhaltsverzeichnis

Einleitung 2

1. Von der Ausländerpädagogik zur Interkulturellen Erziehung  3

2. Interkulturelle Erziehung 5

3. Ziele der Interkulturellen Erziehung  6

4. Der Situationsansatz und interkulturelles Lernen 8

5. Praktische Umsetzung Interkultureller Erziehung 10

5.1 Direkte und Indirekte Thematisierung  10
5.2 Elternarbeit 10
5.3 Mehrsprachigkeit  11
5.4 Feste / Feiern und Religion  12
5.5 Alltagsgestaltung 13

6. Interkulturelle Kompetenzen von Elementarpädagogen und -pädagoginnen 14

7. Projekt interkulturelle Qualifikation im Elementarbereich (PIQUE) 16

Schluß 18

Literaturverzeichnis 19
 



 

I. Einleitung

In den letzen 40 Jahren hat sich die Population in Deutschland, so auch in vorschulischen Einrichtungen, stark verändert. Deutschland schloß mit verschiedenen Ländern Abkommen zur Anwerbung von Arbeitskräften. Entgegen dem Rotationsprinzip blieben die Arbeitsmigranten jedoch länger als geplant in Deutschland. So begangen die Arbeitsmigranten, die sich auf einen längeren Aufenthalt einrichteten, ihre Familien nach Deutschland zu holen. Neben den klassischen Arbeitsmigranten wie Italiener, Türken und Griechen kamen und kommen auch heute noch zahlreiche andere Nationalitäten dazu. Der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in Kindertagesstätten ist von 49% im Jahr 1991 auf 92% im Jahre 2001 gestiegen (vgl.www.bpb.de/refdb/refdb_pdf_openshow.php?rid=80&pid=329). Aus dieser Entwicklung heraus entstand die Ausländerpädagogik, die sich zu Interkulturellen Erziehung entwickelt hat. In der Psychologie, wie in der Pädagogik, ist man sich einig, dass interkulturelle Erziehung Kompetenzen vermittelt, die sich in alle Bereiche des Lebens positiv auswirken. Eine gemeinsame Erziehung ist für alle Kinder, die in Deutschland, oder in einem anderen Land, aufwachsen, von großem Vorteil. Neben bilingualen und bikulturellen Kompetenzen wirkt es sich auch auf die Intelligenz und die Persönlichkeit günstiger aus.

1. Von der Ausländerpädagogik zur Interkulturellen Erziehung

Wie in der Einleitung schon beschrieben gab es in Deutschland mit verschiedenen Ländern Abkommen zur Anwerbung von Arbeitskräften. Obwohl 1973 ein Anwerberstopp ausgesprochen wurde stieg die Zahl der Ausländer weiter. Im Jahre 2002 meldete das Statistische Bundesamt 7,3 Millionen Ausländer (vgl. Bundesamt für Anerkennung ausländischer Flüchtlinge, 2003, S.81). Durch die seit den 60er steigende Zahl der ausländischen Kinder und Jugendlichen entstanden an die Kindergärten und an die Schulen neue Herausforderungen. Die Gruppe heterogenisierte sich immer mehr. Die Erzieher und die Lehrer waren auf solche Veränderungen und die damit entstehenden Probleme nicht vorbereitet. Sie hatten weder Vorstellungen noch Konzepte wie sie mit der sich verändernden Situation umgehen sollten. Zwischen 1971 und 1974 wurden zahlreiche Initiativgruppen gegründet. Diese hatten das Ziel, ausländischen Kindern durch Nachhilfe und Unterstützung in schulischen Angelegenheiten zu helfen. Durch die Förderung von Modellprojekten begann der Staat und wichtige Stiftungen diese Initiativgruppen aufzuwerten. Damit wurde auch das Interesse seitens der Universitäten geweckt und es entstand die Ausländerpädagogik.

In der Ausländerpädagogik ging es nicht nur darum die konkrete Lebenssituation der Kinder in den Blick zu nehmen, sondern auch den soziokulturellen Hintergrund, die im Heimatland geltenden Werte und Normen und die Erziehungspraxis mit einzubeziehen. In dieser Zeit fanden Forschungen zur Identitätsentwicklung der ausländischen Kinder ihren Ursprung. Es wurde untersucht, was der Wandel von einem Land zum anderen für die persönliche Entwicklung bedeutet. Weitere Schwerpunkte bildeten Untersuchungen zur Zweisprachigkeit und zum Zweitspracherwerb. Ausländerpädagogik war eine handlungsorientiert, praxisnahe Pädagogik, die nur für die Ausländer konzipiert war. Zur gleichen Zeit entstand neben der Ausländerpädagogik auch das Konzept der bilingual - bikulturellen Erziehung. Eine EG Richtlinie von 1977 bildetet hierfür die Ausgangsbasis. Diese empfahl den Aufnahmeländern einerseits die Integration der ausländischen Kinder im Blick zu haben, andererseits aber deren kulturelle Identität zu bewahren, damit im Falle einer Rückkehr die Reintegration nicht so schwer falle. Aufgrund dieser Empfehlung führte man einen Muttersprachlichen Unterricht in der Schule ein und im Kindergarten bildetet man bilingual – bikulturelle Gruppen, die jeweils von einer Erzieherin der Migrantengruppe und einer deutschen Erzieherin geleitet wurde. Da jedoch in den Kindergärten und Schulen immer mehr Kinder aus vielen verschiedenen Ländern anzutreffen waren scheiterte der Ansatz an der Realität. Im Laufe der Jahre wurde die Kritik an der Ausländerpädagogik immer lauter. Ein Kritikpunkt lautet, dass die Basis der Ausländerpädagogik eine Defizithypothese ist. Das meint, dass die ausländischen Kinder als Mängelwesen betrachtet werden. Dies führt dazu, dass die ausländischen Kinder ausgesondert und an den Rand gedrängt werden.

[...]


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