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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 34 Pages
Author: Constanze Ries
Subject: American Studies - Literature
Details
Institution/College: Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Tags: Eugene, Neills, Hairy, Interwar, Period, American, Literature, Interwar, Period
Year: 2002
Pages: 34
Grade: 2
Bibliography: ~ 23 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-45653-1
File size: 321 KB
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Excerpt (computer-generated)
Eugene O’Neills ′The Hairy Ape′ und die Interwar Period
von: Constanze Ries
WS 2001/2002
Gliederung
I. Einleitung
II. Inhaltsangabe
III. Konzepte O’Neills
3.1 Failure of the American Dream – Konzept
3.2 Das Konzept der Entfremdung – die Suche nach dem place of belonging
IV. Analyse des Dramas The Hairy Ape anhand der Konzepte O’Neills
4.1 The Failure of the American Dream in The Hairy Ape
4.2 Das Konzept der Entfremdung in The Hairy Ape
V. Einbettung von The Hairy Ape in das Gesamtwerk O’Neills
VI. Schlussfolgerung
VII. Bibliographie
I. Einleitung
Ein Wandel in Drama, Dichtung und Prosa vollzog sich während und insbesondere nach dem 1. Weltkrieg. Im 19. Jahrhundert wurden in Amerika hauptsächlich Dramen englischen und französischen Ursprungs sowie dramatische Bearbeitungen von Romanen bekannter Schriftsteller wie z.B. Hawthorne, Washington Irving und Thomas Hardy aufgeführt.1 Bis ins frühe 20. Jahrhundert waren die Theater strikt kommerziell und auf die Mentalität des Mittelstandes ausgerichtet.2 In großen Städten wurde in der Regel nicht mehr als ein Drama pro Saison und Theater aufgeführt. Generell wurden keine tiefgreifenden Stücke, sondern solche leichterer Unterhaltung bevorzugt inszeniert.3 Neue Elemente und Themen wurden nur dann akzeptiert, wenn das Theater sich sicher sein konnte, dass dies dem Geschmack der Mehrheit des Publikums entspricht. Das hatte zur Folge, dass viele experimentelle Dramen und solche, die die Gesellschaft in Frage stellten, gar nicht erst aufgeführt wurden.4 Ab 1915 bildeten sich verschiedene experimentelle Theatergruppen, wie z.B. die Provincetown Players, die Washington Square Players, die Neighborhood Players, Vagabond Players und das Portmanteau Theater von Stuart Walker, die gegen die vorherrschenden Standards rebellierten und die Entwicklung des ernsten, experimentellen, nicht kommerziell ausgerichteten Dramas zum Ziel hatten.5 Die traumatischen Auswirkungen des 1. Weltkrieges und die sich nach dem Krieg überhäufenden Ereignisse, wie beispielsweise die Rückkehr der Soldaten, die fortschreitende Industrialisierung, die Prohibition und der damit verbundene Alkoholschmuggel sowie die Korruption und deren Auswirkungen schlugen sich nachhaltig in den literarischen Werken nieder. Wie auch in Europa wichen viele bedeutende amerikanische Autoren vom herkömmlichen Stil – der naturalistischen Darstellungsweise – und den konventionellen Strukturen ab und nahmen radikale technische Veränderungen vor. Kennzeichnend für den Zeitraum zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg (Interwar Period) ist insbesondere, dass die amerikanischen Schriftsteller sich zunehmend von einer gefühlvollen Ausrichtung der Literatur abwandten. Romantisch-verklärende Elemente wurden ausgelassen. Statt dessen orientierten sie sich an der Realität und arbeiteten verstärkt die psychologischen Hintergründe ihrer Themen heraus (psychologischer Realismus)6. Obwohl die Romane in dieser Phase des Experimentierens zumeist realistisch geschrieben waren - die Realität widerspiegelten - variierten die Standpunkte der Autoren und die Inhalte und Formen der Werke stark. Ernest Hemingway beispielsweise schrieb in einem nüchternen und klaren Stil über den Krieg, das Jagen und andere männliche Domänen. William Faulkners Südstaatenromane beschreiben die Generationen und Kulturen in der Hitze und dem Dunst des Staates Mississippi und Sinclair Lewis schilderte das Leben der Bourgeoisie mit einer stark ironischen Klarheit.7 Neben Faulkner, Hemingway und Lewis gehört auch der Dramatiker Eugene Gladstone O’Neill, dessen Werk The Hairy Ape Gegenstand dieser Hausarbeit ist, zu den revolutionären und bedeutendsten amerikanischen Schriftstellern der Interwar Period. Im folgenden werde ich den Inhalt des Dramas The Hairy Ape kurz vorstellen und im Anschluss daran die Konzepte Entfremdung (die Suche nach dem place of belonging) und Scheitern des amerikanischen Traums, deren sich O’Neill in vielen seiner Dramen bedient, erläutern und eine Analyse des Dramas anhand dieser Konzepte vornehmen. Im fünften und letzten Teil folgt die Einbettung von The Hairy Ape in das Gesamtwerk Eugene O’Neills.
II. Inhaltsangabe
Das Drama The Hairy Ape ist ein in 8 kurze Szenen gegliederter Einakter und spielt in den frühen 20er Jahren. Die erste Szene spielt auf dem Heizerdeck eines transatlantischen Passagierdampfers, die zweite zwei Tage später auf einem Teil des Promenadendecks, die dritte Szene spielt im Kesselraum, die vierte wie die erste Szene auf dem Heizerdeck, die fünfte Szene findet in der 5th Avenue in New York statt, die sechste auf einer Insel bei New York und die letzten beiden in New York City.
Der Protagonist Robert Smith, der von seinen Arbeitskollegen nur Yank genannt wird, ist als Heizer auf einem transatlantischen Passagierdampfer tätig. Er ist groß, sehr muskulös, selbstsicher und scheint stärker als die übrigen Heizer zu sein und hat aufgrund dieser Eigenschaften das Sagen im Kesselraum. Bis zu dem Zeitpunkt, als die 20jährige Mildred Douglas, die Tochter des millionenschweren Stahlproduzenten, den Kesselraum betritt, kennt Yank nur die Welt, in der er lebt und ist mehr als nur zufrieden mit seinem Leben als Heizer. Er begreift sich als die Kraft, ohne die alles zum Erliegen kommen würde. I´m at de bottom, get me! Dere ain´t nothin’ foither. I’m de end! I’m de start ! I start somep’n and de woild moves! Ohne ihn und seine Kameraden würde das Schiff nicht fahren und die Angehörigen der Oberschicht nicht von A nach B gelangen. Als Mildred in Begleitung von zwei Ingenieuren den Kesselraum betritt, um das Leben der unteren Klasse kennenzulernen, ist sie beim Anblick Yanks einer Ohnmacht nahe und wimmert: Take me away! Oh, the filthy beast!. Yank, der von Mildreds ganz in weiß gekleideter Gestalt fasziniert ist, wird von den anderen Heizern aufgezogen, er habe sich in das Mädchen verliebt, während sie in ihm nur einen haarigen Affen sieht. Darauf reagiert Yank mit einem Wutausbruch und will sich an Mildred rächen. Die anderen Heizer können ihn nur mit Mühe davon abhalten. Bei einem Aufenthalt in New York, 3 Wochen nach dem Zusammentreffen mit Mildred, hat Yank sich so in seine Wut gegen die obere Klasse hineingesteigert, dass er auf der 5 th Avenue versucht, die Vornehmen und Reichen auf dem Nachhauseweg von der Kirche zu provozieren. Wie bei Mildred schlägt auch dieser Versuch mit der oberen Klasse zu kommunizieren, fehl. Yank ist außer sich vor Wut und tobt, bis er schließlich von einem Polizisten zusammengeschlagen wird und für einen Monat ins Gefängnis muss. Nach seiner Entlassung sucht Yank die linksradikale Gewerkschaft I.W.W. (Industial Workers of the World) auf, um gegen Kapitalisten, wie Mildred und ihren Vater, zu rebellieren, einen Umsturz zu erzielen. Die Gewerkschaft wirft Yank jedoch brutal hinaus, weil sie in ihm einen Polizeispitzel sieht. Das Stück endet mit dem Tod Yanks, als dieser in einen Zoo geht, den Gorillakäfig öffnet und von dem Gorilla erdrückt wird.
III. Konzepte O’Neills
[...]
1 Vgl. Straumann 1951: 160; Spanckeren van 2003: Stichwort: 20th Century American Drama
2 Vgl. Koreneva 1979: 150
3 Vgl. Biographisches -Bibliographisches Kirchenlexikon: Stichwort: E. O’Neill
4 Vgl. Straumann 1951: 160f.
5 Vgl. Leech 1963: 11, Knight 1972: 478
6 Vgl. Microsoft Encarta. Stichwort: Amerikanische Literatur. 20. Jahrhundert
7 Spanckeren van 2003: Modernism and Experimentation: 1914-1945; Stichwort: Prose Writing, 1914-1945:
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