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Termpaper, 2004, 21 Pages
Author: Kathrin Morawietz
Subject: Psychology - Learning Psychology, Intelligence Research
Details
Tags: Emotionale, Intelligenz, Entwicklung, Förderung, Bedeutung
Year: 2004
Pages: 21
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 12 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-45655-5
File size: 197 KB
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Excerpt (computer-generated)
Emotionale Intelligenz – Entwicklung,
Förderung und gesellschaftliche Bedeutung
von: Kathrin Theysohn
Inhaltsverzeichnis
0. Einleitung 2
1. Begriffsklärung: Intelligenz 2
2. Testverfahren und standardisierte Intelligenztests 3
2.1 Der Intelligenztest von Alfred Binet 3
2.2 Der Intelligenztest von William Stern 4
2.3 Intelligenz-Quotient und moderne Testverfahren 5
3. Kritik an herkömmlichen Intelligenztests 6
4. Intelligenztests mit hochbegabten Kindern 7
5. Begriffsklärung: Emotionale Intelligenz 8
6. Die fünf Aspekte der Emotionalen Intelligenz 9
7. Die Entwicklung der Emotionalen Intelligenz 10
8. Kritik am Begriff der Emotionalen Intelligenz 10
9. Wie entstehen Emotionen? 11
10. Das menschliche Gehirn 12
10.1 Die rechte und die linke Hirnhemisphäre 12
10.2 Links- und rechtshemisphärische Persönlichkeiten 13
11. Spielerische Förderung der Emotionalen Intelligenz 14
11.1 Körperspiele 15
11.2 Kontaktspiele 15
11.3 Regelspiele 16
12. Zur gesellschaftlichen Bedeutung der Emotionalen Intelligenz 16
13. Literaturverzeichnis 19
0. Einleitung
Der amerikanische Psychologe Daniel Goleman prägte mit seinem Buch "Emotionale Intelligenz" den bis dahin weitgehend unbekannten, gleichnamigen Begriff, der sich auf den emotionalen Quotienten eines Menschen bezieht. Obwohl man lange Zeit glaubte, der Intelligenzquotient sei der wichtigste Erfolgsmaßstab und Intelligenz habe nichts mit Emotionen und Gefühlen zu tun, muss man mittlerweile einräumen, dass Gefühl und Verstand sich nicht so einfach voneinander trennen lassen und auch der EQ eine ausschlaggebende Rolle zu spielen scheint. Viele Psychologen behaupten inzwischen sogar, der EQ sei wichtiger als der IQ, da die emotionale Intelligenz das Zusammenleben in der Gesellschaft wesentlich beeinflussen und verbessern könne. Wer seine Gefühle nicht wahrnehmen, verarbeiten und kompetent mit ihnen umgehen kann, könne auch sein geistiges Potenzial nicht voll ausschöpfen. Ein hoher IQ-Wert allein stelle somit keine Garantie für Erfolg in Schule und Beruf dar.1 Im Folgenden möchte ich zunächst auf den Begriff der allgemeinen Intelligenz und den des damit verbundenen Intelligenzquotienten (IQ), der sich durch standardisierte Testverfahren ermitteln lässt, eingehen, um diese intellektuelle, rationale Art der Intelligenz vom Begriff der emotionalen Intelligenz abgrenzen zu können. Anschließend möchte ich mich mit der Bedeutung der emotionalen Intelligenz, ihren wichtigsten Aspekten, der Entwicklung von Gefühlen und der spielerischen Förderung der emotionalen und sozialen Kompetenz auseinandersetzen. Jeder Mensch besitzt emotionale Intelligenz und setzt diese täglich in allen Lebensbereichen mehr oder weniger erfolgreich ein. Es stellt sich jedoch die Frage, welche Bedeutung einem besonders hohen EQ im Alltag zukommt. Diesen und anderen Fragen möchte ich im Folgenden intensiver widmen.
1. Begriffsklärung: Intelligenz
Der Begriff „Intelligenz“ bezeichnet nach einer weit verbreiteten Definition „die Fähigkeit, Schwierigkeiten in neuen Situationen zu überwinden“2 und ist „aus wissenschaftshistorischen Gründen als Fähigkeit zu abstrakt-analytischem Denken festgelegt“3. Der uns bekannte Intelligenzbegriff bezieht sich auf die Fähigkeit zu Abstrahieren, Informationen zu verarbeiten, Wissen zu speichern und „den Anforderungen, die die Welt an uns stellt, bestmöglich zu entsprechen“4. Es handelt sich hierbei um die logisch-überprüfende, Fakten sammelnde und Sinn erkennende IQ-Intelligenz, die intellektuelle Denk- oder Problemlösefähigkeit. Intelligenz ist demnach die „allgemeine geistige Anpassungsfähigkeit an neue Bedingungen“5 und somit die Fähigkeit, sich auf neue Anforderungen einzustellen. Intelligenz ist genau genommen nur ein Konstrukt, ein Merkmal, „das eine Disposition umschreibt, nämlich das Potenzial zu kognitiver Leistung“6. Die Theorie der multiplen Intelligenzen (nach Howard Gardner, Intelligenzforscher) gliedert Intelligenz in acht voneinander unabhängige Bereiche: sprachliche, musikalische, logischmathematische, räumliche, körperlich-kinästhetische, naturalistische, intrapersonale und interpersonelle Intelligenz. Ein Mensch kann in einem, keinem oder mehreren Bereichen besonders fähig bzw. unfähig sein. Hochbegabung lässt sich dabei in der Regel nur in ein oder zwei Bereichen beobachten. 7
2. Testverfahren und standardisierte Intelligenztests
2.1 Der Intelligenztest von Alfred Binet
Der Franzose Alfred Binet entwickelte im Auftrag der französischen Regierung einen der ersten Intelligenztests, der erstmals 1905 durchgeführt wurde, jedoch nicht um so genannte Genies ausfindig zu machen, sondern um intellektuelle Mängel bei Schülern zu ermitteln, zu selektieren und frühzeitig zu erkennen, welche Schüler einer besonderen Förderung bedürfen. Binet entwickelte verschiedene Testaufgaben, die von einem durchschnittlichen Schüler gelöst werden konnten, um die Minderbegabten auszulesen, für die der Besuch einer Regelschule nicht in Frage kam. Binet stellte fest, dass ältere Kinder anspruchsvollere Aufgaben lösten als jüngere Kinder, schneller waren und eine höhere Punktzahl erreichten. Er setzte deshalb die Zahl der gelösten Testaufgaben zum Alter des jeweiligen Kindes in Relation und ging davon aus, dass bei besonders klugen Schülern das Intelligenz- höher als das Lebensalter sei, während bei minderbegabten Schülern das Intelligenz- weit unter dem Lebensalter liege. Ein durchschnittlicher Schüler der dritten Klasse sollte z.B. über ein Intelligenzalter von etwa acht Jahren verfügen. Da sich Binets Konzept im Nachhinein als problematisch erwies, wurden später neue Intelligenzkonzepte eingeführt, so z.B. der Intelligenztest von William Stern. 8
2.2 Der Intelligenztest von William Stern
[...]
1 vgl. Braun / Brockert, 1998, S.7ff.
2 Sehr, 1998, S.14.
3 Stapf, 2004, S.18.
4 Braun / Brockert, 1998, S.8.
5 Stapf, 2004, S.22.
6 Reichle, 2004, S.19.
7 vgl. Stapf, 2004, S.17ff.
8 vgl. Hoffmann / Roggenwallner, 2001, S.9ff.
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