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Die Stellungnahme FAR 1/1991 'Anforderungen an Sanierungskonzepte' des Instituts der Wirtschaftsprüfer

Scholary Paper (Seminar), 2005, 21 Pages
Author: Dipl.-Betriebswirt (FH) Christian Thiede
Subject: Economics / Business: Revision, Auditing

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2005
Pages: 21
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 8  Entries
Language: German
Archive No.: V49211
ISBN (E-book): 978-3-638-45723-1
ISBN (Book): 978-3-640-42373-6
File size: 152 KB
Notes :
Anm. d. Redaktion: Die in der Ausarbeitung genannten Anlagen (FAR 8, FAR 12, FAR 14 und FAR 15) sind aus urheberrechtlichen Gründen NICHT im Lieferumfang enthalten.


Abstract

Zeichnen sich die ersten Merkmale einer Krise ab – oder ist im schlimmsten Fall schon der Insolvenzantrag gestellt – muss dringend ein Sanierungskonzept erstellt werden, um das Unternehmen vor einer Liquidation zu retten und die Zukunft seiner Mitarbeiter und Gläubiger zu sichern. Das INSTITUT DER WIRTSCHAFTSPRÜFER IN DEUTSCHLAND (IDW) hat zur Unterstützung bei der Erstellung eines Sanierungskonzepts die Stellungnahme FAR 1/1991 ver-fasst, in der eine allgemeine Vorgehensweise bei dieser Arbeit vorgeschlagen und vorgestellt wird. Insbesondere stellt das IDW in seiner Verlautbarung eine aus-führliche Gliederung zur Verfügung, an welcher sich die Gutachter orientieren sollen. Diese Seminararbeit geht zunächst kurz auf die Begriffe „Sanierung“ und „Sanierungskonzept“ ein und befasst sich anschließend allgemein mit dem Gegenstand und der Prüfung von Sanierungskonzepten. Nach diesen anfänglichen Begriffsabgrenzungen stellt sie im nächsten Schritt den Inhalt der Stellungnahme übersichtlich dar, verschafft dem Leser so einen Überblick über die vom IDW empfohlene Gliederung eines Sanierungskonzepts und verdeutlicht gleichzeitig die Notwendigkeit zur Erstellung eines solchen Konzeptes. Insbesondere werden einzelne – in den FAR 1/1991 lediglich genannte – Methoden und Techniken kurz erläutert. Ebenso wird auf Probleme eingegangen, die in den verschiedenen Bereichen auftreten können. Abschließend werden die FAR 1/1991 durch Abwägung der Vor- und Nachteile gegenüber eines Vorschlags einer Unternehmensberatung zum Aufbau von Sanierungskonzepten kritisch beurteilt und gewürdigt.


Excerpt (computer-generated)

Die Stellungnahme FAR 1/1991 ′Anforderungen an
Sanierungskonzepte′ des Instituts der Wirtschaftsprüfer

von: Christian Thiede

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung 1

2 Grundlagen  1

2.1 Was bedeutet Sanierung?  1
2.2 Zweck eines Sanierungskonzepts 2
2.3 Notwendigkeit eines Sanierungskonzepts 3
2.4 Stellungnahmen des IDW und die FAR 1/1991 3
2.5 Prognoseaussichten und die Rolle des Gutachters  3

3 Aufbau eines Sanierungskonzepts nach FAR 1/1991  4

3.1 Gliederung des Sanierungskonzepts  4
3.2 Beschreibung des Unternehmens 5
3.3 Analyse des Unternehmens  6

3.3.1 Konkurrentenanalyse  7
3.3.2 Szenario-Analyse 7
3.3.3 Die besondere Rolle des Prüfers  8

3.4 Krisenursachenanalyse 8
3.5 Lagebeurteilung  9
3.6 Leitbild des sanierten Unternehmens 10
3.7 Maßnahmen zur Sanierung des Unternehmens  11
3.8 Planverprobungsrechnung  12

4 Kritik  13

5 Fazit  15

Literaturverzeichnis

 


 

1 Einführung

Zeichnen sich die ersten Merkmale einer Krise ab – oder ist im schlimmsten Fall schon der Insolvenzantrag gestellt – muss dringend ein Sanierungskonzept erstellt werden, um das Unternehmen vor einer Liquidation zu retten und die Zukunft seiner Mitarbeiter und Gläubiger zu sichern. Das INSTITUT DER WIRTSCHAFTSPRÜFER IN DEUTSCHLAND (IDW) hat zur Unterstützung bei der Erstellung eines Sanierungskonzepts die Stellungnahme FAR 1/1991 verfasst, in der eine allgemeine Vorgehensweise bei dieser Arbeit vorgeschlagen und vorgestellt wird. Insbesondere stellt das IDW in seiner Verlautbarung eine ausführliche Gliederung zur Verfügung, an welcher sich die Gutachter orientieren sollen. Diese Seminararbeit geht zunächst kurz auf die Begriffe „Sanierung“ und „Sanierungskonzept“ ein und befasst sich anschließend allgemein mit dem Gegenstand und der Prüfung von Sanierungskonzepten. Nach diesen anfänglichen Begriffsabgrenzungen stellt sie im nächsten Schritt den Inhalt der Stellungnahme übersichtlich dar, verschafft dem Leser so einen Überblick über die vom IDW empfohlene Gliederung eines Sanierungskonzepts und verdeutlicht gleichzeitig die Notwendigkeit zur Erstellung eines solchen Konzeptes. Insbesondere werden einzelne – in den FAR 1/1991 lediglich genannte – Methoden und Techniken kurz erläutert. Ebenso wird auf Probleme eingegangen, die in den verschiedenen Bereichen auftreten können. Abschließend werden die FAR 1/1991 durch Abwägung der Vor- und Nachteile gegenüber eines Vorschlags einer Unternehmensberatung zum Aufbau von Sanierungskonzepten kritisch beurteilt und gewürdigt.

2 Grundlagen

2.1 Was bedeutet Sanierung?

Der Begriff „Sanierung“ bezeichnet von seiner lateinischen Wurzel her eine „Heilung“. Im deutschen dagegen bezieht er sich lediglich auf Gegenstände. Sanierung be- zeichnet den Prozess, der eine Sache oder eine Struktur erneuert und / oder wieder funktionstüchtig macht.1 In der Wirtschaft spricht man bei Sanierung von Maßnahmen der Wiederherstellung existenzerhaltender und späterer Gewinne. Der Begriff „Sanierung“ vereint hier alle betriebswirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Instrumente der Krisenbewältigung. 2 Aufgrund der Vielzahl und Vielschichtigkeit der Krisenursachen, des potentiellen Vertrauensverlustes bei Gläubigern, Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern, sowie der Bedrohung durch Überschuldung und Illiquidität stellt die Sanierung eines Unternehmens eine der schwierigsten und anspruchsvollsten Managementaufgaben dar.3

2.2 Zweck eines Sanierungskonzepts

Gerät ein Unternehmen in eine Krise und benötigt beispielsweise Unterstützung seiner Banken, werden diese in der Regel ein Sanierungskonzept verlangen und dieses als Grundlage für Finanzierungsentscheidungen nutzen.4 Diese Banken werden investieren bzw. Kredite zur Verfügung stellen, wenn eine begründete Aussicht auf Erfolg des Sanierungskonzepts besteht – denn nur dann ist eine Sanierung sinnvoll. Wird im Sanierungskonzept ein positiver Einnahmeüberschuss festgestellt, kann hieraus auf die Sanierungsfähigkeit des Unternehmens geschlossen werden.5

Ein Sanierungskonzept ist also ein sinnvolles – wenn nicht sogar das einzig sinnvolle – Mittel, um die Gläubiger des Krisenunternehmens durch die Darstellung der Erfolgsaussichten der Sanierungsmaßnahmen von der Möglichkeit der Fortführung des Unternehmens zu überzeugen und somit zu weiteren Investitionen anzuregen. Verweigern die Gläubiger dagegen zusätzliche Einzahlungen ist damit zu rechnen, dass notwendige Maßnahmen zur Sicherung der Geschäftstätigkeit nicht durchgeführt werden können und die Sanierung somit scheitert.

2.3 Notwendigkeit eines Sanierungskonzepts

[...]


1 Vgl. WIKIPEDIA: Sanierung.

2 Vgl. WIKIPEDIA: Sanierung (Wirtschaft).

3 Vgl. KRAUS / GLESS in BUTH / HERMANNS (2004), § 4 Rz 1, S. 115.

4 Vgl. KRAUS / GLESS in BUTH / HERMANNS (2004), § 4 Rz 28, S. 125.

5 Vgl. FAR 1/1991, S. 3.


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