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Scholary Paper (Seminar), 2003, 29 Pages
Author: Dipl. Oec. Oliver Schaumann
Subject: Company formation, Business Plans
Details
Institution/College: University of Kassel
Tags: Franchising, Alternative, Existenzgründung, Chancen, Risiken, Projekt, Selbständigkeit, Unternehmensgründung
Year: 2003
Pages: 29
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 48 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-45734-7
File size: 281 KB
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Excerpt (computer-generated)
Franchising – eine Alternative zur klassischen
Existenzgründung?! Chancen und Risiken
von: Oliver Schaumann
Fachsemester: 04
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S. 2
2. Was ist „Franchising“? S. 5
- Herkunft, Entwicklung, moderne Definition, Erscheinungsformen -
3. Der Franchisenehmer S. 10
- Persönliche, charakterliche, fachliche und finanzielle Voraussetzungen -
4. Die Wahl des richtigen S. 15
5. Der Franchise-Vertrag S. 20
- Rechtliche Problematiken -
6. Fazit S. 22
7. Quellenverzeichnis S. 25
1. Einleitung
„Im amerikanischen San Bernardino hatte ein Vertreter für Milchmixgetränke im Jahr 1954 eine Erleuchtung. Normalerweise fuhr er nach einem Restaurant Termin sofort weiter, in die nächste Stadt, zum nächsten Termin. Diesmal blieb er: Einen Tag lang beobachtete er fasziniert den großen Kundenandrang in eben jenem Restaurant. Erst dann verließ er San Bernardino. Nach ein paar Wochen kam er wieder zurück in die kleine Stadt im amerikanischen Westen und kaufte den Restaurant Besitzern die Lizenz zur Vermarktung ihrer Verpflegungsvariante ab. Am 2. März 1955 ließ er seine Firma in das Handelsregister eintragen. Der Mann hieß Ray Kroc, die Firma McDonald’s. Der Grundstein für eines der weltweit größten und erfolgreichsten Franchise Unternehmen war gelegt.“1 Als eine Alternative zur klassischen Existenzgründung erfreut sich Franchising, vor allem durch solche Musterbeispiele wie McDonald’s, einem stetig wachsendem Zuspruch weltweit.2 In Deutschland ist die Franchise-Wirtschaft alleine im Zeitraum von 1997 – 2000 von knapp 500 Unternehmen auf über 800 gestiegen, wie die folgende Abbildung belegt.
Wachstum der Franchise-Wirtschaft in Deutschland3 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
Jedoch ist dieser Anstieg im gesellschaftlichen Aspekt von hoher Arbeitslosigkeit, (aktuell 4,314 Millionen Arbeitslose)4 und verschärfteren Wettbewerbsbedingungen in den Märkten zu sehen.5 Der Aspekt einer drohenden Arbeitslosigkeit lässt immer mehr Menschen den Weg in die Selbständigkeit als Chance, einer eventuell drohenden Erwerbslosigkeit zu entgehen, begreifen. Die Einführung der „ICH-AG“ durch die Politik sorgt aktuell dafür, dass sich immer größere Teile der Gesellschaft mit dem Thema Existenzgründung beschäftigen. Die Wirtschaftspolitik erhofft sich durch vermehrte Existenzgründungen eine starke Entlastung für den Arbeitsmarkt, „da statistisch gesehen pro Neugründung durchschnittlich drei bis vier neue Arbeitsplätze entstehen.“6 Jedoch scheitern im Umkehrschluss immerhin sieben von zehn Jungunternehmern in den ersten fünf Jahren.7 „Oft fehlen Existenzgründern, gerade kleinen und mittleren Jungunternehmen, ausreichende Ressourcen und Kontakte, um längerfristig dem Wettbewerb Paroli zu bieten.“8
Augrund dieser statistischen Eckdaten und dem Aspekt der verschärfteren Wettbewerbsbedingungen, erfährt die Existenzgründung mit einem Partner, auch als Franchising bekannt, immer größeren Zuspruch. Hierbei stellt „ein Unternehmen (Franchise-Geber) einem anderen Unternehmer (Franchise- Nehmer) gegen Gebühren oder Umsatzbeteiligungen die Rechte an einem Geschäftskonzept zur Verfügung. Der Franchise-Nehmer kann auf bewährte Konzepte zurückgreifen, das Risiko des Scheiterns einer Geschäftsidee wird minimiert. Jedoch muss er Einschränkungen im unternehmerischen Handeln in Kauf nehmen.“9 Der Kern dieser Kooperationsform ist, dass beide Parteien juristisch und finanziell eigenständige Unternehmen darstellen. Bei der Wahl eines Franchise-Systems hat der potentielle Franchise-Nehmer die Wahl zwischen über 1.000 konkurrierenden Systemen aus den Bereichen Einzelhandel, Dienstleistungen und Handwerk. Die positiv stimmende Überlebensquote von Jungunternehmern nach den ersten fünf Jahren innerhalb eines Franchise-Systems mit 70-80 %, liegt um 50% höher als bei klassischen Existenzgründern.10 Deshalb wird Franchising oftmals auch als die „risikoärmere Existenzgrüdnung“ bezeichnet.11
Ist das Franchising also die „bessere“ Existenzgründung?! Oder birgt auch diese Form Risiken? Gerade beim Einstieg in ein Franchise-Systems bedarf es einer noch genaueren Analyse seiner eigenen Persönlichkeit, seines Umfeldes und der finanziellen Ressourcen als bei einer klassischen Existenzgründung. Was ist ein Unternehmertyp? Für welchen Typ Existenzgründer ist Franchising überhaupt erfolgsversprechend? Was bedeuten die „Einschränkungen im unternehmerischen Handeln“ für einen Jungunternehmer? Diese Fragen und noch weitere sollen auf den folgenden Seiten zu erläutern versucht werden.
2. Was ist „Franchising“? - Herkunft, Entwicklung, moderne Definition, Erscheinungsformen -
[...]
1 Pattberg (2000)
2 vgl. Franchise-Net (2003a)
3 vgl. Deutscher Franchise Verband e.V. (2001), S.1
4 Stand: August 2003 [Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,264224,00.html]
5 vgl. hierzu und im Folgenden Pauli (1999), S.1
6 Pauli (1999), S.1
7 vgl. Pauli (1999), S.1
8 Franchise-Net (2003b), S.1
9 Franchise-Net (2003b), S.1
10 vgl. Pauli (1999), S.2
11 vgl. Pattberg (2000)
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