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Schulpraktische Studien I am Gymnasium am Ostring

Internship Report, 2004, 23 Pages
Author: Daniela Weingartz
Subject: French - Pedagogy, Didactics, Literature Studies

Details

Event: Hauptseminar
Institution/College: Ruhr-University of Bochum
Tags: Schulpraktische, Studien, Gymnasium, Ostring, Hauptseminar
Category: Internship Report
Year: 2004
Pages: 23
Grade: bestanden
Bibliography: ~ 9  Entries
Language: German
Archive No.: V49400
ISBN (E-book): 978-3-638-45871-9

File size: 273 KB
Notes :
Bericht über das Fachpraktikum im Fach Französisch



Excerpt (computer-generated)

Ruhr-Universität Bochum
Seminar für Sprachlehrforschung
Wintersemester 2003/04

Schulpraktische Studien I am Gymnasium am Ostring

von: Daniela Weingartz

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 1

1.1. Vorstellung der Schule 2

2. Modelle zur Präsentation von Lehrwerktexten 4

2.1. Beobachtungen zur Präsentation und Behandlung von Lehrwerktexten im Anfangsunterricht der Klassen 7 und 9 12

3. Schlussbetrachtungen 20

Bibliographie



 

1. Einleitung

Der vorliegende Bericht liefert einen Überblick über die schulpraktischen Studien. Er besteht aus der Vorstellung der Schule und den Beobachtungen eines speziellen Themas. Am 16.2.2004 nahm ich das fachdidaktische Praktikum für das Fach Französisch am Gymnasium am Ostring (im Folgenden auch durch GaO abgekürzt) auf. Nach kurzer Begrüßung der zehn Praktikanten durch den Schulleiter wurden wir einer Praktikumsbetreuerin überwiesen. Sie zeigte uns die Schule und stellte den Ablauf für die ersten beiden Praktikumstage vor. An dieser Schule wird so verfahren, dass jeder Praktikant am ersten Tag eine Klasse begleitet und in ihrem Unterricht hospitiert. Damit soll dem Praktikanten die Einfindung in den Schulalltag erleichtert werden. Am zweiten Tag schließt sich der Praktikant dem jeweiligen Fachlehrer an, um einen Einblick in seinen Unterricht zu erhalten. Für den weiteren Verlauf ist jeder Praktikant eigenständig verantwortlich, wobei von der Praktikumsbetreuerin Empfehlungen ausgesprochen wurden, in welchem Unterricht hospitiert werden kann. Ein Teil der Lehrer war zu diesem Zeitpunkt bereits mit der Betreuung eines Referendars, den Ab iturvorbereitungen ausgelastet oder grundsätzlich nicht zur Praktikantenaufnahme in seinen Unterricht bereit. Neben mir absolvierte gleichzeitig eine Studentin der Ruhr-Universität Bochum ihr Französisch-Praktikum, so dass es sich anbot, den Unterricht gemeinsam zu besuchen. In den ersten zwei Wochen hatten wir die Gelegenheit am Französischunterricht der 9. Klasse, die seit Beginn dieses Schuljahres Französisch lernt, sowie vereinzelt am Unterricht eines Französischgrundkurses der Jahrgangsstufe 12 teilzunehmen. Leider blieb uns der weitere Besuch der 9. Klasse in der zweiten Praktikumshälfte verwehrt, da ab diesem Zeitpunkt der Unterricht von einer Referendarin fortgeführt wurde. Der seit der ersten Woche geplante Besuch in der 7. Klasse konnte erst im Laufe der dritten Woche erfolgen, nachdem der zuständige Lehrer genesen war. Insgesamt hätte ich mir eine bessere Organisation seitens der Schule gewünscht. Ich hatte den Eindruck, dass die vier Französischlehrer mit zwei Referendaren und zwei Praktikanten überfordert waren und dies auch uns Praktikanten gegenüber deutlich zum Ausdruck brachten. Leider bot sich keine Möglichkeit, sich mit den Fachlehrern über den beobachteten Unterricht auszutauschen, was mir natürlich die Wahl einer geeigneten Stunde für meinen eigenen Unterrichtsversuch erheblich erschwerte. Um noch einen letzten Kritikpunkt anzubringen: Ich habe mit Bedauern festgestellt, dass den Lehrern nicht daran gelegen war, Werbung für ihre Schule zu machen. Es wäre für alle von Interesse gewesen, zu erfahren, dass das GaO eine so genannte Europaschule ist, und welche Projekte in diesem Rahmen veranstaltet werden. Ebenso habe ich Informationen über Schüleraustausche, Medieneinsatz, Fachräume etc. vermisst. In meinem Bericht werde ich mich mit der Präsentation von Lehrwerktexten befassen. Die Klasse 9 arbeitet mit dem Lehrwerk Cours Intensif I aus der Reihe Etudes Françaises, während die Klasse 7 mit dem Titel Découvertes 1 der gleichen Lehrwerkreihe arbeitet. In der Jahrgangsstufe 12 wurde eine Lektüre (Prosper Mérimée, Mateo Falcone) behandelt, worauf ich aber nicht näher eingehen werde.

1.1. Vorstellung der Schule

Die folgenden Erläuterungen sind dem umfangreichen Schulprogramm, das auf der Homepage der Schule veröffentlicht ist, entnommen. 1 Ich werde meine Ausführungen jedoch hauptsächlich auf die Möglichkeiten des Spracherwerbs beschränken. Das Gymnasium am Ostring ist eine städtische Schule für Jungen und Mädchen und wird von etwa 800 Schülern besucht, wobei beide Geschlechter gleich stark vertreten sind. Es wurde 1860 als altsprachliches, humanistisches Gymnasium gegründet und steht bis heute in altsprachlicher Tradition. Seine zentrale Lage in unmittelbarer Nähe zum Haup tbahnhof wird von vielen Schülern aus allen Stadtteilen als großer Vorteil betrachtet.

Das Kollegium umfasst ca. 50 Lehrkräfte, das regelmäßig durch Referendare unterstützt wird und an der Aufnahme von Fremdsprachenassistenten interessiert ist. Die Sprachenfolge am GaO ist nicht strikt vorgegeben, sondern lässt den Schülern als einzige Bochumer Schule bereits ab der 5. Klasse die Wahl zwischen Latein und Englisch. Wenn Latein ab Klasse 5 erlernt wird, belegt der Schüler ab dem Schuljahr 2004/2005 auch gleichzeitig das Fach Englisch, um die Englischkenntnisse aus der Grundschule aufzugreifen. Dieser spezielle Englischunterricht wird in der 5. Klasse im Umfang von zwei Wochenstunden erteilt und in der 6. Klasse mit drei Stunden fortgesetzt. Ziel des Englischunterrichts ist der kreative Umgang mit der Sprache sowie die Vorbereitung auf den kulturellen Austausch. Die Zeugnisnoten in Englisch sind noch nicht versetzungsrelevant. Der vorgezogene Englischunterricht soll einen problemlosen Anschluss in anderen Schulformen im Falle eines Wechsels gewährleisten. Obwohl Latein zu den alten Sprachen gehört, soll sie am GaO in den neusprachlichen Unterricht insofern miteinbezogen werden, dass lateinische Vokabeln als Merkhilfe beim Wortschatzerwerb der englischen bzw. romanischen Sprachen genutzt werden können. In der 7. Klasse kann erstmals seit dem Schuljahr 2003/2004 entsprechend mit Latein oder Französisch als zweite Fremdsprache begonnen werden. Ob die Wahl fortan etabliert wird, hängt von der Lernbereitschaft und dem Lernfortschritt der jetzigen 7. Klasse ab. In der 9. Klasse besteht die Möglichkeit neben Französisch, Altgriechisch als dritte Sprache zu wählen, während in der Jahrgangsstufe 11 zusätzlich Italienisch, Spanisch und Hebräisch angeboten werden. In der Sekundarstufe I finden regelmäßige Austausche mit England und Frankreich statt; Austauschprogramme in der Sekundarstufe II bestehen zwischen den europäischen Ländern Ungarn, Bulgarien, Ukraine, Dänemark, Finnland, Italien, Griechenland, Lettland, Polen, Schweden, Slowenien, Spanien und Tschechien. Die Schule beherbergt einen Fachraum für moderne Fremdsprachen mit installierter Video- und Satellitenanlage. Leider konnte ich diesen Fachraum weder persönlich sehen noch weitere Informationen über den Einsatz dieses Raumes in Erfahrung bringen.

2. Modelle zur Präsentation von Lehrwerktexten

[...]


1 http://www.ostring-online.de (Stand: 01.03.2004)


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