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"Kinder brauchen Märchen" - Pädagogische Werte der Märchen -

Seminararbeit, 2005, 14 Seiten
Autor: Susann Colditz
Fach: Pädagogik - Allgemein

Details

Veranstaltung: Pädagogisches Denken und Handeln
Institution/Hochschule: Berufsakademie Sachsen in Breitenbrunn
Tags: Kinder, Märchen, Pädagogische, Werte, Märchen, Pädagogisches, Denken, Handeln
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 14
Note: 1,9
Literaturverzeichnis: ~ 5  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V49472
ISBN (E-Book): 978-3-638-45920-4

Dateigröße: 185 KB


Textauszug (computergeneriert)

"Kinder brauchen Märchen" –
Pädagogische Werte der Märchen -

von: Susann Colditz

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 2

2. Biografie Bruno Bettelheim 2

3. Warum brauchen Kinder Märchen? 3

4. Eigenschaften von Märchen und die damit verbundenen pädagogischen Werte 4

5. Beispiele

5.1. Hänsel und Gretel 6
5.2. Rotkäppchen 8
5.3. Schneewittchen 9
5.4. Dornröschen 10
5.5. Aschenputtel 11

6. Schluss 11

7. Literaturverzeichnis 13

8. Anlagen 14




 

1. Einleitung

In der heutigen Zeit der Massenmedien, des Internets und des dauernden Fortschritts ist kaum zu glauben, dass es Geschichten gibt die schon seit Jahrhunderten existieren und trotzdem immer wieder weit verbreitet aktuell sind. Die Geschichten von mutigen Prinzen, armen oder traurigen Mädchen, guten Feen, bösen Hexen und vielen anderen Zauberwesen scheinen den Erwachsenen nie aus dem Gedächtnis zu entfallen und auch die Kinder immer wieder zu begeistern. Aufgrund dieser großen Beliebtheit der Märchen möchte ich in dieser Arbeit zum einem die Gründe dafür darstellen und zum anderen vor allem auf die Wirkung, die Märchen auf Kinder haben, eingehen. In diese Betrachtung beziehe ich sowohl pädagogische als auch psychologische Aspekte, welche ich auch anhand einiger bekannter Märchen der Gebrüder Grimm erläutern möchte. Bei dieser Darstellung werde ich mich, neben anderen Texten, vor allem auf das Buch „Kinder brauchen Märchen“ von Bruno Bettelheim beziehen.

2. Biografie Bruno Bettelheim

Bruno Bettelheim wurde am 28. August 1903, als Sohn eines Sägewerkbesitzers, in Wien geboren . Schon mit vierzehn Jahren zeigte er Interesse an der Psychoanalyse und bewegte sich bald im Kreis um Siegmund Freud. 1938 schloss er sein Studium der Philosophie mit einer Arbeit über Immanuel Kant ab. Noch im selben Jahr wurde Bettelheim als Jude in das KZ Dachau und später Buchenwald überführt. Nach zehn Monaten Aufenthalt wurde ihm erlaubt in die USA zu emigrieren. Im Jahr 1944 wurde er Leiter der dortigen „Orthogenic School“ und Assistenzprofessor für Kinder- und Jugendpsychologie, -psychiatrie und -pädagogik, wobei autistische Kinder zu einem seiner Schwerpunkte zählte. Bettelheims Werke zeichnen sich durch ein Plädoyer für Humanität und Verständnis aus. Sein Leben nahm nach einem Schlaganfall 1990 ein Ende. Zu seinem Werken, die er hauptsächlich zur Kindererziehung schrieb, gehören unter anderem „Ein Leben für Kinder“ (1987), „Themen meines Lebens“ (1990) und „Kinder brauchen Märchen“ (1982). (nach: www.wikipedia.de)

3. Warum brauchen Kinder Märchen?

Bruno Bettelheims Titel lautet „Kinder brauchen Märchen“. Dieser Titel hört sich so selbstverständlich an, deshalb möchte ich als erstes erläutern warum Kinder Märchen brauchen. Wenn man an Märchen denkt, tauchen alte Kindheitserinnerungen auf und man denkt daran wie es war als man die Märchen vorgelesen bekam. Vor allem ist es das Gefühl der Geborgenheit und der Wärme, die man durch die Eltern oder Großeltern erfahren hat. Für diesen Moment scheint es für das Kind nichts anderes, als denjenigen, der das Märchen vorließt und natürlich den magischen Inhalt des Märchens, zu geben. Ein Kind genießt in diesem Augenblick diese ungeteilte Aufmerksamkeit des Erwachsenen. Vor allem in der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit ist es sehr wichtig, sich Zeit für sein Kind zu nehmen und sich intensiv mit ihm zu beschäftigen. Und das soll nicht heißen, dass der Elternteil, während das Kind spielt, nur daneben sitzt. Diese Zuneigung wird sich sowohl auf das Kind und die Eltern einzeln positiv auswirken als auch auf die Beziehung zwischen den beiden. Neben dieser familiären und persönlichen Nähe, wirken sich die Märchen in vielerlei Hinsicht positiv auf das Kind aus. Da sie die Kinder so erreichen, dass sie ihnen bei der Bewältigung ihrer Problemlagen Lösungswege aufzeigen können, tragen sie natürlich auch zu der Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit bei. Dabei sollen Charaktereigenschaften, wie Fleiß und Faulheit, Schönheit und Hässlichkeit, Neid, Neugier und Hochmut oder Stärke und Schwäche, von den Kinder erkannt und verstanden werden. Abgesehen davon zeigen die Märchen dem Kind sehr offensichtlich, durch die Bestrafung Böser und die Belohnung Guter, was Gerechtigkeit heißt und eher unbewusst wie sie ihr inneres Gefühlschaos ordnen können. Außerdem können sie dem Kind, zum einen durch die strickte Unterscheidung zwischen Gut und Böse und zum anderen durch die Handlungsweise der Helden, eine Vorstellung von Normen und Werten geben. Auf all diese Punkte und auch weitere werde ich im nächsten Punkt tiefer eingehen. Natürlich haben Märchen auch ein medienpädagogischen Wert, denn die Kinder können mit solchen leichten Geschichten den Umgang mit Literatur üben. So wird eventuell Interesse und Neugier an der Literatur geweckt und somit ein Weg zur späteren Literatur geebnet. Für ein Kind ist es natürlich auch wichtig wenn es etwas gelesen hat, über das Gelesene mit jemanden zu reden oder eventuell entstandene Unsicherheiten zu klären. Damit wären wir wieder bei Punkt, dass Eltern oder andere Familienmitglieder für das Kind da sein sollten.

4. Eigenschaften von Märchen und damit verbundene pädagogische Werte

[...]


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