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Geschwister - Geliebte Rivalen

Scholary Paper (Seminar), 2005, 17 Pages
Author: Susann Colditz
Subject: Pedagogy - General

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2005
Pages: 17
Grade: 1,9
Bibliography: ~ 10  Entries
Language: German
Archive No.: V49474
ISBN (E-book): 978-3-638-45922-8

File size: 280 KB


Excerpt (computer-generated)

Geschwister - Geliebte Rivalen

von: Susann Colditz

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3

2. Merkmale 3

3. Geburtsrangplatz und Persönlichkeit 4

3.1. Erstgeborene und das Entthronungstrauma 5
3.2. Die „Sandwich-Position“ - Mittlere Kinder 5
3.3. Letztgeborene – Nesthäkchen 6

4. Geburt eines zweiten Kindes 6

4.1. Drei-Phasen-Modell 7

4.1.1. Erste Phase 7
4.1.2. Zweite Phase 7
4.1.3. Dritte Phase 8

4.2. Rivalität 8

5. Altersabstand 10

5.1. Kleiner Altersabstand 10
5.2. Mittlerer Altersabstand 10
5.3. Großer Altersabstand 11
5.4. Günstiger Altersabstand 11

6. Art der Geschwisterbeziehung 11

6.1. Enge Identifikation 12
6.2. Teilidentifikation 12
6.3. Geringe Identifikation 12

7. Einzelkinder 13

8. Schluss 14

9. Literaturverzeichnis 16

10. Abbildungsverzeichnis 18

 




1. Einleitung

„Geschwisterbeziehungen reichen in die
ersten vorsprachlichen Tage der Kindheit zurück und
bestehen oft bis ins hohe Alter.
Sie sind die dauerhaftesten aller Bindungen.
Eltern sterben, Freunde verschwinden, Ehen lösen sich auf.
Aber Geschwister können sich nicht scheiden lassen,
und selbst wenn sie 20 Jahre nicht mehr mit einander sprechen,
bilden Blutsbande und gemeinsame Geschichte ein unauflösliches Band“
(Klagsbrun, 1993)

Beginnend mit diesem Zitat von Francine Klagsbrun (zitiert nach: http.//www.phheidelberg. de/wp/roos/ 28.05.2005), möchte ich in dieser Arbeit tiefer auf das Thema Geschwisterbeziehungen eingehen. Anhand verschiedener Forschungs- und Untersuchungsergebnisse möchte ich darauf eingehen, welche Rolle die Geschwisterzahl, der Altersabstand und die Geschwisterkonstellation in der Beziehung spielt. Weiterhin möchte ich Merkmale verschiedener Beziehungen und den damit verbundenen Zusammenhang mit der Entwicklung und der Sozialisation eines Kindes darstellen. Da Rivalität unter Geschwistern keine Seltenheit ist möchte ich Gründe dafür finden und in diesem Zusammenhang auf die Geburt eines zweiten Kindes eingehen und erläutern wie die Eltern für ein harmonisches Familienklima sorgen können. Laut der Statistik des statistischen Bundesamtes werden Familien mit Geschwisterkindern immer seltener. Aufgrund dieses Wandels der Familie in der heutigen Zeit und der weitverbreiteten Ein-Kind-Familie möchte ich auch auf das Thema Einzelkind eingehe n und untersuchen ob die Vorurteile die über Einzelkinder verbreitet sind, doch Wahrheiten oder ob es wirklich nur Vorurteile sind.

2. Merkmale der Geschwisterbeziehung

Mit dem Begriff „Geschwister“ bezeichnet man Individuen, die über eine teilweise identische genetische Ausstattung verfügen, weil sie dieselbe Mutter bzw. denselben Vater haben und „Beziehung“ heißt, dass zwischen zwei Personen ein zwischenmenschliches Verhältnis existiert. Die Beziehung zwischen Geschwistern ist eine ganz besondere und besitzt etwas Schicksalhaftes, da sie im Grunde von den Geschwistern nicht frei gewählt wird, sondern sie ohne Wahlfreiheit in die gleiche Familie hineingeboren wurden. Sie müssen Vorlieb nehmen mit den gleichen Eltern, leben in der selben Wohnung, sind beständig zusammen und besitzen ähnliche Dinge. Schon aufgrund dieser Besonderheit besteht und erhält sich die Beziehung zwischen den Geschwistern und hebt sich so von allen andern sozialen Beziehungen, wie Freundschaften, Bekanntschaften oder Partnerschaften ab. Hartmut Kasten bezeichnet die Geschwisterbeziehung deshalb auch zurecht als „die Längste aller Sozialbeziehungen des Menschen“ (Kasten, 2003, S. 152). Durch dieses enge Zusammenleben von klein auf, können Geschwister ein Höchstmaß an Intimität erreichen, wie es in keiner anderen Beziehung noch einmal auftreten kann. Durch die Intensität von Zusammenhörigkeit und Vertrautheit zwischen Geschwistern können sich mehr oder weniger ausgeprägte, ungeschriebene Verpflichtungen, die sich in solidarischen, Anteil nehmendem, hilfsbereitem und hilfreichem Verhalten manifestieren, ergeben (http.//www.ph-heidelberg.de/wp/roos/ 28.05.2005). Typisch für eine Geschwisterbeziehung ist außerdem das gleichzeitige Vorhandensein von intensiven Gefühlen, sowohl positiven als auch negativen. Obwohl Geschwister Liebe und Zuneigung empfinden können sie gleichzeitig auch Ablehnung und Hass empfinden und diese Gefühle in ihren Handlungen ausdrücken. Meist äußert sich dieses Merkmal in einem heftigen Streit, welcher aber nach kurzer Zeit wieder vergessen ist und alles wieder so ist wie es vorher einmal war. Und das ist das schöne an dieser Beziehung, man kann sich streiten wie man will, aber man findet immer wieder zueinander zurück. Wenn ein sehr heftiger Streit darin endet, dass Geschwister keinen Kontakt mehr miteinander haben, kann die Geschwisterbeziehung trotzdem nicht beendet werden wie eine Freundschaft, weil sie immer fort wirkt und bestehen bleibt. Eine weitere Besonderheit an der Geschwisterbeziehung ist, dass sich die Charaktere der Geschwister in fast allen Fällen sehr gegensätzlich sind. Neuste Forschungen haben ergeben, dass Geschwister so verschieden sind, weil sie es müssen, in dem Fall ist eine Art Überlebensstrategie, im Kampf um die Gunst der Eltern (Rando & Sentker, 2005, S.13).

3. Geburtsrangplatz und Persönlichkeit

Verschiedene Forschungen gehen davon aus, dass die Stellung in der Geschwisterreihe erheblichen Einfluss auf die Erziehung und Sozialisation des Kindes hat und damit auch die Persönlichkeit des Kindes entscheidend formt.

3.1. Erstgeborene und das Entthronungstrauma

[...]


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