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Scholary Paper (Seminar), 2005, 18 Pages
Author: Susann Colditz
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Institution/College: University of Cooperative Education Breitenbrunn
Tags: Menschen, Behinderungen, Gesellschaft, Vergleich, Integration, Selbstbestimmung, Arbeitsfeldseminar, Arbeit, Menschen
Year: 2005
Pages: 18
Grade: 2,2
Bibliography: ~ 19 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-45923-5
File size: 232 KB
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Excerpt (computer-generated)
Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft –
Ein internationaler Vergleich zur Integration und
Selbstbestimmung -
von: Susann Colditz
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Begriff Behinderung 3
3. Schweden 4
3.1. Sozialpolitische Grundlage 4
3.2. Integration durch Wohnen 5
3.3. Freizeit, Beschäftigung und Arbeit 7
3.4. Das schwedische Assistenzmodell 7
4. USA 8
4.1. ADA – Ein Gleichstellungsgesetz 8
4.2. Die Independent Living-Bewegung 8
4.3. Peer Support 9
5. Entwicklungsländer 10
5.1. Armut und Behinderung 11
5.2. Einstellung gegenüber Menschen mit Behinderung 11
5.3. Community Based Rehabilitation (CBR) 12
5.4. Beispiel “Mama Aladie” 14
6. Überlegungen zum Vergleich zu Deutschland 15
7. Schluss 16
8. Literaturverzeichnis 17
9. Anlagen 19
10. Selbständigkeitserklärung 20
1. Einleitung
Nach Schätzungen der WHO leben weltweit rund 500 Millionen Menschen, etwa 10 – 15 % der Gesamtbevölkerung, mit einer Behinderung, dass heißt sie sind blind, gehörlos, psychisch, geistig oder körperlich behindert. In Deutschland leben rund 6,6 Mio. behinderte Menschen (vgl. www.destatis.de 29.11.2005). Diese machen aber nur einen kleinen Teil der Gesamtzahl aus. Aus diesem Grund möchte ich mit dieser Arbeit einen Blick über den Tellerrand werfen und die Situation von behinderten Menschen in unserer Welt beleuchten. Da eine lückenlose Untersuchung bzw. Beschreibung der Lage, den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde, habe ich meine Betrachtung auf einige Länder, wie die USA, Schweden und die Länder der sogenannten Dritten Welt, beschränkt. Im Zusammenhang mit der Situation von behinderten Menschen in der Gesellschaft sollte vorerst geklärt werden welche Bereiche wichtig sind zu betrachten. Die Erfüllung von Bedürfnissen, wie Wohnen, Arbeit oder Freizeit scheinen ausschlaggebende Faktoren zur Beschreibung der Lage von Menschen mit Behinderung zu sein. In dieser Arbeit möchte ich aber teilweise auf die Wohnsituation von behinderten Menschen eingehen und vor allem darstellen was das jeweilige Land, im Zusammenhang mit der Arbeit für Menschen mit Behinderung, für behinderte Menschen tut und mit welchen Programmen es zu einem selbstbestimmten Leben der Betroffenen beiträgt. Mit dieser Betrachtung möchte ich auch versuchen einen Vergleich zu Deutschland anzustellen bzw. herausfinden an welchem Punkt Deutschland im Gegensatz zu den anderen Ländern steht, ob es irgendwelche parallele Entwicklungen gibt oder ob sich vielleicht sogar mögliche Verbesserungsmöglichkeiten für Deutschland gibt.
2. Begriff – Behinderung
Um einen Einstieg in dieses Thema zu finden möchte ich kurz auf die Klärung des Begriffes Behinderung eingehen. Außerdem soll in diesem Abschnitt geklärt werden welche Reaktionen es auf bestimmte Behinderungen bzw. überhaupt auf behinderte Menschen in der Gesellschaft gibt. Sowohl in den europäischen Ländern als auc h international allgemein gibt es eine große Bandbreite, was als Behinderung betrachtet wird und welche Methoden zu deren Bestimmung verwendet werden (vgl. Bürli 1997, S. 65). Die Weltgesundheitsorganisation spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Sie gibt mit der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (International Classification of Functioning, Disability and Health) von 2001 eine Grundlage für alle Mitgliedsstaaten der Vereinigten Nationen zur Beschreibung des funktionalen Gesundheitszustandes, der Behinderung, der sozialen Beeinträchtigung und der relevanten Umgebungsfaktoren einer Person. Mit dieser Richtlinie kann zwar festgestellt werden wer eine Behinderung hat, aber wie damit nun in der Gesellschaft umgegangen wird ist eine andere Frage. Behinderung wird gekennzeichnet durch die sozialen Folgen einer Schädigung, die innerhalb verschiedener Kulturen und Gesellschaften unterschiedliche Reaktionen, auf Grund verschiedener Minimalvorstellungen, hervorrufen können. Dass heißt eine Beeinträchtigung, die in unserem Kulturkreis bzw. in unserem gesellschaftlichen Kontext als Behinderung gilt, muss nicht zwangsläufig in anderen Gesellschaften auch als Behinderung angesehen werden. Cloerkes und Neubert haben bei ihrem Untersuchungen über behinderte Menschen in verschiedenen Kulturen nur eine Kultur, die Fellachen, ausfindig machen können bei der eine geistige Behinderung als heilig angesehen wird, bei allen anderen 24 untersuchten Kulturen wird sie als Andersartigkeit anerkannt (vgl. Cloerkes/Neubert 2001, S. 44). Insofern ist Behinderung auch immer das Ergebnis sozialer Bewertungsprozesse, woraus sich oft eine soziale Benachteilung des Menschen mit der Behinderung ergeben kann. Diesem Bewertungsprozess geht die Wahrnehmung eines typischen, außergewöhnlichen Merkmals voraus, wovon sofort auf eine Andersartigkeit, die negative Reaktionen hervorruft, geschlossen wird. Cloerkes und Neubert beschreiben dies so, dass erstens eine Spontanreaktion oder Aufmerksamkeit durch Merkmale der Behinderung im körperlichen, geistigen oder psychischen Bereich hervorgerufen wird und zweitens diesen ein negativer Wert zu geschrieben wird (vgl. Cloerkes/Neubert 2001, S. 34).
3. Schweden
Schweden erfreut sich des Rufs eines fortschrittlichen Sozialstaates und ist oft ein Vorbild für andere Länder im Hinblick auf die Arbeit mit behinderten Menschen. In diesem Abschnitt möchte ich auf das große Vorzeigeprogramm der Enthospitalisierung eingehen und darstellen wie Menschen mit Behinderungen in Schweden zu einem selbstbestimmten Leben verholfen wird.
3.1. Sozialpolitische Grundlage
[...]
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