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Scholary Paper (Seminar), 2003, 20 Pages
Author: Theresa Wachauf
Subject: German Studies - Linguistics
Details
Institution/College: University of Wuppertal
Tags: Grundlagen, Kommunikation, Gesprächsanalyse, Grundlagen, Kommunikation
Year: 2003
Pages: 20
Grade: gut
Bibliography: ~ 4 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-45954-9
ISBN (Book): 978-3-638-88836-3
File size: 189 KB
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Abstract
Einleitung „Die Wurzeln der linguistischen Gesprächsanalyse sind in der (amerikanischen) Ethnomethodologie zu suchen, d.h. in der Beschäftigung mit Ordnungen und Strukturen, die dem Handeln und den Interaktionen der Menschen in verschiedenen Kulturen und Ethnien zugrunde liegen.“ (Linke/Nussbaumer/Portmann 1994, S.258). Über Gesprächsanalyse lässt sich im Allgemeinen sagen, dass ihr Gegenstandsbe-reich fast ausschließlich die ‚gesprochene Sprache’ ist. Die Analyse beschäftigt sich in erster Linie mit den verschiedenen sprachlichen Verhaltensweisen der Gesprächspartner. Allerdings legt die Forschung nicht nur Wert auf die Sprache, sondern auch auf körperliche Gestikulation und Mimik. Um diese Verhaltensweisen gut analysieren zu können werden in der Forschung gerne Ton- und Videoaufzeichnungen, genauer gesagt Transkripte von Gesprächen verwendet. Einige Bereiche der Gesprächsanalyse sind unter anderem der Zusammenhang zwischen Rede und Gegenrede, die Rollenverteilung während eines Sprechaktes, die Sprecherwechsel, der Anfang und das Ende eines Gesprächs und die Themenwahl. Weiterhin beschäftigt sich die Forschung mit der „Aufdeckung unbewusster Regeln und Automatismen“ (Linke/Nussbaumer/Portmann 1994, S.259). In meiner Arbeit beschäftigen mich unter anderem Fragen wie: Wie kommt man in einem Gespräch zu Wort? Wie erfolgt der Sprecherwechsel? Woran merkt man, wenn ein Gesprächsbeitrag zu Ende ist? Wie ist die Rollenverteilung?
Excerpt (computer-generated)
Bergische Universität Wuppertal
Proseminar: Grundlagen der mündlichen Kommunikation
2. Semester
Gesprächsanalyse
von: Theresa Wachauf
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Forschungsgegenstand ‚Gespräch’ 2
3. Die ‚Teile’ des Gespräch 3
3.1 Die Anfangsphase des Gesprächs 3
3.2 Die Gesprächsmitte (Hauptteil) 3
3.3 Die Beendigungsphase 3
4. Kategorien der Gesprächsanalyse 4
4.1 Mikrostruktur 4
4.2 Makrostruktur 4
4.2.1 Die Anfangsphase des Gesprächs 4
4.2.2 Die Gesprächsmitte (Hauptteil) 5
4.2.3 Die Beendigungsphase 5
5. Beteiligungsrollen 6
6. Analysekategorien 7
6.1 Sprecherwechsel 7
6.2 Formen des Sprecherwechsels 8
6.3 Sprecher 8
6.4 Hörer 9
6.5 Organisationspannen und Reparaturmechanismen 9
6.6 Funktion der Partikel 10
6.7 Funktion nonverbalen Verhaltens 11
7. Methodologischer Exkurs 13
7.1 Transkription 13
8. Zum Verhalten benachbarter Gesprächsbeiträge 15
8.1 Initiierung vs. Respondierung 15
8.2 Paarigkeit von Gesprächsbeiträgen 15
8.3 Responsivität und Nicht-Responsivität 15
8.4 Textuelle Verknüpfung von Gesprächsbeiträgen 15
9. Die Rollen der Gesprächspartner 16
9.1 Institutionelle bzw. organisatorische Rollen 16
9.2 Akzidentelle funktionale Rollen 16
9.3 Feste soziale Rollen 16
10. Wichtige Gesprächsregeln 17
11. Fazit 18
12. Literatur 18
1. Einleitung
„Die Wurzeln der linguistischen Gesprächsanalyse sind in der (amerikanischen) Ethnomethodologie zu suchen, d.h. in der Beschäftigung mit Ordnungen und Strukturen, die dem Handeln und den Interaktionen der Menschen in verschiedenen Kulturen und Ethnien zugrunde liegen.“ (Linke/Nussbaumer/Portmann 1994, S.258). Über Gesprächsanalyse lässt sich im Allgemeinen sagen, dass ihr Gegenstandsbereich fast ausschließlich die ‚gesprochene Sprache’ ist. Die Analyse beschäftigt sich in erster Linie mit den verschiedenen sprachlichen Verhaltensweisen der Gesprächspartner. Allerdings legt die Forschung nicht nur Wert auf die Sprache, sondern auch auf körperliche Gestikulation und Mimik. Um diese Verhaltensweisen gut analysieren zu können werden in der Forschung gerne Ton- und Videoaufzeichnungen, genauer gesagt Transkripte von Gesprächen verwendet. Einige Bereiche der Gesprächsanalyse sind unter anderem der Zusammenhang zwischen Rede und Gegenrede, die Rollenverteilung während eines Sprechaktes, die Sprecherwechsel, der Anfang und das Ende eines Gesprächs und die Themenwahl. Weiterhin beschäftigt sich die Forschung mit der „Aufdeckung unbewusster Regeln und Automatismen“ (Linke/Nussbaumer/Portmann 1994, S.259). In meiner Arbeit beschäftigen mich unter anderem Fragen wie:
Wie kommt man in einem Gespräch zu Wort?
Wie erfolgt der Sprecherwechsel?
Woran merkt man, wenn ein Gesprächsbeitrag zu Ende ist?
Wie ist die Rollenverteilung?
2. Forschungsgegenstand ‚Gespräch’
Sprache ist für die Menschen eines der wichtigsten Kommunikationsmittel. Die Sprache hat schon vom Säuglingsalter an eine hohe entwicklungspsychologische Bedeutung. Die Eltern sogen in den meisten Fällen für eine ausgeprägte gute Sprachförderung. Sogar beim Schreiben von Tagebüchern oder Gedichten sind wir uns meist selbst ein Gesprächspartner, oder stellen uns einen solchen vor. Das Gespräch ist die grundlegende Form des Sprachgebrauchs. Man unterscheidet die mündlich realisierte Sprache in der Gesprächsanalyse von der schriftlich realisierten Sprache der Textlinguistik.
Grundlegend lässt sich sagen, dass die gesprochene Sprache meist dialogisch vorkommt und somit immer mindestens zwei Personen beteiligt sind. Entscheidende Aspekte sind unter anderem die Zeit oder der Ort, aber auch das Verhältnis zwischen den Gesprächspartnern. Wir verstehen Gespräche nur im kompletten Zusammenhang. Es ist schwierig, den Sinnzusammenhang eines Gesprächs aus seinen einzelnen Teilen heraus zu verstehen. Anders ist es allerdings bei der Gesprächsanalyse. Das Gespräch wird in kleine Teilstücke untergliedert, und untersucht.
Im Groben unterscheidet man bei der Gesprächsanalyse zwei Untersuchungsperspektiven.
- Die an thematisch-inhaltlichen Prozessen interessierte Perspektive: Hierbei geht es darum, wie ein Thema ‚bearbeitet’ wird, wie die GesprächspartnerInnen ihre Beiträge inhaltlich koordinieren oder wie sich ein Gesprächsfaden bildet? Auch dreht es sich um die hierarchischen Bezüge zwischen den einzelnen Themen und nach Formen und Möglichkeiten des Themenwechsels.
- Die auf Organisationsform gerichtete Perspektive; Hierbei geht um die Fragen nach dem Zusammenspiel der GesprächspartnerInnen in organisatorischer Hinsicht: Wer spricht wann, wie lange, wie oft, wer kommt auf welche Weise zu Wort, etc. Des Weiteren sind in diesem Zusammenhang drei Hauptebenen zu nennen, welche die organisatorische Form des Gesprächs bilden.
3. Die ‚Teile’ des Gesprächs
Die Makrostruktur aller Gespräche lässt sich in drei Teile unterteilen:
3.1 Die Anfangsphase des Gesprächs
- meist nonverbal durch Blickkontakt
- dann verbal durch den Austausch von Grußfloskeln
- Absprache, organisatorische Fragen, Wahl, … (eher offizielle Gesprächssituationen)
- Länge der Phase ist abhängig vom Bekanntheitsgrad, Teilnehmerzahl, Zeit…
Faustregel: je besser sich die Gesprächspartner kennen und je kürzer die letzte Begegnung zurück liegt, umso kürzer ist die Eröffnungsphase
3.2 Die Gesprächsmitte (Hauptteil)
[...]
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