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Bevölkerungsentwicklung in der Schweiz zur Zeit der Industriellen Revolution close

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Bevölkerungsentwicklung in der Schweiz zur Zeit der Industriellen Revolution

Scholarly Research Paper, 2005, 21 Pages
Authors: Olivia Schütt, Janine Meyer, Oriana Somarriba, Tobias Nussbaum
Subject: Communications: Research, Studies, Enquiries

Details

Category: Scholarly Research Paper
Year: 2005
Pages: 21
Grade: Bestnote
Bibliography: ~ 10  Entries
Language: German
Archive No.: V49650
ISBN (E-book): 978-3-638-46039-2

File size: 915 KB
Notes :
Die Arbeit befasst sich mit dynamischen Mustern.



Excerpt (computer-generated)

Bevölkerungsentwicklung in der Schweiz
zur Zeit der Industriellen Revolution

von: Olivia Schütt, Tobias Nussbaum,
Oriana Somarriba und Janine Meyer

 


1. Abstract  3

2. Einleitung  4

3. Die Industrialisierung in Europa  5

4. Fazit  14

5. Prognose mit Stella 14

6. Schlusswort und Ausblick  16

7. Literaturverzeichnis 17

8. Abbildungs- und Tabellenverzeichnis 18

9. Anhang  19
 



 

1. Abstract

In dieser Arbeit betrachten wir die Entwicklung und die räumliche Verteilung der Bevölkerung in der Schweiz im Zeitalter der industriellen Revolution. Die Analyse dient der Darstellung von räumlichen und zeitlichen Mustern und dem Nachweis, dass die räumlichen Muster von den zeitlichen bedingt werden. Wir erläutern die Grundzüge der industriellen Revolution und deren Auswirkungen auf die Bevölkerung. Dabei gehen wir nicht ausschliesslich auf die Gesamtbevölkerung ein, sondern betrachten auch einige Teilgruppen.

2. Einleitung

Denkt man an „Muster“, so denkt man zuerst meist an Räumliches: An Teppichmuster beispielsweise oder an Mosaike, Ornamente, Fliesen. Gleiche oder ähnliche Figuren – Muster – wiederholen sich in einem Raum; möglicherweise in verschiedene Richtungen, sich überlagernd, begrenzt oder „endlos“. Aber da gibt es nicht nur diese Art von Mustern. Man spricht auch von Mustern, wenn sich etwas bewegt, verändert; die Rente zum Beispiel oder das Pflanzenwachstum. Jene nennt man „dynamische“ oder „zeitliche Muster“. Durch diese Art von Mustern entstehen dann räumliche Muster, wie das Aussehen der Pflanze oder deren Blätter. Wir leben in Mustern und unser Leben wird in Mustern dargestellt. Ob und wie wir diese Muter wahrnehmen, hängt jedoch ganz von den äusseren Umständen ab, aber auch von uns selber und unserer eigenen Wahrnehmung der Realität. Wo beispielsweise Christoph Blocher Schlösser und Schlachten sieht, sieht Charlie Brown nur Pferdchen und Entchen. In diesem Zusammenhang ist es interessant zu erwähnen, dass „wahrnehmen“ ursprünglich „währen lassen“, „beständig machen, behalten“ (Vgl. Etymologischer Duden) bedeutete. Dennoch verändert sich das „Gewohnheitstier“ Mensch laufend. Und mit ihm verändern sich seine Umwelt und deren Muster.

In unserer Arbeit versuchen wir nun am Beispiel der Schweiz zu zeigen, wie räumliche Muster von zeitlichen bedingt werden. Die Motivation, ausgerechnet die Schweiz zur Zeit der Industrialisierung zu wählen, liegt darin, dass wir erstens in der Schweiz leben und uns mit dem Land identifizieren können, und zweitens darin, dass die Industrialisierung allgemein eine interessante Zeit im Hinblick auf die Veränderung der Bevölkerungszahl darstellt. Wir gingen davon aus, dass ein exponentielles Wachstum bei der Bevölkerungsentwicklung stattgefunden haben muss, wie dies beispielsweise in England der Fall gewesen ist. Im Laufe unserer Recherchen haben wir allerdings festgestellt, dass der Anstieg der Wachstumsrate in der Schweiz nicht so markant war und es keine Bevölkerungsexplosionen gab.

3. Die Industrialisierung in Europa

„Auf einem Hügel erheben sich dreissig oder vierzig Fabriken. Mit ihren sechs Stockwerken ragen sie hoch in die Luft. Ihr unabsehbarer Bereich kündet weithin von der Zentralisation der Industrie.“ (Alexis de Tocqueville während seiner Reise nach England, um 1835). In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts begann in England die industrielle Revolution. Ihr Motor war sowohl in England, wie auch in der Schweiz, die Textilindustrie, deren Mechanisierung zum Aufbau der Maschinenindustrie und auch der chemischen Industrie führte. Letztere hat aufgrund der Herstellung von Farbstoffen von der Industrialisierung profitiert. Mit dieser Revolution setzte nun nicht nur ein Strukturwandel in der Wirtschaft ein, es begann auch eine Umwälzung in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Durch die Aufhebung der Heiratsschranken, mehr verfügbare Nahrungsmittel und massgebliche Verbesserungen in der Medizin und der Hygiene, wuchs die Bevölkerung rasant. Alexis de Tocqueville soll während seiner Reise durch England weiter gesagt haben: „Um sie [die Fabriken] herum sind gleichsam willkürlich die ärmlichen Behausungen der Arbeiter verteilt. […] je zwölf bis fünfzehn menschliche Wesen wahllos zusammengepfropft.“ De Tocqueville ist damit – wohl ungeahnt – Zeuge einer der grossen Umwälzungen dieser Welt geworden. Doch auch wenn die Indus trialisierung Effizienzsteigerungen, Wirtschaftswachstum und somit auch volle Kassen – wenigstens für die Besitzer der Manufakturen – bedeutete, so stellte sich bald die so genannte soziale Frage: „Wie soll man die durch die industrielle Revolution entstandenen neuen Probleme lösen?“ Denn für die Masse der Bevölkerung bedeutete sie erst einmal unmenschliche Arbeits- und Wohnbedingungen, Existenznot und Armut.

Abb. 1: Eine Arbeiterfamilie um 1900 „wahllos zusammengepfropft“ [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

4. Die Schweizer Bevölkerung um 1900

[...]


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