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Kritische Analyse alternativer Verfahren zur Herstellung der Zielkosten im Rahmen des Target Costing

Scholary Paper (Seminar), 2005, 25 Pages
Author: Marcel Häusler
Subject: Economics / Business: Controlling

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2005
Pages: 25
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 20  Entries
Language: German
Archive No.: V49683
ISBN (E-book): 978-3-638-46066-8

File size: 507 KB
Notes :
Verfahren (Market into Company usw.) zur Herleitung der Zielkosten werden dargestellt und anhand einheitlicher Kriterien beurteilt.



Excerpt (computer-generated)

Kritische Analyse alternativer Verfahren zur Herstellung der
Zielkosten im Rahmen des Target Costing

von: Marcel Häusler

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung  3

1.1 Aktualität und Problemstellung  3
1.2. Zweck dieser Arbeit und Gang der Untersuchung  3

2. Grundlagen des Target Costing  4

2.1 Zielsetzungen und Zweck  4
2.2 Ursprung und Definition des Target Costings  4
2.3 Wesentliche Kennzeichen des Target Costing  5
2.4 Wesentliche Phasen des Target Costing 8

2.4.1 Die Bestimmung der Zielkosten 8
2.4.2 Die Zielkostenspaltung – Zerlegung der Zielkosten auf einzelne Bauteile 9
2.4.3 Zielkostenerreichung - Die Umsetzung durch das Zielkostenmanagement  11

2.5 Anforderungskatalog für die Verfahren zur Zielkostenbestimmung 12

3. Alternative Verfahren zur Zielkostenbestimmung  14

3.1 Überblick über die verschiedenen Verfahren 14
3.2. Subtraktionsverfahren 14

3.2.1 Market into Company 14
3.2.2 Out of Competitor 16

3.3 Additionsverfahren 16

3.3.1 Out of Company  17
3.3.2 Out of Standard Costs 17
3.3.3 Out of Value Chains  17

3.4 Gegenstromverfahren 18

3.4.1 Into and out of Company 18

4. Kritische Beurteilung der Eignung der einzelnen Verfahren   19

4.1 Market into Company 19
4.2 Out of Competitor 20
4.3 Out of Company  20
4.4 Out of Standard Costs 21
4.5 Out of Value Chains  21
4.6 Into and out of Company 21
4.7 Zusammenfassung der Kritik an den verschiedenen Verfahren 22

5. Schlussbetrachtung  23




 

1. Einleitung

1.1 Aktualität und Problemstellung

Der europäische Markt ist gekennzeichnet von einem immer stärker werdenden Konkurrenz- und Preisdruck. Insbesondere auf gesättigten und hart umkämpften Märkten, wie etwa der Automobilindustrie, findet ein harter Verdrängungswettkampf statt. Gleichzeitig stehen Unternehmen vor der Herausforderung, ihre Produkte auf die Kundenwünsche auszurichten. Ein Artikel in der aktuellen Ausgabe der Wirtschaftwoche belegt welchen hohen Stellenwert diesem Problem beigemessen wird, bzw. beigemessen werden sollte.1 Ein wichtiges Mittel dafür ist die Kostenrechnung bzw. das Kostenmanagement. Mit der zunehmenden Wettbewerbsintensität muss das Kosten- und Erfolgscontrolling jedoch nicht nur interne Leistungsdaten nutzen, sondern in verstärkten Maße auch marktorientierte Kosten- und Erlösinformationen in die Planungs- und Kontrollinstrumente integrieren. Das in dieser Arbeit näher betrachtete Target Costing stellt eine Neuausrichtung des Kostenmanagement auf Strategie- und Marktorientierung dar.

1.2. Zweck der Arbeit und Gang der Untersuchung

Zweck dieser Arbeit ist es, die bekannten Verfahren zur Bestimmung der Zielkosten auf ihre Eignung zu überprüfen, um eine erfolgreiche Anwendung in den unterschiedlichen Situationen zu gewährleisten. Dazu wird im ersten Abschnitt zuerst die Funktionsweise des Target Costing mit den wichtigsten Phasen dargestellt und anschließend ein Anforderungskatalog für die Verfahren zur Bestimmung der Zielkosten aufgestellt. Anhand dieses Anforderungskatalogs wird später eine kritische Beurteilung durchgeführt. In dem folgenden Hauptabschnitt werden die bekannten Verfahren gegliedert nach ihrer Funktionsweise zuerst erläutert und anschließend einer kritischen Prüfung unterzogen. Insbesondere wird hier auf eine grundsätzliche Eignung sowie auf Vor- und Nachteile im Bezug auf unterschiedliche Produkte bzw. unterschiedliche Märkte eingegangen.

2. Grundlagen des Target Costing

2.1 Zielsetzungen und Zweck

Ziel des Target Costing ist es, über die Konzentration auf die Gestaltung und Herstellung der einzelnen Produkte das gesamte Unternehmen auf den Markt auszurichten, sowie die Produktrentabilität auch bei steigender Wettbewerbsintensität zu erhalten bzw. sie noch zu steigern.2 Die in dieser Arbeit näher betrachteten Verfahren haben den Zweck, die Zielkosten unter Anwendung unterschiedlicher Vorgehensweisen zu bestimmen. Die sich in der Literatur wieder findenden Verfahren sind aufgrund unterschiedlicher Ansätze verschieden geeignet, eine genaue Betrachtung soll deshalb Fehler in der Anwendung vermeiden helfen.

2.2 Ursprung und Definition des Target Costings

Das Konzept des Target Costing (japanisch: „genka kikaku“3, oder auch „Mokuhyou Genkakeisan“ 4,) wurde ursprünglich 1965 von Toyota in Japan entwickelt und wird seit den 70er Jahren von japanischen Unternehmen angewandt. Es handelt sich dabei nicht um einen grundsätzlich neuen Ansatz, sondern um eine Verbindung bestehender Instrumente des Kostenmanagements. In den 80`er Jahren wurde dieses Konzept in den USA hauptsächlich von japanischen Autoren bekannt gemacht und gelangte über diesen Weg auch nach Europa. Dort wird es insbesondere in wettbewerbsintensiven Märkten mit hoch technisierten Produkten, wie etwa dem Automobilbau, der Elektronikindustrie oder dem Werkzeugmaschinenbau verwendet. An dem Beispiel des Automobilbaus lässt sich dabei zeigen, dass die asiatischen Anbieter in der Lage waren, ihre Leistungsdefizite (wie Qualität und Service) zu verringern und gleichzeitig ihre Kostenvorteile zu behalten.5

In der Literatur finden sich unterschiedliche Definitionen des Begriffs Target Costing. Ursprünglich wurde es in Japan als ein Instrument der Kostenplanung entwickelt. Es handelt sich um ein Managementinstrument, welches von dem implementierten Kostenrechnungssystem größtenteils unabhängig ist und seine Vorgabegrößen hauptsächlich vom Markt ableitet. Costing verstehen wir ein umfassendes Bündel von Kostenplanungs-, Kostenkontroll- und Kostenmanagementinstrumenten, die schon in den frühen Phasen der Produkt- und Prozessgestaltung zum Einsatz kommen, um die Kostenstrukturen frühzeitig im Hinblick auf die Marktanforderungen gestalten zu können. Daher verlangt der Target Costing Prozess die kostenorientierte Koordination aller am Produktentstehungsprozess beteiligten Bereiche.“6

2.3 Wesentliche Kennzeichen des Target Costing

[...]


1 Vgl. Barwise, P. / Meehan S.: Einfach besser, in :Wirtschaftswoche, ,2004, Nr. 49, S. 84 – 87.

2 Vgl. Seidenschwarz, W.: Target Costing, (1993), S. 78.

3 Horváth, P.: Controlling, (2003) S. 540.

4 Coenenberg / Fischer / Schmitz, in: ZP, (1994), S.3.

5 Vgl. Horváth, P.: Controlling, (2003) S. 540

6 Horvath / Niemand / Wolbold: Target Costing – State of the Art, (1993), S. 4.


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