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Darstellung und Bewertung von Ansätzen zur frühzeitigen und fortlaufenden Kostenbeeinflussung im Rahmen eines marktorientierten Zielkostenmanagement

Scholary Paper (Seminar), 2005, 26 Pages
Author: Marcel Häusler
Subject: Economics / Business: Controlling

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2005
Pages: 26
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 22  Entries
Language: German
Archive No.: V49757
ISBN (E-book): 978-3-638-46122-1

File size: 273 KB
Notes :
Nach einer einleitenden Darstellung der Grundsätze des Target Costings werden die Instrumente (Benchmarking, Wertanalyse, Just in Time usw.) zur Kostenbeeinflussung aufgezeigt und anschließend anhand einheitlicher Kriterien beurteilt.



Excerpt (computer-generated)

Darstellung und Bewertung von Ansätzen zur frühzeitigen
und fortlaufenden Kostenbeeinflussung im Rahmen eines
marktorientierten Zielkostenmanagement

von: Marcel Häusler

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung  1

1.1 Problemstellung 1
1.2 Zweck der Arbeit und Gang der Untersuchung  1

2. Grundlagen des Target Costings  2

2.1 Zielsetzung des Target Costing Konzepts 2
2.2 Ursprung und Definition des Target Costings 2
2.3 Wesentliche Merkmale des Target Costings 3
2.4 Wesentliche Phasen des Target Costings  7

2.4.1 Die Bestimmung der Zielkosten 7
2.4.2 Die Zielkostenspaltung – Zerlegung der Zielkosten auf einzelne Bauteile  9
2.4.3 Zielkostenerreichung – Kostenbeeinflussung durch das Zielkostenmanagement 11

2.5 Anforderung an die Ansätze zur Kostenbeeinflussung  11

3. Ansätze zur frühzeitigen und fortlaufenden Kostenbeeinflussung  12

3.1 Konstruktions- bzw. technologieorientierte Ansätze  14

3.1.1 Konstruktionsbegleitende (Vor-)Kalkulation / Kostenschätzung  14
3.1.2 Cost Tables – Tabellen und Datenbanken zu kostenmäßigen Auswirkungen  15
3.1.3 Wertanalyse / Wertgestaltung oder Value Analysis / Value Engineering  15
3.1.4 Design to Manufacturing / Design for Assembly 16

3.2 Produkt- / prozessorientierte Ansätze  17

3.2.1 Benchmarking – mehr als ein Vergleich  17
3.2.2 Quality Function Deployment 18

3.3 Organisatorische Ansätze 19

3.3.1 Zuliefermanagement – Just in Time 19
3.3.2 Simultaneous Engineering 20

4. Schlussbetrachtung 21



 

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

Kosten stellen einen wesentlichen Faktor für den Erfolg eines Unternehmens dar und deshalb ist es eine zentrale Aufgabe der Unternehmensführung und aller Mitarbeiter, ständig Kostensenkungspotentiale aufzudecken und diese zu nutzen. Die Steuerung der Kosten stellt eine wichtige Managementaufgabe dar, insbesondere da sich aufgrund von veränderten Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren die Kostensituation in Unternehmen verändert hat. Gerade in den frühen Phasen der Produktentwicklung ist eine weit reichende Kostenbeeinflussung möglich, jedoch sind die Möglichkeiten der Kostenerfassung und -beurteilung stark eingeschränkt. Um die mittel- und langfristigen Gewinnziele erreichen zu können, werden Ansätze benötigt, welche unter Beachtung der Marktanforderungen Kostenbeeinflussungspotenziale aufdecken und diese nutzen helfen. Hierzu wurden verschiedene Ansätze zur Zielkostenerreichung im Rahmen des marktorientierten Zielkostenmanagements1 entwickelt, welche sich teilweise grundlegend voneinander unterscheiden. 2

1.2 Zweck der Arbeit und Gang der Untersuchung

Diese Arbeit wird die unterschiedlichen Ansätze zur frühzeitigen und fortlaufenden Kostenbeeinflussung, welche im Target Costing Anwendung finden, darstellen und anschließend eine Bewertung vornehmen. Dadurch wird ein Überblick verschafft, welcher für eine erfolgreiche Anwendung in der Praxis unentbehrlich ist. Hierzu wird im 2. Abschnitt auf die Grundlagen des Target Costings eingegangen, um später die Ansätze zur Kostenbeeinflussung richtig einordnen zu können. Wesentlicher Inhalt dieses Abschnittes ist der Unterabschnitt 2.5, in dem einige Anforderungen an die verschiedenen Ansätze formuliert werden. Sie sollen helfen, später eine objektive Bewertung durchführen zu können. Der darauf folgende 3. Abschnitt beschäftigt sich mit dem Schwerpunkt dieser Arbeit, mit der Darstellung und Bewertung der Ansätze zur Kostenbeeinflussung. Die Ansätze werden hierbei aufgrund Ihrer Eigenschaften in 3 Gruppen unterteilt und dann separat auf ihre Besonderheiten eingegangen. Die sich direkt anschließende Bewertung der einzelnen Ansätze orientiert sich dann an den aufgestellten Anforderungen. Des Weiteren wird der Frage nachgegangen, ob nur ein einziger Ansatz Erfolgsversprechen ist, oder ob eine Kombination nötig ist.

2. Grundlagen des Target Costings

2.1 Zielsetzung des Target Costing Konzepts

Die auf die Marktanforderungen ausgerichtete Produktion ist die heutige Herausforderung für Unternehmen. Eine Vernachlässigung der Attribute Kosten, Funktionalität oder Qualität wird von den Kunden nicht mehr akzeptiert. Hier setzt das Konzept des Target Costings ein. Das Ziel dieses Konzepts ist die Ermittlung und Festlegung der vom Markt erlaubten Preis- und Kostenniveaus bereits in den frühen Phasen der Produktentwicklung, sowie die Steuerung von kontinuierlichen Verbesserungsvorschläge in der Produktions- und Marktphase. Aufgaben, welche hierzu gelöst werden müssen, sind zum Beispiel die Bestimmung der Zielkosten, deren Aufspaltung auf die einzelnen Funktionen eines Produktes sowie die Erreichung der ermittelten Kosten. Besonders wichtig ist hierbei die Kostenbeeinflussung, welche spezielle Instrumente benötigt.

2.2 Ursprung und Definition des Target Costings

Das Konzept des Target Costing (japanisch: „genka kikaku“3, oder auch „Mokuhyou Genkakeisan“ 4,) stammt ursprünglich aus Japan. Dort wurde es 1965 von Toyota entwickelt und seit den 70er Jahren wird es von vielen japanischen Unternehmen angewandt. Es handelt sich dabei nicht um einen grundsätzlich neuen Ansatz, sondern um eine Verbindung bestehender Instrumente des Kostenmanagements. Das Konzept des Target Costing wurde in den 80er Jahren vor allem durch japanische Autoren in den USA verbreitet und gelangte über diesen Weg auch nach Europa. Dort wird es insbesondere in wettbewerbsintensiven Märkten mit hoch technisierten Produkten, wie etwa dem Automobilbau, der Elektronikindustrie oder dem Werkzeugmaschinenbau verwendet. An dem Beispiel des Automobilbaus lässt sich dabei zeigen, dass die asiatischen Anbieter unter anderem mit der Hilfe des Target Costings in der Lage waren, ihre Leistungsdefizite (wie Qualität und Service) zu verringern und gleichzeitig ihre Kostenvorteile zu behalten.5

Ursprünglich wurde Target Costing in Japan als ein Instrument der Kostenplanung entwickelt. Es handelt sich um ein Managementinstrument, welches von dem implementierten Kosten- rechnungssystem größtenteils unabhängig ist und seine Vorgabegrößen hauptsächlich vom Markt ableitet. Eine umfassende Definition findet sich bei Horvath / Niemand / Wobold: „Unter Target Costing verstehen wir ein umfassendes Bündel von Kostenplanungs-, Kostenkontroll- und Kostenmanagementinstrumenten, die schon in den frühen Phasen der Produkt- und Prozessgestaltung zum Einsatz kommen, um die Kostenstrukturen frühzeitig im Hinblick auf die Marktanforderungen gestalten zu können. Daher verlangt der Target Costing Prozess die kostenorientierte Koordination aller am Produktentstehungsprozess beteiligten Bereiche.“6 Um dieser Definition und den sich daraus ergebenden Anforderungen gerecht zu werden, muss ein solches Konzept bestimmte Merkmale aufweisen, auf welche nun im folgenden Abschnitt eingegangen werden soll.

2.3 Wesentliche Merkmale des Target Costings

[...]


1 Im weiteren Verlauf wird von Target Costing gesprochen

2 Vgl. Arnaout, Target Costing, (2001), S. 1 - 3

3 Horváth, Controlling, (2003), S. 540

4 Coenenberg / Fischer / Schmitz, in: ZP, (1994), S.3

5 Vgl. Horváth, Controlling, (2003), S. 540

6 Horvath / Niemand / Wolbold: Target Costing – State of the Art, (1993), S. 4
 


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