Autor: Anne Scheld
Fach: Musikwissenschaft
Details
Institution/Hochschule: Universität Siegen
Jahr: 2005
Seiten: 22
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 7 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 519 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-46212-9
Hausarbeit zum Drama "Der Kontrabass" mit Unterrichtsvorschlägen für die Sekundarstufe 1
Textauszug (computergeneriert)
Universität Siegen
Seminar: Musik und Literatur
Sommersemester 2005, 4. Semester
"Der Kontrabass" von Patrick Süskind
von: Anne Scheld
INHALTSVERZEICHNIS
I. Einleitung 3
II. Der Autor 4
III. Das Theaterstück 6
1. Inhaltsangabe 6
IV. „Der Kontrabass“ im Unterricht 7
1. Handlungsorientierter Unterricht 7
2. Unterrichtsideen 9
A. Entwicklung des Kontrabasses 9
B. Eigenschaften des Kontrabasses 11
C. Allgemeine Musikgeschichte 12
D. Musikwerke für Kontrabass 12
E. Beruf des Orchestermusikers 13
F. Musikalische Begriffe 13
G. Haupthandlungsmotive 14
H. Stil und Sprache 17
3. Das Hörspiel 18
V. Reflexion 19
VI. Literaturverzeichnis 20
„Was noch kein Komponist komponiert hat, das schrieb jetzt ein Schriftsteller, nämlich ein abendfüllendes Werk für einen Kontrabassspieler. Ein Gesamtkunstwerk, das in dieser Art zum Besten gehört, was man in letzter Zeit auf unseren Bühnen vorgesetzt bekam.“
Dieter Schnabel
I. EINLEITUNG
Musik UND Literatur!
Warum verbindet man diese beiden freien Künste miteinander? Auf den ersten Blick scheinen sie sehr gegensätzlich. So teilte man schon in der Antike die Musik den Zahlenkünsten und die Literatur der Sprachkunst zu. Heutzutage wird der Unterschied in den Schulen deutlich. Literatur als Gegenstand des Deutschunterrichts, der ein wichtiges Hauptfach ist. Musik hingegen ist ein künstlerischmusisches Nebenfach, das oft seine Annerkennung im Schulalltag erkämpfen muss. Auf den zweiten Blick erkennt man aber, dass sowohl Musik als auch Literatur Ausdruckskünste sind, die in unterschiedlichen Bezügen zueinander stehen. Diese gliedern sich je nach Schwerpunkt in drei Hauptbereiche:
Literatur in der Musik
Musik und Literatur
Musik in der Literatur
Ich habe mich mit dem Beispiel „Der Kontrabass“ von Patrick Süskind beschäftigt. Dieses Theaterstück über einen sehr speziellen Musiker lässt sich in den Bereich Musik in der Literatur einordnen. Das Stück lässt sich sowohl im Deutsch- als auch im Musikunterricht sehr gut verwenden, da es verschiedenste Ansatzpunkte für Themengebiete bietet. Die Verbindung zwischen Musik und Literatur wird deutlich und anschaulich dargestellt und kann aus mehreren Gesichtspunkten erarbeitet werden. Meine Ausarbeitung beginnt mit einem Portrait über den Autor Patrick Süskind. Folgend gebe ich einige Informationen zum Stück selbst und seinem Inhalt. Dann komme ich zum Hauptteil meiner Arbeit, der Umsetzung des Stückes im Musikunterricht. Diese Umsetzung ist an das Konzept des handlungsorientierten Unterrichts angelehnt, welches kurz beschrieben wird. Die einzelnen Unterrichtsideen werden aufgezeigt und erklärt. Eine abschließende Bewertung über den Einsatz des Stückes beendet meine Arbeit. Musik und Literatur Patrick Süskind: Der Kontrabass
II. DER AUTOR
Patrick Süskind wird am 26.3.1949 in Amberg am Starnberger See geboren. Sein Vater, Wilhelm Emanuel Süskind, war Schriftsteller und Publizist. Von 1955 bis 1968 besuchte Patrick Süskind die Volksschule und das Gymnasium in Holzhausen. Während dieser Zeit bekam er Klavierunterricht. Dieser erzielte keinen großen Erfolg. Vielmehr entstand durch den Druck der Familie eine traumatische Erinnerung an das Spielen des Instruments. In seinen Werken „Der Kontrabass“ und „Die Geschichte von Herrn Sommer“ verarbeitet er einen Teil dieser bedrückenden Erinnerungen autobiografisch. Demnach lassen sich Parallelen zwischen dem Leben des Kontrabassisten und Süskind ziehen.
Nach dem Abitur leistete er den Wehrersatzdienst und begann danach Mittlere und Neuere Geschichte in München und Frankreich zu studieren. 1974 schloss er sein Studium ab und arbeitete als freiberuflicher Schriftsteller. Bis 1980 schreibt Süskind mehrere unveröffentlichte Prosastücke und Drehbücher. Erst 1980 wird in „Theater heute“ „Der Kontrabass“ als Erstveröffentlichung herausgegeben. Sein literarischer Durchbruch findet im darauf folgenden Jahr durch die Uraufführung des Stücks am Cuvilliétheater in München statt. 1981 verfasst er die Drehbücher zu „Monaco Franze, der ewige Stenz“. 1985 folgt der Debütroman „Das Parfüm“. Dieser wird ein Welterfolg und hält sich neun Jahre auf der Spiegel-Bestsellerliste. 1986 erscheinen 6 Folgen „Kir Royal. Aus dem Leben eines Klatschreporters“ und 1987 die Erzählung „Die Taube“. Im selben Jahr erhält Süskind den Gutenberg-Preis des frankophonen Buch-Salons Paris. 1991 schreibt er „Die Geschichte von Herrn Sommer“, 1995 „Drei Geschichten und eine Betrachtung“ und 1996 das Drehbuch zum Film „Rossini oder Die mörderische Frage, wer mit wem Musik und Literatur Patrick Süskind: Der Kontrabass schlief“, wofür er den deutschen Drehbuchpreis erhält. Heute lebt er abwechselnd in München und Frankreich. Patrick Süskind ist einer der erfolgreichsten Jungautoren. Über sein Privatleben ist wenig bekannt, da er weder Interviews noch Fototermine gibt. In dem einzigen längeren Interview versprach er jedoch, 2019 das Geheimnis um seine Person zu lüften. Musik und Literatur Patrick Süskind: Der Kontrabass
II. DAS THEATERSTÜCK
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