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Aggression bei Kindern und Jugendlichen - Ursachen und Entstehung

Scholary Paper (Seminar), 2004, 14 Pages
Author: Kirsten Lang
Subject: Psychology - Developmental Psychology

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2004
Pages: 14
Grade: 2,1
Bibliography: ~ 8  Entries
Language: German
Archive No.: V50242
ISBN (E-book): 978-3-638-46497-0

File size: 294 KB


Excerpt (computer-generated)

Aggression bei Kindern und Jugendlichen –
Ursachen und Entstehung

von: Kirsten Lang

 


Inhaltsübersicht

1. Was versteht man unter Aggression 3

1.1 Aggressionsverständnis im Alltag 3
1.2 Wissenschaftliche Definitionen 3

2. Welche Arten von Aggression gibt es? 4

3. Wie kann Aggression entstehen? 5

3.1 Soziale Entwicklungsstadien im Bezug auf Aggression 6
3.2 Möglicher Verlauf 7
3.3 Einige Erklärungsmodelle 9

4. Fazit 13

5. Quellenangaben 14


 


1. Was versteht man unter Aggression?

1.1 Aggressionsverständnis im Alltag

Im Alltag wird unter Aggression gewöhnlich ein Verhalten verstanden, das von der, für die jeweilige Situation bestehenden Norm abweicht und scheinbar mit der Absicht ausgeführt wird, einer Person oder Sache seelischen, gesellschaftlichen oder materiellen Schaden zuzufügen. Dazu bedient sich die Person verbaler oder körperlicher Gewalt. Von Erwachsenen, insbesondere Eltern werden in manchen Situationen auch schon Verhaltensweisen wie z.B. Unmutsäußerungen oder Grenzauslotungstests (v. a. bei Kindern) subjektiv als Formen von Aggression wahrgenommen. In der Wahrnehmung von Kindern ist Aggression häufig gleichgesetzt mit Wut. Viele Menschen unterscheiden jedoch zwischen Aggression als geplantem Verhalten und Wut als ungeplant affektivem Verhalten, das mit einem Verlust an Selbstkontrolle einhergeht, aber ab und an sogar hilfreich und heilsam sein kann. Damit decken sie sich in ihrem Aggressionsverständnis teilweise sogar mit wissenschaftlichen Kategorisierungen, die zum Teil auch zwischen geplanten und affektiven, oder auch aktiven und reaktiven Aggressionsformen unterscheiden.

1.2 Wissenschaftliche Definitionen

Bandura charakterisiert Aggression als „schädigendes und destruktives Verhalten […], das im sozialen Bereich auf der Grundlage einer Reihe von Faktoren als aggressiv definiert wird, von denen einige eher beim Beurteiler als beim Handelnden liegen.“ (Bierhoff/ Wagner: 1.2). Letzteres betrifft auch das schon unter 1.1 angedeutete Phänomen der unterschiedlichen Wahrnehmung und Interpretation insbesondere von Kindlichen Verhaltensweisen. Dagegen lässt die Definition von Verres & Sobez keinen situations- oder millieubedingten Interpretationsspielraum zu: „Aggressionen sind jene Verhaltensweisen, die 1. gegen einen Gegenstand oder einen anderen Menschen gerichtet sind; 2. für den, der sich gerade aggressiv verhält, eine subjektive Wahrscheinlichkeit aufweisen, diesen Gegenstand oder Menschen auch zu erreichen und damit entweder jene aus dem Weg zu räumen oder ihnen unangenehme oder schädliche Reize zuzufügen oder beides“ (zitiert nach Malti: 2.1.2 S. 38). Ebenso wie bei Zimbardo & Gerrig, die Aggression zwischen Menschen „als kör- perliches oder verbales Handeln“ definieren, „das mit der Absicht ausgeführt wird, zu verletzen oder zu zerstören“ (Zimbardo/Gerrig 3.7 S.334), steht auch bei Verres & Sobez eher die geplante als die affektive Aggression im Vordergrund.

2. Welche Arten von Aggression gibt es?

Um das Phänomen Aggression zu erklären, haben einige Wissenschaftler versucht Strukturierungsmodelle zu entwickeln in denen verschiedene Formen von Aggression herausgestellt werden.

Hier drei Beispiele:

Boppel:
Peter Boppel spricht von zwei Aggressionstypen, der Selbsterhaltungsaggression und der destruktiven Aggression. Dabei dient die Selbsterhaltungsaggression, wie der Name schon nahe legt, lediglich der Sicherung der eigenen Bedürfnisse, wie beispielsweise Unversehrtheit, Nahrungsaufnahme, Sicherheit, Wohlbefinden, etc. Destruktive Aggression zielt darauf ab, durch schädigendes, zerstörerisches Verhalten, eine Aufwertung der eigenen Person, bzw. materiellen Gewinn, oder einfach nur Befriedigung zu erlangen. (nach Stangl 1: S.1)

Petermann, Döpfner, Schmidt:
Diese Autoren bilden Gegensatzpaare möglicher Aggressionsformen:
Feindselig - Instrumentell
Offen - Verdeckt
Reaktiv - Aktiv
Körperlich - Indirekt
Affektiv - Intentional

[...]


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