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Presentation (Elaboration), 2003, 7 Pages
Author: Michaela Benz-Riede
Subject: Pedagogy - School System, Educational and School Politics
Details
Institution/College: Karlsruhe University of Education
Tags: Allgemeine, Organisation, Unterrichtswesens, Antoine, Condorcet, Pädagogik, Konzept, Entwicklungslinien
Year: 2003
Pages: 7
Grade: 1,5
Bibliography: ~ 4 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-46523-6
File size: 229 KB
Bei dieser Arbeit handelt es sich um die Ausarbeitung meines Referats innerhalb eines Pädagogik- Hauptseminars. Die Note beinhaltete auch die Präsentation dieser Arbeit.
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Abstract
„Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ waren die Schlagworte der Französischen Revolution. Doch wie konnte diese Freiheit und Gleichheit gewährleistet werden? Eine „gebildete Öffentlichkeit“ musste geschaffen werden, um den Erhalt der neuen demokratischen Republik gewährleisten zu können. Diesem Problem nahm sich 1792 Antoine de Condorcet an. Der am 17. September 1743 in Ribemont (Picardie) geborene Franzose, stellte 1792 als Sprecher der Unterrichtskommission der Legislative einen Plan vor, der das öffentliche Unterrichtswesen neu organisieren sollte. Ziel seines Planes war, dass sich der Unterricht auf alle Bürger erstrecken sollte und er Menschen in jedem Alter die Möglichkeit gibt, „ihre Kenntnisse zu bewahren oder neue zu erwerben“. 1 Hierfür war es nötig ein Schulwesen aufzubauen, welches diesen Anforderungen entsprechen konnte. Condorcet entwickelte ein Schulsystem, welches in 5 Stufen unterteilt wurde: Primärschulen, Sekundärschulen, Institute, Lyzeen, Nationale Gesellschaft der Wissenschaften und Künste. In meiner Arbeit möchte ich Condorcet in einem kurzen biographischen Abriss vorstellen, wie auch seinen Plan von einem öffentlichen Schulwesen.
Excerpt (computer-generated)
Pädagogische Hochschule Karlsruhe
HS: Pädagogik und das Konzept einer
„gebildeten Öffentlichkeit“- geschichtliche Entwicklungslinien
SS 2003
Allgemeine Organisation des öffentlichen
Unterrichtswesens durch Antoine de Condorcet
von: Michaela Benz
I. Einleitung 2
II . Marie Jean Antoine Nicolas Condorcet (1743-1794) 3
III. Condorcet und sein Plan von einem öffentlichen Schulwesen 3
1. Das Fünf- Stufen- Modell 4
a. Die Primärschule 4
b. Die Sekundärschule 4
c. Die Institute 5
d. Die Lyzeen 5
e. Die Nationale Gesellschaft der Wissenschaft und Künste 6
IV. Schlussbemerkung 6
V. Literaturverzeichnis 7
I. Einleitung
„Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ waren die Schlagworte der Französischen Revolution. Doch wie konnte diese Freiheit und Gleichheit gewährleistet werden? Eine „gebildete Öffentlichkeit“ musste geschaffen werden, um den Erhalt der neuen demokratischen Republik gewährleisten zu können. Diesem Problem nahm sich 1792 Antoine de Condorcet an. Der am 17. September 1743 in Ribemont (Picardie) geborene Franzose, stellte 1792 als Sprecher der Unterrichtskommission der Legislative einen Plan vor, der das öffentliche Unterrichtswesen neu organisieren sollte. Ziel seines Planes war, dass sich der Unterricht auf alle Bürger erstrecken sollte und er Menschen in jedem Alter die Möglichkeit gibt, „ihre Kenntnisse zu bewahren oder neue zu erwerben“. 1 Hierfür war es nötig ein Schulwesen aufzubauen, welches diesen Anforderungen entsprechen konnte. Condorcet entwickelte ein Schulsystem, welches in 5 Stufen unterteilt wurde: Primärschulen, Sekundärschulen, Institute, Lyzeen, Nationale Gesellschaft der Wissenschaften und Künste. In meiner Power- Point- Präsentation/ Ausarbeitung möchte ich Condorcet in einem kurzen biographischen Abriss vorstellen, wie auch seinen Plan von einem öffentlichen Schulwesen.
II . Marie Jean Antoine Nicolas Condorcet (1743-1794)
Condorcet wurde 1743 in Ribemont, Frankreich, als Sohn eines begüterten Kavallerieoffiziers geboren. Nach dem Besuch des Jesuitenkollegs stud ierte er in Paris Mathematik und wurde für eine Arbeit über die Integralrechnung ausgezeichnet. Condorcet gewann durch seine Arbeit die Freundschaft von d′Alembert, Helvétius, Voltaire und Turgot. 1782 wurde er in die Académie Française aufgenommen. Condorcet trat unter anderem für ein öffentliches Bildungswesen, die Volksinitiative und die progressive Einkommenssteuer ein. Er entwickelte die Idee von sozialen Ausgleichskassen und setzte sich, weil er um die Ernährungsmöglichkeiten der Menschheit bangte, für die Geburtenkontrolle ein. Ferner bekämpfte er die Sklaverei und befürwortete das Frauenstimmrecht. 1791 wurde Condorcet in die Nationalversammlung gewählt. Er trat keiner "Partei" bei, stimmte aber oft mit den Girondisten und war maßgeblich am girondistischen Verfassungsprojekt beteiligt. 1792 stellte er als Sprecher der Unterrichtskommission vor der Legislative seinen Plan über eine Neugestaltung des öffentlichen Unterrichtswesens vor. 1793 wurde Condorcet zusammen mit den Girondisten von den Montagnards aus dem Nationalkongress ausgestoßen und sollte dann wegen Verrats verhaftet werden. Condorcet versteckte sich, musste dann jedoch unter einem Decknamen fliehen und wurde auf der Flucht von der Polizei verhaftet. Am 27. März 1794 starb er in einem Polizeigefängnis in der Nähe von Paris. Vermutlich nahm sich Condorcet, um der Guillotine zu entgehen, durch Gift das Leben.2
III. Condorcet und sein Plan von einem öffentlichen Schulwesen
Ein öffentliches, allgemein zugängliches Bildungswesen hatte Condorcet schon vor dem Ausbruch der Revolution vorgeschwebt. In der Nationalversammlung wurde er Vorsitzender einer Kommission für die Reform des Bildungswesens und erhielt so am 21. April 1792 Gelegenheit, seine Ideen darzulegen. Nach Condorcet musste das Unterrichtswesen auf die Vernunft aufbauen und sollte die Erkenntnis und Verbreitung neuer Wahrheiten ermöglichen. Hierfür war es nötig, dass die Freiheit der Lehrenden gewährleistet war, besonders gegenüber politischen und kirchlichen Mächten. Da alle Menschen am Unterricht teilhaben können sollen, muss das Unterrichtswesen öffentliche und allgemein sein und somit vom Staat getragen werden.
[...]
1 Furck. C/ Klafki, W./ Geißler G./ Siegel E. : Kleine Pädagogischen Texte (Weinheim: Verlag Julius Beltz. 1966) Band 36 S. 23
2 Vgl. www.rwi.unizh.ch/koelz/staatsdenker/condorcet/condorcet.htm 15.08.2003
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