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Termpaper, 2005, 12 Pages
Author: Sandy Quartey
Subject: German Studies - Linguistics
Details
Institution/College: University of Wuppertal
Tags: Sozialisation, Jugendsprachforschung, Proseminar
Year: 2005
Pages: 12
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-46547-2
File size: 107 KB
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Excerpt (computer-generated)
Die Sozialisation der Jugendsprachforschung
von: Sandy Quartey
Wintersemester 04/05, 3. Semester
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Chronik der Sprecher von Jugendsprache
3. Die ersten Schritte in der Jugendsprachforschung
4. Methoden und Analysen der Sprachwissenschaftler
5. Aktuelle Standpunkte und Tendenzen in der Forschung
6. Literaturverzeichnis
Einleitung
Die Jugendsprachforschung ist noch ein sehr junges Teilgebiet in der linguistischen Forschung. Obwohl die Jugendsprache an sich schon eine lange Tradition hat, wurde das Interesse der Linguistik an ihr erst durch die mediale Öffentlichkeit geweckt und wir blicken heute auf eine gerademal 25- bis 30- jährige „echte“ Forschungsgeschichte zurück. Die dabei gestellten Fragen der Sprachwissenschaftler lauten z.B. „Wie sprechen Jugendliche?“, „Auf welche Sprechweisen greifen sie zurück?“ und „Werden die in der Literatur bzw. Wörtebüchern angeführten „typischen“ jugendsprachlichen Merkmale auch präferiert verwendet?“1
Um diese Fragen zu klären wird auf drei unterschiedlichen Ebenen gearbeitet:
1. Man untersucht die Großgruppe der Jugendlichen, die ihr Selbstverständnis aus der Abgrenzung gegenüber anderen Altersgruppen erhält und daraus ein kollektives Wir-Gefühl bildet, das sich dann meist in der „Konsum- Jugendsprache“ zeigt.
2. Der Kontakt der Jugendgruppen untereinander liegt im Fokus der Untersuchungen. Hier ist dann eine Binnendifferenzierung unterschiedlicher Szenesprachen notwendig.
3. Man spezialisiert sich auf die konktrete Gruppeninteraktion innerhalb einer Peer-Group.
Klar ist dabei, dass sich manchmal diese drei Bereiche gegenseitig beeinflussen können und Wechselbeziehungen zwischen kommerzialisierter Jugendsprache, Szenesprachen und Ingroup-Sprachen herrschen und so im sprachlichen Repertoire Jugendlicher nebeneinander auftreten2. Zunächst möchte ich mich deshalb kurz mit den Sprechern der Jugendsprache und den ersten Schritten ihrer Erforschung auseinandersetzen. Danach folgt ein kritischer Überblick der Analysen und Methoden jugendsprachlicher Forschungsarbeit. Desweiteren möchte ich die Perspektive dieser Arbeit auf aktuelle Tendenzen in der Forschung lenken.
Chronik der Sprecher von Jugendsprache
Wie ich eingangs schon andeutete, besitzt Jugendsprache eine lange Tradition und eine kurze Forschungsgeschichte. Man kann sie also als „historisches Phänomen“ (Neuland, 2001) betrachten. Erste Belege für Jugendsprache findet man in Romanen, Gedichten und Liedern des 17. Jahrhunderts. Ein Beispiel dafür ist ein Lexikon für gebräuchliche Kunstwörter von Robert Salmasius, das aus dem Jahre 1749 stammt3. Seit dem 18. Jh. war dann die Jugendsprache der Gegenstand von Wörtersammlungen, sowie wissenschaftlichen und feuilletonistischen Beiträgen. Man bemühte sich hauptsächlich um etymologische Erklärungen der jugendsprachlichen Begriffe, die Wortbildung und die Themenbereiche der Jugendsprache. Empirische Untersuchungen wurden im Hinblick auf den jugendsprachlichen Anteil an der Gesamtsprache Jugendlicher durchgeführt4, allerdings wurden Stundententexte mit jugendsprachlichem Inhalt auch oft „wegen ihres unanständigen und sittenverderbenden pöbelhaften Inhalts“ konfisziert5 . Vom 17 Jh. bis etwa 1930 wird Jugendsprache durch die „Studenten-“ und „Pennälersprache“ repräsentiert und somit war die historische Studentensprache zweihundet Jahre lang die Jugendsprache.
Der zweite Weltkrieg verursachte dann einen Bruch in der Aufzeichnung von Jugendsprache und so hält man heute die Halbstarken-Bewegung der 50er- Jahre als nächste Generation der Sprecher von Jugendsprache nach 1930 fest. Diese Bewegung war gegen gesellschaftliche Konventionen gerichtet und hatte den Ruf der „Krawallmacher“ und „Ruhestörer“. Bei ihnen endeckte man zum erstenmal wieder den Gebrauch eines eigenen Wortschatzes. In den 60ern wurde sie von der Teen- und Twen-Jugendbewegung abgelöst, wie auch z.B. die damalige Zeitschrift „twen“ durch ihren Titel dokumentierte. Diese Bewegung verkörperte erste generationsspezifische soziokulturelle Lebensstile und war dadurch der erste richtige Vorläufer von Jugendsprache und Jugendkultur. Die „Protestgenerationen“ und antiautoritären Studentenbewegungen beherrschten dann die 70er Jahre, gefolgt von den unpolitischen Spaß- und Freizeitgenerationen, sowie den perspektivlosen „Disko-Jugendlichen“ in den 80ern6. Also ist festzuhalten, dass die Jugendsprache auf keinen bestimmten Jugendlichentyp beschränkt ist. Über die Charakterisierung der Jugend aus den 90er Jahren liegen mir keine Daten vor. Vielleicht ist dieses Jahrzehnt noch nicht lange genug vorüber.
Die ersten Schritte in der Jugendsprachforschung
[...]
1 Vgl. Schlobinski, 1993 (S. 144)
2 Vgl. Augenstein. 1998 (S. 25)
3 David, 1987 (S. 1) und Neuland, 2001 (S. 16)
4 David, 1987 (S. 1)
5 Neuland, 2001 (S. 10)
6 Vgl. Neuland, 2001 (S. 10)
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25.12.2007 16:20:08
Über die Charakterisierung der Jugend aus den 90er Jahren liegen mir keine Daten vor. Vielleicht ist dieses Jahrzehnt noch nicht lange genug vorüber.... IN BEZUG AUF DIE OBEN ANGEFUEHRTE TEXTSTELLE, MOECHTE ICH AUF FOLGENDES BUCH HINWEISEN, WELCHES EINEN KLAREN EINBLICK ZUM THEMA JUGEND UND DEREN BEWEGUNG DER 90er JAHRE GIBT. ;-) JANKE KLAUS / NIEHUES STEFAN: ECHT ABGEDREHT. DIE JUGEND DER 90er JAHRE. BECK VERLAG. 1995. Mfg Dott.ssa Kristin Leitner