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30 Jahre Arbeitsgruppe Industriedenkmalpflege in der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger der Bundesrepublik Deutschland

Autor: Kathrin Weiß
Fach: Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege

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Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 21
Note: gut
Literaturverzeichnis: ~ 11  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 155 KB
Archivnummer: V50321
ISBN (E-Book): 978-3-638-46564-9
Anmerkungen :
Breiter Seitenrand

Textauszug (computergeneriert)

Friedrich-Schiller-Universität Jena, Kunsthistorisches Seminar
Seminar: Theorie und Praxis der staatlichen
Denkmalpflege. Einführung und Fallbeispiele.
WS 04/05, 4. Fachsemester

30 Jahre Arbeitsgruppe Industriedenkmalpflege in der
Vereinigung der Landesdenkmalpfleger der
Bundesrepublik Deutschland

von: Kathrin Weiß

 


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung 3

II. Die Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland 4

III. Die Arbeitsgruppe Industriedenkmalpflege 5

IV. 30 Jahre Industriedenkmalpflege in Deutschland 8

V. Zur Industriedenkmalpflege und Industriedenkmalerhaltung 11

VI. Neu-, Weiter- und Umnutzungen von Industriedenkmalen 12

VII. Industriedenkmalpflege in Thüringen 16

7.1. Kurzer geschichtlicher Überblick 16
7.2. Ergebnisse der Arbeitsgruppe Industriedenkmalpflege 17

VIII. Schlusswort 19

IX. Literaturverzeichnis 20


 

 

I. Einleitung

Denkmalpflege und Denkmalschutz gehören heute zu den wichtigsten Aufgaben des Staates auf kulturellem Gebiet. Mit Beginn des Industriezeitalters wurde die Grundlage für unseren heutigen materiellen Wohlstand gelegt. Allerdings rückt diese Zeit fast ebenso weit zurück, so scheint es, wie die Zeit der ersten Manufakturen. Dabei liegt sie gerade vier oder fünf Generationen zurück.1 Ab 1927 ballten sich die Bemühungen um die Erhaltung technikhistorischer Zeugnisse. In Deutschland gelten Industriedenkmale seit etwa 1970 als Zeugnisse der Vergangenheit, die ebenbürtig mit Kunstdenkmalen wie Schlösser oder Kirchen sind. Unser Land ist in den gut zweihundert Jahren der Industrialisierung in einem Maße umgestaltet worden, wie in allen vorangegangen Jahrhunderten zusammen genommen nicht. Deutschlands Weg zur Industrienation ist überreich an architektgeschichtlich hervorragenden Bauwerken, wie Brücken, Bahnhöfen und Fabriken.2 Zweifellos ist Deutschland ein industriell geprägtes Land.3 Was aber hat sich seit 1970 im Bereich der Industriedenkmalpflege in Deutschland getan? Wer bemüht sich um den Erhalt dieser geschichtsträchtigen Zeugnisse? Wie wird ihr Bestand weiterhin erhalten? Und wie ist der Stand speziell in Thüringen? Diese Hausarbeit wird sich mit diesen Fragen beschäftigen. Allerdings kann es nicht Gegenstand dieser Hausarbeit sein, jeden Verlust oder Gewinn jedes einzelnen Bundeslandes zu beschreiben.

II. Die Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland

Die Landesdenkmalämter haben sich 1951 unter dem Dach der Kultusministerkonferenz zur Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland zusammengeschlossen. Damit wurde das Fundament für die bundesweite Arbeitsgemeinschaft der staatlichen Denkmalpflege der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg gelegt. Von Beginn an wurde die Verbindung zu den Kollegen im Osten gepflegt. Durch den Mauerbau 1961 wurden diese Kontakte eingeschränkt, sie wurden aber nie ganz abgebrochen. Die Konservatoren in den neuen Bundesländern gehören seit 1990 offiziell zur Vereinigung der Landesdenkmalpfleger.

Derzeit ist der hessische Landeskonservator Prof. Dr. Gerd Weiß Vorsitzender der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger. Zu den Aufgaben der Vereinigung gehört die Formulierung von Stellungnahmen zu grundsätzlichen Fragen der Denkmalpflege. Ebenso die Behandlung der Denkmal - Angelegenheiten von Länderübergreifender Bedeutung und für eine bundesweite fachliche Abstimmung zu sorgen. Ferner die Erledigung der Aufträge der Kultusministerkonferenz der Länder, deren zuständigen Ausschuss sie berät. Und sie beschäftigt sich in den Arbeitsgruppen mit fachlichen Fragen und bieten dazu umfangreiches Informationsmaterial an, z. B. aktuelle Informationen in der halbjährlich erscheinenden Zeitschrift „Die Denkmalpflege“.4 Zu den Arbeitsgruppen gehören: die Arbeitsgruppe Inventarisation, die Arbeitsgruppe städtebauliche Denkmalpflege, die Arbeitsgruppe Industriedenkmalpflege und die Arbeitsgruppe Bautechnik.5

III. Die Arbeitsgruppe Industriedenkmalpflege

[...]


1 Vgl. Föhl, Axel; Guzowski, Sabine u.a.: Kolloquium Industriedenkmalpflege- Umnutzung, Wiedernutzung und Weiternutzung von Industriedenkmalen, Thüringer Staatskanzlei, Thüringisches Landesamt für Denkmal- pflege, Erfurt, 2003, S. 7

2 Vgl. http://www.dessau.de/main/deu/00_diverses/aktuell/2003/
2003-08-20_industriedenkmalpflege/industrie- denkmalpflege_10.htm

3 Vgl. Denkmalschutz-Informationen, 30 Jahre Industriedenkmalpflege in Deutschland, Deutsche National- komitee für Denkmalschutz, Sonderausgabe, 26. Jahrgang, Leipzig, Oktober 2002, S. 1

4 Vgl. http://www.dehio.org/organisationen/Landesdenkmalpflege.html

5 Vgl. Mendgen, Norbert; Möller, Hans-Herbert u. a.: Deutsche Kunst und Denkmalpflege, 45. Jahrgang, Heft 2, München, Berlin, Deutscher Kunstverlag, 1987, S. 217 ff.

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