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Personalisierung als Mittel der Darstellung politischer Prozesse

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2001, 19 Pages
Author: Eva Grammel
Subject: Politics - Miscellaneous

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2001
Pages: 19
Grade: 2. 3
Language: German
Archive No.: V5040
ISBN (E-book): 978-3-638-13072-1

File size: 450 KB


Excerpt (computer-generated)

Personalisierung als Mittel der Darstellung politischer Prozesse

von Eva Grammel

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3

2.Definition 4

2.1. Teilkonzepte der Personalisierung 5
2.2. Historische Entwicklung der Personalisierung 7

3. Akteure und Rezipienten der Personalisierung 7

3.1. Die Medien 8
3.2. (Selbst)darstellung der Politiker 11
3.3. Der Wähler als Rezipient der personalisierten Politik(er) 12

4. Faktoren der Wahlentscheidung 14

5. Die Bundestagswahl 1998 15

5.1. Personalisierung der Kandidaten in den Medien 15
5.2. Kandidatenorientierung als Wahlentscheidungsfaktor 17

Zusammenfassung 18

Literaturverzeichnis 19

 

1. Einleitung

Diese Arbeit soll sich mit dem Phänomen der Personalisierung von Politikern, insbesondere der der Kanzlerkandidaten befassen, denn dieses Mittel der Politik bzw. der Politikberichterstattung in den Medien, vor allem während Wahlkämpfen spielt in immer größerem Maße eine Rolle. Besondere Bedeutung erhält die Auseinandersetzung mit der Personalisierung, wenn bedacht wird, dass in Deutschland ein parlamentarisches System herrscht, in dem die Regierung aus dem Parlament hervorgeht. Das Volk wählt demzufolge nur indirekt den Bundeskanzler, als das es für eine Partei mit ihrem jeweiligen Kanzlerkandidaten votiert. Anders ist es in einem präsidentiellen System, wie zum Beispiel in den Vereinigten Staaten von Amerika, in dem die Wähler die Möglichkeit haben, ihr Regierungsoberhaupt unmittelbar zu wählen. Bei den Wahlen in den USA stehen die Kandidaten fast ausschließlich im Mittelpunkt des Wahlkampfes, während ihre jeweilige Parteizugehörigkeit weitestgehend in den Hintergrund tritt. Aufgabe dieser Arbeit wird nun sein, die vorliegende Literatur daraufhin zu untersuchen, ob in Deutschland eine sogenannte Amerikanisierung des Wahlkampfes in Hinsicht auf den Aspekt der Personalisierung stattgefunden hat bzw. stattfindet. Daran knüpft sich die Frage, wie sich die Personalisierung auf das Wahlverhalten auswirkt. Lässt sich ein Einfluss auf die Wahlentscheidung ausmachen? Diese Fragestellung wird am Schluss der Arbeit anhand des Wahlkampfes zur Bundestagswahl 1998 und deren Ergebnis untersucht.

Leider ist die Literatur zum Phänomen der Personalisierung in Deutschland im Gegensatz zu den USA recht spärlich , denn diese Erscheinung ist zu jung, als dass sie in der Forschung großen Niederschlag gefunden hätte.

Zunächst sollte jedoch eine ausführliche Definition des Begriffes Personalisierung vorgenommen werden, denn in der (leider noch recht spärlichen) Literatur zu dieser Thematik wird Personalisierung keineswegs immer als fester Terminus für einen bestimmten Vorgang benutzt und bleibt häufig unscharf.

2.Definition

Vereinfacht könnte gesagt werden, dass mit dem Begriff Personalisierung eine stärkere Präsentation der Person des Politikers in den Medien, wobei hier vor allem das Fernsehen als Leitmedium genannt werden muss, gemeint ist. Häufig stehen nicht mehr die reinen politischen Themen im Vordergrund, sondern werden mit der Person eines Politikers verknüpft dargestellt . Die Berichterstattung über politische Inhalte ist mehr oder weniger eine Berichterstattung über Politiker . Zusammengefasst könnte "...man Personalisierung verstehen als handlungs- (und nicht systembezogene), akteurseitige (und nicht auf Betroffene bezogene), individuenzentrierte (und nicht auf Kollektive oder Institutionen zentrierte), imagebezogene (und nicht issuebezogene) Informationen in Text und Bild" .

[...]


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