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Autor: Daniela Schmitt
Fach: Philosophie - Sonstiges
Details
Institution/Hochschule: Universität Mannheim
Tags: Unterrichtsentwurf, Klasse, Thema, Glück, Fachdidaktik, Philosophie
Jahr: 2005
Seiten: 19
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 1 Entry
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 233 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-46646-2
Inkl. umfangreichem Anhang
Zusammenfassung / Abstract
Diese Unterrichtseinheit beschäftigt sich mit der Thematik des Glücksbegriffs, was verschiedene Philosophen als Glück definieren und natürlich, was die SchülerInnen unter dem Begriff des Glücks verstehen. Die heutige Doppelstunde ist die erste Stunde, die ich innerhalb dieser Einheit unterrichte. Diese Doppelstunde nutze ich zum Einstieg in die Thematik, um die SchülerInnen für das nun folgende Thema zu sensibilisieren. In der heutigen Stunde soll anhand verschiedener Beispiele aufgezeigt werden, inwieweit der Glücksbegriff von unterschiedlichen Menschen verschieden definiert und empfunden wird. Im Folgenden werde ich am Beispiel des Hörbuchs „Von dem Fischer und seiner Frau“ aufzeigen, wie verschieden die Glücksvorstellungen sein können und wie leicht man sein Glück verspielen kann. Abschließend sollen die Eindrücke in einer Gruppendiskussion erörtert werden. Dies bildet die Grundlage für das weitere Vorgehen der folgenden Stunden, in der die verschiedenen Philosophen und ihre Definitionen des Glücksbegriffs näher betrachtet werden.
Textauszug (computergeneriert)
Universität Mannheim
Fachdidaktik Philosophie
SS 2005
Unterrichtsentwurf für die 9. Klasse zum Thema:
Was ist Glück?
von: Daniela Schmitt
Inhalt
1 Schüler und Lernvoraussetzungen 2
2 Unterrichtsgegenstand
2.1 Unterrichtszusammenhang 2
2.2 Sachanalyse 3
2.3 Didaktisch-methodische Analyse 4
2.4 Lernziele 5
3 Unterrichtsverlauf 6
4 Geplantes Tafelbild 8
5 Anlagen 9
6 Eidesstattliche Versicherung 9
7 Anlagen
7.1 Folie 1 „Was ist Glück?“ – Glücksbringer 10
7.2 Arbeitsblatt 1 „Zitate zum Thema Glück“ 11
7.3 Arbeitsblatt 2 „Was ist Glück“12
7.4 Textvorlage zu dem Märchen „Der Fischer und seine Frau“ 13
1 Schüler- und Lernvoraussetzungen
Die SchülerInnen der Jahrgangsstufe 9, welche den Ethikunterricht besuchen, setzen sich aus 17 Schülern im Alter von 15 bis 17 Jahren zusammen (10 Mädchen und 7 Jungen). Am 26.03.2005 habe ich den eigenständigen Unterricht übernommen, nachdem ich einige Zeit in dieser Klasse hospitierte. In der Klasse herrscht eine angenehme Lehr- und Arbeitsatmosphäre, der Unterricht gestaltet sich daher größten Teils sehr angenehm. Die Klasse stellt eine Einheit dar, in der, vor Allem, schwächere SchülerInnen unterstützt werden. Das Interesse am Fach Ethik ist geteilt. Einige SchülerInnen zeigen sich interessiert, arbeiten regelmäßig mit und sind in der Lage, sowohl inhaltlich als auch sprachlich qualifizierte Beiträge zu liefern. Andere Jungen und Mädchen bevorzugen es, den Unterricht stillschweigend zu verfolgen und beteiligen sich nur nach Aufforderung. Durch gezieltes Aufrufen können diese und auch unkonzentrierte SchülerInnen zum Unterrichtsgeschehen zurückgeführt werden. Insgesamt lassen sich keine größeren Leistungsunterschiede zwischen den Jungen und den Mädchen feststellen.
2 Unterrichtsgegenstand
2.1 Unterrichtszusammenhang
Diese Unterrichtseinheit beschäftigt sich mit der Thematik des Glücksbegriffs, was verschiedene Philosophen als Glück definieren und natürlich, was die SchülerInnen unter dem Begriff des Glücks verstehen. Die heutige Doppelstunde ist die erste Stunde, die ich innerhalb dieser Einheit unterrichte. Diese Doppelstunde nutze ich zum Einstieg in die Thematik, um die SchülerInnen für das nun folgende Thema zu sensibilisieren. In der heutigen Stunde soll anhand verschiedener Beispiele aufgezeigt werden, inwieweit der Glücksbegriff von unterschiedlichen Menschen verschieden definiert und empfunden wird. Im Folgenden werde ich am Beispiel des Hörbuchs „Von dem Fischer und seiner Frau“ aufzeigen, wie verschieden die Glücksvorstellungen sein können und wie leicht man sein Glück verspielen kann. Abschließend sollen die Eindrücke in einer Gruppendiskussion erörtert werden. Dies bildet die Grundlage für das weitere Vorgehen der folgenden Stunden, in der die verschiedenen Philosophen und ihre Definitionen des Glücksbegriffs näher betrachtet werden.
2.2 Sachanalyse
Was ist Glück?
Der Begriff Glück wird in der deutschen Sprache in zwei sehr unterschiedlichen Bedeutungen gebraucht:
• Glück im Sinne von „Glück empfinden“
• Glück im Sinne von „Glück haben“
Das „Empfinden von Glück“ ist sowohl ein Gefühl, als auch ein Zustand, in dem sich eine Person befindet und der sich durch ein allgemeines, oft unbewusstes Wohlbefinden auszeichnet. Entscheidend sind dabei nicht die objektiven Tatsachen, sondern das subjektive Erleben der betreffenden Person. „Glück empfinden“ hat zwei mögliche Varianten:
• „Glück empfinden“ können wir während einer kurzen Zeitdauer (wir erleben einen Glücksmoment).
o Beispiele: Etwas Gutes essen; mit Freunden zusammen sein; eine wichtige Sache erfolgreich abschließen.
• „Glück empfinden“ kann ein dauerhaftes Gefühl sein (im Glück leben).
o Beispiele: Mit dem Leben zufrieden sein; viele Glücksmomente erleben.
„Glück haben“ bedeutet, entweder schicksalhaft oder durch einen Glücklichen Zufall begünstigt zu sein. Beispiele für Letzteres: durch Zufall im Lotto oder in einem Glücksspiel gewinnen; durch Zufall einen Vorteil erlangen; durch Zufall einen Nachteil vermeiden. Unser Glück hängt inzwischen von so vielen Dingen und Umständen ab - beispielsweise von dem passenden Partner, von dem Geld, von dem Wetter, von dem Urlaub, von der körperlichen Fitness -, dass man gar nicht mehr zu merken scheint, wie abhängig man geworden ist.
Bei Platon und Augustinus, zum Beispiel, kann man lernen, was zum Glück des Menschen wirklich gehört. Ihr gründliches Denken kam zu dem Schluss, dass menschliches Glücksstreben sich am Sein und nicht an den individuellen Wünschen und Begierden des Menschen orientieren muss. Man muss erkennen, was das Wesen des Menschen ausmacht, um dieses zum Maßstab unseres Glücksstrebens nehmen zu können. Dazu ist eine umfassende Selbsterkenntnis möglichst vieler nötig. Indem wir uns selbst erkennen, gelangen wir dann, laut Platon und Augustinus, auch zur Erkenntnis dessen, was bzw. wer über dem Menschen steht und zur Einsicht, dass ohne Beziehung zu diesem höchsten Gut, das unser Dasein begründet, kein wahres Glück möglich ist.
2.3 Didaktisch- methodische Analyse
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