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Autor: Jessica Freis
Fach: Pädagogik - Heil- und Sonderpädagogik
Details
Institution/Hochschule: Universität Dortmund (Fachbereich Pädagogik)
Tags: Integration, Unterricht, Offener, Unterricht, Primar-, Sekundarstufe, Versuch, Analyse
Jahr: 2001
Seiten: 34
Note: keine
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 273 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-13075-2
Textauszug (computergeneriert)
Integration und offener Unterricht
von Jessica Freis
Inhaltsverzeichnis
DEFINITIONEN UND WORTBEDEUTUNG: 4
Lernen 4
Lernzielgleichheit: 4
Lernzieldifferenz: 5
Offener Unterricht 5
Integration 5
Leitidee: 6
Grundannahmen: 6
ENTWICKLUNG DER INTEGRATIONSPÄDAGOGIK 7
1) Allgemein 7
2) Die Integration in Nordrhein-Westfalen 7
INTEGRATION NACH EBERWEIN 9
GRUNDSÄTZE FEUSERS 10
Ziele der Integration: 11
Ziele Integrativen Unterrichts: 11
BASISANNAHMEN FÜR EINEN INTEGRATIVEN
UNTERRICHT IN DER SEK. I NACH POPPE 12
1) Heterogenität 12
2) Gleichheit 12
3) Differenzierung 12
Formen der Differenzierung: 12
4) Gemeinsamkeit 12
5) Autonomie 12
LEHRGANGSMÄßIGER UNTERRICHT 13
FORMEN DES OFFENEN UNTERRICHTS 14
1) Stationslernen 14
Einsatzmöglichkeiten: 14
2) Wochenplan 14
3) Freiarbeit: 14
Merkmale Offenen Unterrichts sind: 15
Grundannahmen Offenen Unterrichts: 15
Ziele/ Möglichkeiten von Offenem Unterricht 15
Bedenken: 15
Erfahrungen: 16
Grenzen: 16
Leistungsbewertung: 16
GEÖFFNETER UNTERRICHT ALS VORAUSSETZUNG INTEGRATIVEN LERNENS 18
Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Offenem und Integrativem Unterricht 18
AUFGABENVERTEILUNG ZWISCHEN SONDER- UND REGELSCHULLEHRER IN INTEGRATIVEN UNTERRICHT 19
Aufgaben des Sonderschullehrers: 19
Aufgaben beider Pädagogen: 19
Aufgaben des Klassenlehrers: 19
RAHMENBEDINGUNGEN: 20
Modelle der Stundenzuteilung 20
Modelle zur Integration: 20
Klassenfrequenzen 22
GEFAHREN DES LERNZIELDIFFERENTEN UNTERRICHTS 23
INTEGRATIONSFÄHIGKEIT? 24
Lernbehinderte: 24
Definition der VO-SF: 24
Beschreibung: 24
Maßnahmen: 25
Geistigbehinderte: 26
Definition des Deutschen Bildungsrates (1976): 26
Definition laut VO-SF: 26
Beschreibung der Ursachen: 26
Maßnahmen: 26
Fragenkatalog 26
Schwerstbehinderte: 27
Definition der VO-SF §8: 27
Definition: 27
Beispiel: 28
Praxis des Offenen Unterrichts in einer Integrationsklasse mit einem schwerstbehinderten Kind: 28
Anforderungen an die Lehrperson: 28
Bedürfnisse des Schülers: 29
Kommentar eines Vaters: 29
SCHLUSS 30
LITERATURVERZEICHNIS 31
ANHANG 34
Definitionen und Wortbedeutung:
Lernen
"...ist ein individueller Aneignungsprozess, der in der Schule in der Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand und den Mitlernenden unter Anleitung von Erwachsenen erfolgt."
Lernen wird als ein dynamischer, individuumsbezogener und lebenslanger Prozess verstanden.
Generell wurde herausgefunden, dass man Inhalte folgendermaßen im Gedächnis speichert:
10% durch Lesen
20% durch Hören
30% durch Sehen
50% durch Lernen in Verbindung von Hören und Sehen
70% - 80% durch eigenes Formulieren und
90% durch eigenes Handeln und Ausprobieren
In einer Integrationsklasse kommen nicht nur unterschiedliche Lernvoraussetzungen, sondern auch individuelle Unterschiede der Verarbeitung von Informationen zusammen, die ebenfalls beachtet werden müssen.
Lernzielgleichheit:
"...alle Schüler einer Lerngruppe haben die gleichen Lernziele des gleichen Lehrplans zur gleichen Lernzeit, im gleichen Lerntempo, mit gleicher Intentionalität und gleicher Intensität zu erreichen."
Lernzieldifferenz:
Zur gleichen Zeit werden "unterschiedliche Lernziele und Lerninhalte aus unterschiedlichen schulartenspezifischen Lehrplänen erarbeitet."
Beim lernzieldifferenten Unterricht sollte in der vorbereitenden Planung bedacht werden, dass es Lerninhalte gibt, die sich nichtbehinderte Kinder aneignen müssen, die jedoch für die Lebensperspektive der behinderten Menschen von geringer Bedeutung sind, sowie solche, die behinderte Menschen lernen sollen, die aber für nichtbehinderte ohne oder nur von geringer Wert sind. Dazu zählt auch der spezifische Förderbedarf.
Offener Unterricht
"Mit dem Terminus <Offener Unterricht> wird ein Unterricht bezeichnet, dessen Unterrichtsinhalt, -durchführung und -verlauf nicht primär vom Lehrer, sondern von Interessen, Wünschen und Fähigkeiten der Schüler bestimmt wird, wobei der Grad der Selbst- und Mitbestimmung des zu Lernenden durch die Schüler zum entscheidenden Kriterium des Offenen Unterrichts wird."
"Sammelbegriff für unterschiedliche Reformansätze in vielfältigen Formen inhaltlicher, methodischer und organisatorischer Öffnung mit dem Ziel eines veränderten Umgangs mit dem Kind auf der Grundlage eines veränderten Lernbegriffs."
Integration
Integrare = ergänzen
Integration meint allgemein den Prozess des Zusammenwachsens einzelner Teile zu einem Ganzen.
"...Integration ist als gegenseitiger psychosozialer Annäherungs- und Lernprozess zwischen Integratoren und Integranten aufzufassen."
Integration im sozialen und personalen Bereich ist ein Grundanliegen der Reformpädagogik. In neuesten Entwicklungen bemüht man sich auch um eine curriculare Integration.
"Soziale Integration" bezog sich ursprünglich nur auf rassische/ ethnische Minderheiten und wurde erst später auf Gastarbeiterkinder und letztlich auf Behinderte übertragen.
"Integration (als Ziel) soll durch Integration (als Methode) erreicht werden."
Wenn die Methode bereits das Ziel beinhaltet, braucht man kein Ziel. Demnach ist der Weg das Ziel.
Integrative Didaktik bezeichnet das "Zusammenwirken von Individualisierung und Differenzierung unter besonderer Berücksichtigung der Gemeinsamkeit."
"Erfreulicherweise weisen sämtliche internationale und nationale Studien darauf hin, dass der Integrative Unterricht leistungseffektiver ist als die Sonderschule."
Leitidee:
"So viel Gemeinsamkeit wie möglich, so viel Besonderung wie nötig."
Grundannahmen:
Jedes Kind ist verschieden und muss in seinen individuellen Lernvoraussetzungen akzeptiert werden. Es muss die Gelegenheit haben, die Methode kennenzulernen, mit der es am besten lernen kann. Die Rolle des Unterstützers beim Lernen können andere Kinder, die selbst gerade im Lernprozess stecken, meist besser als die "allwissenden" Erwachsenen einnehmen.
Ziffernzensuren verschaffen Konkurrenz unter den Schülern und sind nicht geeignet, den Lernprozess produktiv zu begleiten.
Entwicklung der Integrationspädagogik
1) Allgemein
Bereits vor Beginn der Integrationsdiskussion wurden körper- oder sinnesbeeinträchtigte Schüler in der Regelschule unterrichtet, wenn sie die Lehrziele der jeweiligen Schulform erreichen konnten (siehe Lernzielgleichheit S. 3).
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