Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Autor: Sven Däschner
Fach: Geschichte - Deutsches Kaiserreich, Imperialismus
Details
Institution/Hochschule: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tags: Annäherung, Historisches, Seminar, Großbritannien
Jahr: 2005
Seiten: 23
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 41 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 192 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-46789-6
ISBN (Buch): 978-3-638-66111-9
Zusammenfassung / Abstract
Die Frage der Bündnisse vor dem Ersten Weltkrieg beschäftigt die Geschichtswissenschaft schon seit langem. Mit dem Beitritt Großbritanniens zur Entente Cordiale war die europäische Konstellation vorbereitet für den Krieg. Doch warum einigt sich Großbritannien mit zweien seiner größten Gegner jener Zeit? Warum schließt sich England nicht vielmehr dem Dreibund aus Italien, Österreich- Ungarn und dem deutschen Kaiserreich an? Was beeinträchtigte die Verhandlungen zwischen London und Berlin? Oder war das Bündnis schlichtweg nicht gewollt? Diesen Fragen soll in der Folgenden Arbeit nachgegangen werden.Aufgrund der hohen Komplexität können einzelne Aspekte nur kurz angerissen werden. Jeder Teilaspekt wäre sicherlich eine eigene Arbeit wert. Doch soll hier der Gesamtzusammenhang untersucht und analysiert werden. Dabei stehen die Jahre 1898- 1902 besonders im Fokus. Zu jener Zeit waren die Verhandlungen zwischen Großbritannien und Deutschland am intensivsten und am weitesten vorangeschritten. Doch zunächst sollen die Internationalen Hintergründe betrachtet werden. Warum gab England seine Politik der „Splendid Isolation“ auf? Hier soll der Rahmen für die Folgenden Kapitel skizziert werden. Anschließend werden die Bündnisgespräche beschrieben. Hier soll gezeigt werden, dass London, oder zumindest Teile der Londoner Regierung durchaus gewillt waren mit dem Kaiserreich ein Verteidigungsbündnis einzugehen. Daraufhin sollen Gründe für das Scheitern der Verhandlungen erwähnt und analysiert werden. Im Mittelpunkt stehen hierbei zwei für den Verfasser enorm wichtige Faktoren. Zunächst die öffentliche Meinung im Kontext des Burenkrieges und anschließend die Wirtschaftliche Rivalität. Da die deutsche Wirtschaft und ihr Wachstum den Grundstein für die Militär- und Rüstungspolitik bildeten, soll kurz noch eines der am häufigsten Erwähnten Argumente, die Flottenpolitik, für den Antagonismus zwischen den beiden Nationen um die Jahrhundertwende angerissen werden.
Textauszug (computergeneriert)
Albert- Ludwigs- Universität Freiburg
Historisches Seminar
Hauptseminar: Großbritannien 1890 – 1945
Deutsch – britische Annäherung um 1900
eingereicht von: Sven Däschner
Wintersemester 2004/2005
Inhaltsverzeichnis I
Einleitung ... 2
II. Internationalen Hintergründe ... 3
III. Deutsch- britische Annäherung und Bündnisgespräche ... 7
IV. Gründe für das Scheitern der Verhandlungen ... 11
1. Öffentliche Meinung und Burenkrieg ... 11
2.Wirtschaftliche Konkurrenz und Flottenbauprogramm ... 15
V. Schluss ... 18
VI. Literatur ... 20
1. Einleitung
Die Frage der Bündnisse vor dem Ersten Weltkrieg beschäftigt die Geschichtswissenschaft schon seit langem. Mit dem Beitritt Großbritanniens zur Entente Cordiale war die europäische Konstellation vorbereitet für den Krieg. Doch warum einigt sich Großbritannien mit zweien seiner größten Gegner jener Zeit? Warum schließt sich England nicht vielmehr dem Dreibund aus Italien, Österreich- Ungarn und dem deutschen Kaiserreich an? Was beeinträchtigte die Verhandlungen zwischen London und Berlin? Oder war das Bündnis schlichtweg nicht gewollt? Diesen Fragen soll in der Folgenden Arbeit nachgegangen werden.Aufgrund der hohen Komplexität können einzelne Aspekte nur kurz angerissen werden.
Jeder Teilaspekt wäre sicherlich eine eigene Arbeit wert. Doch soll hier der Gesamtzusammenhang untersucht und analysiert werden. Dabei stehen die Jahre 1898- 1902 besonders im Fokus. Zu jener Zeit waren die Verhandlungen zwischen Großbritannien und Deutschland am intensivsten und am weitesten vorangeschritten. Doch zunächst sollen die Internationalen Hintergründe betrachtet werden. Warum gab England seine Politik der „Splendid Isolation“ auf? Hier soll der Rahmen für die Folgenden Kapitel skizziert werden. Anschließend werden die Bündnisgespräche beschrieben. Hier soll gezeigt werden, dass London, oder zumindest Teile der Londoner Regierung durchaus gewillt waren mit dem Kaiserreich ein Verteidigungsbündnis einzugehen.
Daraufhin sollen Gründe für das Scheitern der Verhandlungen erwähnt und analysiert werden. Im Mittelpunkt stehen hierbei zwei für den Verfasser enorm wichtige Faktoren. Zunächst die öffentliche Meinung im Kontext des Burenkrieges und anschließend die Wirtschaftliche Rivalität. Da die deutsche Wirtschaft und ihr Wachstum den Grundstein für die Militär- und Rüstungspolitik bildeten, soll kurz noch eines der am häufigsten Erwähnten Argumente, die Flottenpolitik, für den Antagonismus zwischen den beiden Nationen um die Jahrhundertwende angerissen werden.
Die Literatur zu dem Thema ist sehr umfangreich und detailliert. Besonders hervorzuheben ist das Werk von George Monger über die Entstehung der Entente 1900- 19071. Hierin sind die britischen und deutschen Quellen besonders umfangreich analysiert worden. Ferner erwähnenswert ist das Standardwerk zu den deutsch- britischen Beziehungen vor dem Ersten Weltkrieg, Paul Kennedy’s „The Rise of the Anglo- German Antagonism“2. Über die Frage des Scheiterns besteht keineswegs Einigkeit, vielmehr hat jeder Autor seine eigenen Präferenzen zur Gewichtung der einzelnen Faktoren. Zunächst sollen die Rahmenbedingungen auf internationaler Ebene zur Arbeit betrachtet werden.
[...]
1 Monger, George: Ursachen und Entstehung der englisch-französisch-russischen Entente 1900-1907, Darmstadt 1972.
2 Kennedy, Paul: The Rise of the Anglo- German Antagonism 1860- 1914, London 1980.
Kommentare
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: