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Französische Filmgeschichte. 1895-1914

Scholary Paper (Seminar), 2002, 17 Pages
Author: Esther Fischer
Subject: Theater Studies

Details

Event: Proseminar: Inszenierung der (bewegten) Bilder. Einführung in die Filmanalyse und -geschichte
Institution/College: LMU Munich (Theaterwissenschaft)
Tags: Anfänge des Films; Frankreich; Lumiére; Méliès; Pathé
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2002
Pages: 17
Language: German
Archive No.: V5062
ISBN (E-book): 978-3-638-13081-3
ISBN (Book): 978-3-638-77457-4
File size: 205 KB
Notes :
Für Filmwissenschaftler und ev. auch Romanisten interessant.


Abstract

Vorliegender Text behandelt ausführlich die Anfänge des französischen Films (1895-1914) mit Schwerpunkt auf den Persönlichkeiten und deren Erfindungen, die dieses Genre am meisten geprägt haben. Entsprechend ist der Text in drei große Abschnitte gegliedert: - Die Gebrüder Lumière und die Anfänge des Films, - Georges Méliès und die Entstehung der Filmkunst und - Charles Pathé und die Industrialisierung des Films.


Excerpt (computer-generated)

Französische Filmgeschichte 1895-1914

von Esther Fischer

Inhaltsverzeichnis

Vorwort 1

1. Die Gebrüder Lumière und die Anfänge des Films 2

1.1 Die ersten Versuche 2
1.2 Die Lumièreeschen Filme 3
1.3 Der Film wird zur Attraktion 4

2. Georges Méliès und die Entstehung der Filmkunst 6

2.1 Méliès′ Montagetechniken 6
2.2 Die Firma Star-Film 8

3. Charles Pathé und die Industrialisierung des Films 8

3.1 Die Firma Pathé Frères und Ferdinand Zecca 8
3.2 Das Verleihsystem 9
3.3 Der Film d′Art 11

Ausblick 12

Literatur- und Quellenverzeichnis 14


Vorwort

Die jüngste und modernste Kunstform, die sogenannte ‚Siebte Kunst′, welche Elemente aus der Literatur, dem Theater, der Bildenden Kunst, der Musik und letztlich der Photographie in sich vereint, ist wohl zweifellos die Filmkunst.

Schon lange vor der ersten Filmvorführung im Jahre 1895 träumten viele Künstler von einer idealen Kunst, einer Verschmelzung aller Künste zu einer Art ‚Überkunst′. Um so verwunderlicher ist die Tatsache, dass gerade Künstler und Intellektuelle den Film lange Zeit als kunstloses Populärmedium verpönten. Auch waren es keinesfalls Kunstschaffende, die darauf bedacht waren, die Photographie weiterzuentwickeln und Bild- und Tonaufnahmegeräte zu konstruieren, sondern Wissenschaftler und Techniker. Es gab im 19. Jahrhundert unzählige Menschen auf dem ganzen Erdball, die den Anspruch erhoben, den Film erfunden zu haben, doch letztendlich ist er unstreitig ein Produkt aus vielen verschiedenen Erfindungen, die über einen langen Zeitraum hinweg entstanden waren und seither stets verbessert worden waren.
Wer schließlich der entscheidende Kopf bzw. die entscheidenden Köpfe bei der Entstehung des Films war bzw. waren, darüber sind sich die Experten selbst heute noch nicht einig. Die meisten tendieren zu der Ansicht, dass dies die Gebrüder Lumière waren, die 1895 mit ihrem Cinématographe Lumière zum ersten Mal eine öffentliche Kinovorstellung gaben, einige hingegen halten den Amerikaner Thomas Alpha Edison für den wahren Erfinder des Films, auch wenn sein "Kino" nicht mehr als ein Guckkasten war, wieder andere stellen die oben genannten auf eine Stufe mit dem Engländer William Friese-Greene und den deutschen Brüdern Max und Emil Skladanowsky.
Doch wie auch immer man es halten mag, für die Franzosen steht fest: Ihre Kinematographie begann mit den Brüdern Lumière. Zu diesen kommen zwei weitere Männer, welche die Entwicklung des Französischen Films vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges entscheidend prägten: Der Zauberkünstler Georges Méliès und der Unternehmer Charles Pathé.
Entsprechend diesen einflussreichen Persönlichkeiten habe ich auch meine Arbeit in drei große Abschnitte gegliedert: Die Gebrüder Lumière und die Anfänge des Films, Georges Méliès und die Entstehung der Filmkunst und Charles Pathé und die Industrialisierung des Films.

1. Die Gebrüder Lumière und die Anfänge des Films

1.1 Die ersten Versuche

Bevor sich die Brüder Louis und Auguste Lumière der Filmproduktion widmeten, stellten sie Photozubehör in ihrer Firma Société Lumière her. Nachdem der Amerikaner Thomas Alpha Edison sein Kinetoscope, ein Guckkastenkino, gebaut hatte, war vor allem Louis Lumière - die treibende Kraft der beiden Brüder - von diesem Apparat fasziniert und widmete sich seiner Verbesserung und Weiterentwicklung. Dabei galt es hauptsächlich, das Problem der kleinen Bilder, die nur von jeweils einem Zuschauer beobachtet werden konnten, zu lösen und die Filme über ein Projektionsgerät auf eine Leinwand zu werfen und sie so einem größeren Publikum zugänglich zu machen.
Es gelang ihm bald, seine Idee zu verwirklichen und die Brüder Lumière stellten am 22.03.1895 ihr Cinétoscope de projection der Société d′Encouragement à l′Industrie Nationale in Paris vor. Die anwesenden Fachleute waren tief beeindruckt von dem neuen Apparat, bemängelten aber dennoch, dass das Bild zu verwackelt sei.
Also machten sich die Lumières daran, ihre Erfindung, die sie nun Cinématographe Lumière nannten, so weit zu verbessern, dass sie öffentlich vorgeführt werden konnte. Am 28. Dezember 1895 war es dann soweit: Die ersten Filme wurden gegen Eintrittsgeld im Salon des Grand Café in Paris gezeigt. Dies kennzeichnet den Beginn des Kinos.

[...]


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