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Systemarchitektur von Microsoft Business Solutions Navision / SAP Business One und Reengineering von Geschäftsprozessen bei der Wacker-Chemie AG

Autor: Daniel Fürstenau
Fach: Informatik - Wirtschaftsinformatik

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Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 19
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 17  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 264 KB
Archivnummer: V50629
ISBN (E-Book): 978-3-638-46816-9
ISBN (Buch): 978-3-638-76476-6
Anmerkungen :
Im ersten Teil der Arbeit wird vergleichend die Systemarchitektur der Enterprise Resource Planning-Systeme Microsoft Business Solutions Navision 4.0 und SAP Business One untersucht. Dabei wird insbesondere auf den Aufbau, Schichten, Datenhaltung und Schnittstellen eingegangen.Im zweiten Teil wird der Beitrag von ERP-Systemen zum Reengineering von Geschäftsprozessen bei der Wacker-Chemie AG, einem global tätige Konzern in die Prozessfertigung, untersucht.

Zusammenfassung / Abstract

Im ersten Teil der Arbeit wird die Systemarchitektur der ERP-Systeme Microsoft Business Solutions (MBS) Navision 4.0 und SAP Business One (Release 2003) untersucht und verglichen. Dabei wird insbesondere auf den Aufbau, Schichten, Datenhaltung und Schnittstellen eingegangen. Ein Vergleich der Systeme bietet sich vor allem deshalb an, weil sich beide Systeme an die Zielgruppe der kleineren bis mittleren Unternehmen (KMU) wenden. Im zweiten Teil der Arbeit wird eine Fallstudie zum Re-Engineering von Geschäftsprozessen dargestellt. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht dabei, welchen Beitrag ERP-Systeme zum Re-Engineering von Geschäftsprozessen leisten können. Insbesondere wird kritisch hinterfragt, welche Hindernisse überwunden werden mussten, um Veränderungen im Bezug auf Workflow, Arbeitsmethoden und Anwendungssysteme umzusetzen. Betrachteter Fall ist die SAP R/3 und später mySAP Chemicals Einführung der Wacker-Chemie AG. Die Untersuchung macht die enge Verzahnung von Business Re-Engineering und den beteiligten Anwendungssystemen deutlich.

Textauszug (computergeneriert)

Systemarchitektur von Microsoft Business Solutions
Navision / SAP Business One und Reengineering von
Geschäftsprozessen bei der Wacker-Chemie AG

von: Daniel Fürstenau

WS0506

 


Inhaltsverzeichnis

1. Systemarchitektur 4

1.1. Aufbau  4
1.2. Datenaustausch mit anderen Anwendungen  9
1.3. Datenhaltung  11

2. Reengineering von Geschäftsprozessen 12

2.1. Business Reengineering und ERP-Systeme 12
2.2. Reengineering-Aktivitäten bei der Wacker-Chemie AG  13
2.3. Integration betrieblicher Abläufe  13
2.4. Standardisierung von Geschäftsprozessen  14
2.5. Einführung zusätzlicher Module des ERP-Systems 15
2.6. Hindernisse bei der Umsetzung von Veränderungen  16
2.7. Zusammenfassung  18

 


 

1. Systemarchitektur

In diesem Kapitel soll die Systemarchitektur der ERP-Systeme Microsoft Business Solutions (MBS) Navision 4.0 und SAP Business One (Release 2003) untersucht werden. Dabei wird insbesondere auf den Aufbau, Schichten, Datenhaltung und Schnittstellen eingegangen. Zielgruppe beider ERP-Systeme sind kleine bis mittlere Unternehmen (KMU’s), deshalb bietet sich ein Vergleich an. Navision ist ursprünglich die Entwicklung eines dänischen Unternehmens. SAP Business One, die Lösung der SAP AG für kleine Unternehmen und Zweigstellen wurde aus der Lösung eines von SAP übernommenen israelischen Systemanbieters entwickelt. Beide Systeme basieren auf dem Client-Server-Modell und nutzen Datenbanksysteme zur Verwaltung der Datenbestände1. Im ERP-Bereich sind jedoch durchaus auch andere Systemarchitekturen, wie Peer-to-Peer und Grid-Computing zu finden sind2.

1.1. Aufbau

Bei den untersuchten ERP-Systemen handelt es sich um verteilte Systeme, d.h. sie sind definiert durch eine Menge von Funktionseinheiten oder Komponenten, die in einer Beziehung zueinander stehen (Client-Server) und eine Funktion erbringen, die nicht durch die Komponenten alleine erbracht werden kann. Sowohl MBS Navision 4.0 als auch SAP Business One sind nach dem Client-Server-Modell aufgebaut. Aus verteilten Anwendungen lassen sich folgende Komponenten isolieren: Grafische Präsentation (Benutzeroberfläche), Benutzerschnittstelle, Applikationslogik, Datenmanagement und persistente Datenspeicherung3.

Abbildung 1: Thin Client - Two-tier-model von SAP Business One4 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

Diese Komponenten müssen auf Rechenressourcen (Clients – und Server-Maschinen) aufgeteilt werden. Bei SAP Business One erfolgt die Gliederung in zwei Stufen (two-tiermodel). Getrennt wird zwischen Benutzerinterface und Anwendung (vgl. Abbildung 1). Die komplette GUI und einige Zusatzinformationen verwaltet der Client (thin client, remote presentation). Die Applikationslogik und die Daten verwaltet der Server. Im Gegensatz dazu können verteilte Systeme jedoch auch als mehrschichtige Anwendungen strukturiert werden. Dadurch lässt sich eine bessere Skalierbarkeit der Server erreichen und web-basiertes Technologien können besser eingeschlossen werden. Microsoft BS Navision ist nach einer dreischichtigen Gliederung (three-tier-model) aufgebaut (vgl. Abbildung 2).

Abbildung 2: Systemarchitektur MBS Navision 4.01 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

Nach GRONAU2 weisen ERP-Systeme heute im Allgemeinen einen mehrstufigen Aufbau auf (vgl. Abbildung 3). Die Benutzungsschicht stellt in der Regel grafische Oberflächen für verschiedene Endgeräte zur Verfügung und dient als primäre Benutzungsschnittstelle. Sowohl Navision als auch Business One verfügen auf der Benutzungsschicht über proprietäre Benutzerschnittstellen. Eine Verwendung von Webbrowsern oder anderen Endgeräten als Client ist nicht vorgesehen. Die Kommunikation zwischen Client und Server geschieht in MBS Navision und in SAP Business One über Transaktionen. An der Bearbeitung einer Transaktion sind mindestens zwei Computerprozesse (Client und Server) beteiligt, die unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen.

Abbildung 3: Allgemeiner Aufbau eines ERP-Systems nach Gronau1 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

SAP Business One basiert auf einer zweischichtigen Windows 32-Bit Client-/ Server- Architektur und wird auf einem einzigen Server ausgeführt der sich in ein Windows- Netzwerk integrieren lässt (vgl. Abbildung 4). Der Zugriff wird über Wide Area Network (WAN), Terminal Services oder per DFÜ gewährleistet. SAP Business One enthält Sicherheits- und Backup-Optionen sowie Netzwerk-Zugriffsprotokolle2.

Abbildung 4: Client-Server Architektur SAP Business One3 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

[...]


1 Sumner, M.: Enterprise Resource Planning 2004, S. 32

2 Vgl. z.B. www.softwarespectrum.de/oracle/oracle_server.asp Abruf: 15.01.2006

3 Bengel 2004, S. 18

4 Eigene Darstellung

1 Microsoft Business Solutions Navision 2004: Technologie

2 Gronau, N.: Enterprise Resource Planning und Supply Chain Management 2004, S. 8

1 Gronau, N.: Enterprise Resource Planning und Supply Chain Management 2004, S. 8

2 Vgl. SAP AG: SAP Business One 2005, S. 9

3 SAP AG: SAP Business One 2005, S. 9


 

Kommentare

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