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Inszenierungsanalyse von Peter Steins Inszenierung der Komödie "Wie es euch gefällt" von William Shakespeare

Hauptseminararbeit, 2005, 24 Seiten
Autor: Nicole Korzonnek
Fach: Theaterwissenschaft

Details

Veranstaltung: Einführung in die Aufführungsanalyse
Institution/Hochschule: Universität Bayreuth
Tags: Inszenierungsanalyse, Peter, Steins, Inszenierung, Komödie, EUCH, GEFÄLLT, William, Shakespeare, Einführung, Aufführungsanalyse
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 24
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 9  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V50648
ISBN (E-Book): 978-3-638-46834-3
ISBN (Buch): 978-3-640-20375-8
Dateigröße: 238 KB

Zusammenfassung / Abstract

Peter Stein eröffnete am 20. September 1977 mit seinem Schauspielensemble der Schaubühne am Halleschen Ufer Berlin die Spielzeit 1977/78, in dem er die Komödie WIE ES EUCH GEFÄLLT von William Shakespeare inszenierte. Damit stellte er erneut ein Gegenstück zu Peter Zadeks Regiearbeit auf die Bühne, denn von eben dem war nahezu zeitgleich eine Inszenierung von Shakespeares HAMLET in Bochum zu sehen.1 Im Gegensatz zu Zadek war das Theater für Stein ein Laboratorium, das als Mittel zur Gesellschaftskritik und politischer Aktion diente, und das nicht als Spielplatz gedacht war.2 Damit bewies Stein nicht nur, dass er bei Kortner seine ihn formenden Lehrjahre verbracht hat, sondern auch, dass er ganz zu Recht als Antipode zu Zadeks Konzepten im Regietheater der BRD gehandelt wurde.3 Anders als Zadek, der seinen HAMLET einer extremen Dekonstruktion unterwarf, versuchte Peter Stein eine vorsichtige Rekonstruktion dem Publikum präsentieren zu können und stellte sich somit auch bewusst dem Dilemma der kritischen Regie damaliger und auch heutiger Zeit. Was sollte man mit dem klassischen Erbe tun? 4 Dieser Frage begegnete Stein nicht allein, sondern teilte sie mit seinem Schauspielensemble der Schaubühne. Dies zeugte von einem ungeheuren Teamgeist und der Bereitschaft zu einer tiefgehenden konzeptionellen Arbeit, der bereits eine erfolgreiche gemeinschaftliche Zeit vorangegangen war. 1 Vgl. Hotmann, Wilhelm: Shakespeare und das Deutsche Theater im XX. Jahrhundert. Berlin: Henschel 2001. S.286 2 Vgl. ebenda S.287 3 Vgl. ebenda S.286 4 Vgl. ebenda S.289


Textauszug (computergeneriert)

Universität Bayreuth
HS: Einführung in die Aufführungsanalyse
WS 2004/05

Inszenierungsanalyse von Peter Steins Inszenierung der
Komödie WIE ES EUCH GEFÄLLT von William Shakespeare

von: Nicole Korzonnek

 


Inhalt

1.0 Regiebuch Akt 5, Szene 2

2.0 Einleitung S. 3

3.0 Inszenierungsanalyse S. 8

3.1 Der Text S. 10
3.2 Umstellung der Szenenfolge S. 10
3.3 Der Raum S. 12

3.3.1 Der Raum und die Inszenierung S. 12
3.3.2 Der Raum und die Schauspieler S. 14
3.3.3 Der Raum und das Publikum S. 14

3.4 Die Kostüme S. 15
3.5 Die Schauspieler S. 17

3.5.1 Rosalind und Celia S. 18
3.5.2 Rosalind und Orlando S. 19
3.5.3 Phoebe und Silvius S. 20
3.5.4 Weitere schauspielerische Auffälligkeiten S. 20

3.6 Symbole S. 21

4.0 Fazit S. 22

5.0 Bibliografie S. 22

6.0 Filmografie S. 23

 


 

1.0 Regiebuch Akt 5, Szene 2 [in der Downloaddatei vorhanden]

2.0 Einleitung

Peter Stein eröffnete am 20. September 1977 mit seinem Schauspielensemble der Schaubühne am Halleschen Ufer Berlin die Spielzeit 1977/78, in dem er die Komödie WIE ES EUCH GEFÄLLT von William Shakespeare inszenierte. Damit stellte er erneut ein Gegenstück zu Peter Zadeks Regiearbeit auf die Bühne, denn von eben dem war nahezu zeitgleich eine Inszenierung von Shakespeares HAMLET in Bochum zu sehen.1 Im Gegensatz zu Zadek war das Theater für Stein ein Laboratorium, das als Mittel zur Gesellschaftskritik und politischer Aktion diente, und das nicht als Spielplatz gedacht war.2 Damit bewies Stein nicht nur, dass er bei Kortner seine ihn formenden Lehrjahre verbracht hat, sondern auch, dass er ganz zu Recht als Antipode zu Zadeks Konzepten im Regietheater der BRD gehandelt wurde.3 Anders als Zadek, der seinen HAMLET einer extremen Dekonstruktion unterwarf, versuchte Peter Stein eine vorsichtige Rekonstruktion dem Publikum präsentieren zu können und stellte sich somit auch bewusst dem Dilemma der kritischen Regie damaliger und auch heutiger Zeit. Was sollte man mit dem klassischen Erbe tun? 4 Dieser Frage begegnete Stein nicht allein, sondern teilte sie mit seinem Schauspielensemble der Schaubühne. Dies zeugte von einem ungeheuren Teamgeist und der Bereitschaft zu einer tiefgehenden konzeptionellen Arbeit, der bereits eine erfolgreiche gemeinschaftliche Zeit vorangegangen war.

1970 zog der Regisseur mit seinem schon bestehenden Ensemble in die Schaubühne am Halleschen Ufer Berlin um und begründete dort mit der gelungenen Inszenierung von Ibsens PEER GYNT (1971) den außergewöhnlichen Ruf des Theaters. Es folgten Aufführungen von Kleists DER PRINZ VON HOMBURG (1972), Gorkis SOMMERGÄSTE (1974) und das groß angelegte ANTIKENPROJEKT (1974.)5 Zu diesem Zeitpunkt war die Truppe um Stein für ihre recht ungewöhnliche Interpretationsarbeit bekannt, waren doch vertiefende Recherchen zum Stück, dem Dramatiker und dessen Zeit nahezu immer obligat. So verwundert es nicht, dass sie sich beinahe fünf Jahre in intensiven Renaissancestudien unter der Leitung von Peter Stein, Botho Strauss, Dieter Sturm und anderen Dramatikern und Dramaturgen vertieften. Es war die bis dahin anspruchvollste und langwierigste Vorbereitungszeit auf Shakespeare, die je unternommen wurde. Die Entfesselung dieses Wissens schlug sich dann in dem von Stein selbst konzeptionierten Werk SHAKESPEARE`S MEMORY (1976) nieder. Ein siebenstündiger Bilderbogen und Raritätenkasten, der an zwei aufeinander folgenden Abenden Shakespeares Welt, sein Bild von selbiger und die besonderen Zeitumstände, in der er lebte, dem Publikum näher bringen sollte.6 Platz des Geschehens war diesmal nicht die Schaubühne, sondern die C.C.C. Filmstudios, da man dort einen ausreichenden Raum für die Konstruktion und die verschiedenen Spielorte des Werkes fand.

Natürlich stellt sich die Frage, ob soviel geballtes Wissen nötig war um Shakespeare verstehen und aufführen zu können, aber es steht außer Frage, dass die Inszenierung Steins von WIE ES EUCH GEFÄLLT besonders von der „Renaissance-Monster- Show“7 SHAKESPEARE`S MEMORY profitierte und durch die Mischung eines intelligenten Regiekonzeptes, einer superben Darstellung und einer atemberaubenden Raumkunst Theatergeschichte machte.8

3.0 Inszenierungsanalyse

Im Folgenden soll nun zentral auf die Inszenierung Peter Steins von WIE ES EUCH GEFÄLLT eingegangen werden. Bedeutung, Merkmale, Ansichten und verschiedene Interpretationswege sowie deren Ansätze werden auf den Text, die Szenenabfolge, den Raum, die Kostüme, die Schauspieler mit ihrer Darstellung und ihrem Sprachduktus, sowie auf verschiedene Symbole in der Inszenierung angewandt.

3.1 Der Text

[...]


1 Vgl. Hotmann, Wilhelm: Shakespeare und das Deutsche Theater im XX. Jahrhundert. Berlin: Henschel 2001. S.286

2 Vgl. ebenda S.287

3 Vgl. ebenda S.286

4 Vgl. ebenda S.289

5 Vgl. ebenda

6 Vgl. ebenda S.290

7 Ebenda S.291

8 Vgl. ebenda S.289/291


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