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Übersetzung und Exegese von Genesis 8, 20-22

Hausarbeit, 2005, 20 Seiten
Autor: Dirk Piche
Fach: Theologie - Biblische Theologie

Details

Institution/Hochschule: Universität Dortmund
Tags: Exegese, Genesis
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 20
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 24  Einträge
Sprache: Deutsch

Archivnummer: V50796
ISBN (E-Book): 978-3-638-46933-3

Dateigröße: 260 KB


Textauszug (computergeneriert)

Übersetzung und Exegese von Genesis 8, 20-22

von: Dirk Piche

SoSe 2005

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3

2. Übersetzung 3

2.1 Wörtliche Übersetzung 4
2.2 Arbeitsübersetzung 4

3. Sprachliche Beschreibung 4

4. Literarkritik 6

4.1 Textabgrenzung 6
4.2 Einheitlichkeit 8
4.2.1 Exkurs Jahwist 8

5. Überlieferungskritik und Überlieferungsgeschichte 9

5.1 Exkurs Gilgamesch-Epos: 10

6. Traditionskritik und Traditionsgeschichte 11

7. Einzelexegese und Gesamtinterpretation 12

8. Eigene Meinung 18

9. Literaturliste 19
 


 

1. Einleitung

Laut der alttestamentlichen Sintfluterzählung wollte YHWH die Menschheit wegen ihrer Sündhaftigkeit auslöschen. Er erbarmte sich allerdings Noah und dessen Familie, auf Grund ihrer Frömmigkeit (Gen 65ff). Noah musste eine Arche bauen, auf die er sich mit seiner Familie, sowie reinen und unreinen Tieren, während der Sintflut zurückziehen und der Vernichtung entgehen konnte. Nach Ende der Sintflut baute Noah, als Dank für seine Errettung, einen Altar für YHWH und brachte auf diesem Brandopfer dar. YHWHs Reaktion auf diese Opfer ist für das weitere Verhältnis von Mensch und Erde (und YHWH) von großer Wichtigkeit. Die Einzelexegese, sowie Gesamtinterpretation wird zeigen, weshalb Gen 820- 22 für Horst Seebass „unbestritten zu den gewichtigsten [Stellen] der ganzen Bibel [gehört].“1 Die biblische Sintfluterzählung weist einige Parallelen zu ähnlichen mythologischen Fluterzählungen anderer Kulturen auf. Eine besonders enge Verwandtschaft lässt sich zu dem viel älteren sumerisch-babylonischen Gilgamesch-Epos erkennen.2 Für ein besseres Verständnis der biblischen Erzählung sind grundlegende Kenntnisse dieses Epos nötig. Aus diesem Grund wird er unter 5.1 Exkurs Gilgamesch-Epos genauer beschrieben und fließt auch in die Einzelexegese mit ein.

2. Übersetzung

Es folgt zunächst eine wörtliche Übersetzung von Gen 820-22. Diese enthält jedoch keine Satzzeichen und liest sich, aufgrund schwer verständlicher Satzkonstruktionen, sehr schwer. A us diesem Grund biete ich eine zweite, leicht umformulierte und mit Satzzeichen versehene Arbeitsübersetzung an.

2.1 Wörtliche Übersetzung3

20 Und Noach erbaute einen Altar für YHWH und er nahm einen Teil von allen den Tieren den reinen und von allen den Vögeln den reinen und er opferte Brandopfer auf dem Altar
21 Und YHWH roch den angenehmen Geruch und YHWH sprach zu seinem Herzen: Nicht fortfahren werde ich zu verfluchen den Erdboden wegen der Menschheit weil das Sinnen der Herzen der Menschheit schlecht ist von Jugend auf und nicht fortfahren werde ich zu schlagen alles Lebendige wie ich getan habe
22 Fortan solange die Erde besteht sollen nicht aufhören Aussaat und Ernte und Kälte und Hitze und Sommer und Winter und Tag und Nacht

2.2 Arbeitsübersetzung

20 Und Noach baute einen Altar für YHWH; und er nahm einen Teil von allen reinen Tieren und von allen reinen Vögeln und opferte Brandopfer auf dem Altar.
21 Und YHWH roch den angenehmen Geruch, und YHWH sprach zu seinem Herzen: „Nicht fortfahren werde ich, den Erdboden wegen der Menschheit zu verfluchen, weil das Sinnen der Herzen der Menschheit von Jugend auf böse ist. Und nicht fortfahren werde ich, alles Lebendige zu schlagen, wie ich getan habe.
22 Fortan, solange die Erde besteht, sollen nicht aufhören Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“

3. Sprachliche Beschreibung

In Gen 820-22 kommen Noah und YHWH als Akteure vor. Zuerst agiert Noah, indem er einen Altar baut und darauf Brandopfer darbringt. Es folgt, YHWHs Reaktion; eine Rede, die mit zwei parallelen Satzreihen beginnt. Diese nimmt den Hauptteil von Gen 820-22 ein. Es ist auffällig, dass es keinen konkreten Adressaten für YHWHs Worte gibt. Nach Westermann sind sie deshalb keine Verheißung, sondern „Aufhebung des Vernichtungsbeschlusses von 66-7.“4

[...]


1 Seebass: Genesis I. Urgeschichte, S. 220

2 vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Noach Datum: 17.08.2005; Uhrzeit: 14:42

3 Biblia Hebraica Stuttgartensia, anhand Gesenius: Hebräisches und Aramäisches Handwörterbuch

4 Westermann: Genesis. I.Teilband Genesis 1-11, S. 610


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