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Termpaper, 2005, 21 Pages
Author: Manuela Ickler
Subject: Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
Details
Institution/College: University of Cologne (Heilpädagogische Fakultät Köln)
Tags: Auswirkungen, Hörstörung, Entwicklung, Wortschatzes, Wortschatzaufbau
Year: 2005
Pages: 21
Grade: keine Note
Bibliography: ~ 14 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-46952-4
ISBN (Book): 978-3-638-79166-3
File size: 118 KB
Die Arbeit gibt zunächst einen Überblick über die Entwicklung des Wortschatzes bei normalhörenden Kindern. Anschließend werden anhand einer Studie die Auswirkungen einer Hörstörung auf den Wortschatz dargestellt.
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Abstract
Die Arbeit gibt zunächst einen Überblick über die Entwicklung des Wortschatzes bei normalhörenden Kindern. Anschließend werden anhand einer Studie die Auswirkungen einer Hörstörung auf den Wortschatz dargestellt.
Excerpt (computer-generated)
Universität zu Köln, Heilpädagogische Fakultät
Seminar für Hör- und Sprachgeschädigtenpädagogik
Seminar: 9234 Wortschatzaufbau und -erweiterung
WS 04/05
Auswirkungen einer hochgradigen Hörstörung auf die
Entwicklung des Wortschatzes
von: Manuela Ickler
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 2
1.1 Bedeutung und Bedingungen des Spracherwerbs 3
2 Hauptteil 5
2.1 Der Spracherwerb 5
2.1.1 Die Schreiphase 5
2.1.2 Die Lallphase 5
2.1.3 Einwortsätze 6
2.1.4 Zweiwortsätze 6
2.1.5 Mehrwortsätze und komplexe syntaktische Strukturen 7
2.2 Wortschatzaufbau 7
2.2.1 Wortschatzentwicklung bei hochgradigen Hörschäden 9
2.2.2 Untersuchung zum Wortschatz Hörgeschädigter von Peltzer-Karpf 10
2.3 Fördermaßnahmen 15
3 Schluss 18
4 Literaturverzeichnis 19
1 Einleitung
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen einer hochgradigen Hörstörung auf die Entwicklung des Wortschatzes von Kindern. Einleitend wird die Bedeutung von Sprache1 für den Menschen und seine Entwicklung herausgearbeitet, wobei zunächst der physiologische Ablauf des Sprecherwerbs und der damit verbundene Aufbau eines Wortschatzes vorgestellt wird. Anschließend wird im Vergleich dazu die Entwicklung eines Wortschatzes bei hochgradig hörgeschädigten Kindern am Beispiel einer empirischen Untersuchung betrachtet. Hierbei soll deutlich werden, in welcher Form der Wortschatz Hörgeschädigter sich von dem Normalhörender unterscheidet und mit welchen Fördermaßnahmen man diesen Problemen entgegenwirken kann.
Zum Thema Wortschatz finden sich viele differierende Bezeichnungen in der Literatur. Daher ist es zunächst notwendig festzulegen, was im Folgenden mit dem Begriff Wortschatz gemeint ist. Grundwortschatz, Standardvokabular, Alltagswortschatz oder Mindestwortschatz sind einige Begriffe, mit denen das, was man unter einem Wortschatz verstehen kann, bezeichnet wird. Sie sind zwar nicht deckungsgleich, überschneiden sich aber und sind inhaltlich nicht klar voneinander zu trennen.
Im Rahmen dieser Arbeit soll es um den aktiven, den passiven und den Grundwortschatz gehen, die folgendermaßen definiert werden: Unter dem aktiven Wortschatz versteht man „die Gesamtheit der Wörter, die ein Sprecher oder Schreiber verwendet“ (Schmitt 1997, S. 10); der passive Wortschatz ist hingegen deutlich größer, da er die Gesamtheit aller Wörter umfasst, die der Schreiber oder Sprecher versteht, nicht aber selbst benutzt; der Grundwortschatz stellt einen reduzierten Wortschatz dar, dessen Inhalte nach der Häufigkeit ihrer Verwendung gebildet wird (vgl. Schmitt 1997, S. 10). Die Entwicklung des Wortschatzes ist untrennbar verknüpft mit dem Spracherwerb des Kindes. Eine Trennung von Spracherwerb und Wortschatz kann daher nur theoretisch vorgenommen werden.
1.1 Bedeutung und Bedingungen des Spracherwerbs
Der Spracherwerb spielt eine enorm wichtige Rolle für die Entwicklung des Kindes. Zum einen ist Sprache das Kommunikationsmittel, das es ermöglicht, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, Beziehungen aufzubauen, sich auszudrücken und sich in das gesellschaftliche Leben einzubringen. Zum anderen sind mit dem Sprachvermögen auch kognitive und psycho-soziale Leistungen verbunden (vgl. Schmitt 1997, S. 3). Die Fähigkeit, Sprache zu erlernen ist im Kind bereits angelegt. Sie entwickelt sich jedoch nur zu einer Sprach- und Sprechkompetenz, wenn die Anlagen gefördert werden. Dabei spielen sowohl internale Faktoren, die also das Kind betreffen, als auch externale, d.h. die Umwelt betreffende Bedingungen eine Rolle. Man kann die beteiligten Faktoren in zwei Gruppen einteilen: die biologisch-neurophysiologischen Voraussetzungen und die soziokulturellen Umwelterfahrungen (vgl. Grüner 2004, S. 48).
Zu den biologisch-neurophysiologischen Einflussfaktoren zählt die geistige Entwicklung bzw. die Hirnreifung. Dass ein Zusammenhang zwischen Sprache und Kognition besteht, gilt heute als weitgehend unumstritten. Wie dieser Zusammenhang genau zu beschreiben ist, darüber herrscht Uneinigkeit (vgl. Möller-Marko 1980, S. 25-18). Fest steht jedoch, dass Denken mit Sprache in Verbindung stehen, so dass die sprachliche Entwicklung Einfluss auf die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten nehmen kann. Nach Piaget wird dies besonders deutlich, wenn das Kind das elfte Lebensjahr erreicht hat und die Stufe des anschaulichen und konkreten Denkens verlässt. Daran anschließend entfalten sich komplexe analytische Denkprozesse, was Piaget als das „Stadium der logischen Operationen“ (Piaget, zit. nach Bühler 1982, S. 65) bezeichnet. Diese Problemstellungen sind nicht mehr greifbar, sondern können nur mit Hilfe von abstrakten Begriffen gelöst werden. Voraussetzung hierfür ist also ein gewisses Abstraktionsvermögen (vgl. Bühler 1982, S. 65). Kinder, deren Wortschatz begrenzt ist und nur wenige Abstrakta enthält, können solche Denkaufgaben nur schwer oder gar nicht lösen.
Ein weiterer Faktor ist die sensomotorische Entwicklung. Für eine normale Entwicklung des Kindes sind intakte Sinnesorgane sehr wichtig, da über sie Reize aufgenommen werden können, die das Kind verarbeitet. Durch diese Aufgaben der Reizaufnahme, Verarbeitung und Reaktion lernt und reift das Kind in seinen Fähigkeiten (vgl. Grüner 2004, S. 49). Für das Erlernen von Sprache ist die Hörfähigkeit besonders wichtig, da sie eine Rückkopplung zur Selbstkontrolle darstellt. Die vom Kind produzierten Lauten kann es selbst durch die auditive Rückkopplung in der Artikulation, Lautstärke, Intonation, usw. überprüfen und korrigieren.
[...]
1 In dieser Arbeit werden die Begriffe Sprach- und Sprecherwerb weitgehend synonym verwendet.
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