Stressabbau durch Lebensfreude - Das Modell der Salutogenese von Antonovsky close

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Details

Veranstaltung: Gesund bleiben im Lehrerberuf
Institution/Hochschule: Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Tags: Stressabbau, Lebensfreude, Modell, Salutogenese, Antonovsky, Gesund, Lehrerberuf
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2003
Seiten: 19
Note: sehr gut
Literaturverzeichnis: ~ 12  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 305 KB
Archivnummer: V50998
ISBN (E-Book): 978-3-638-47077-3
ISBN (Buch): 978-3-638-59783-8

Zusammenfassung / Abstract

Normalerweise beschäftigt sich ein Mensch mit seiner Gesundheit erst, wenn er krank ist. Der Zustand des Wohlbefindens ist für die meisten so natürlich, dass wir ihn kaum bewusst wahrnehmen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass es über Krankheiten, ihre Symptome und die Krankheitsverläufe weitaus mehr Literatur gibt als über das Thema Gesundheit. Gibt es überhaupt das Wort 'Gesundheitssymptome'? Aaron Antonovsky hat sich mit dem interessanten Thema auseinandergesetzt, wie ein Mensch gesund bleiben kann. Er entwarf das Modell der Salutogenese, welches er der Pathogenese gegenübersetzte. Ihm war aber trotz seiner Kritik an dem Letzteren, von Medizinern angewendeten Konzept, wichtig, dass Salutogenese als Ergänzung dient und die Pathogenese nicht ersetzen will. Dieses Modell werde ich im Folgenden vorstellen. Am Schluss werde ich auf das Thema Lebensfreude eingehen.

Textauszug (computergeneriert)

Hauptseminararbeit

Thema:

Stressabbau durch Lebensfreude - Das Modell der
Salutogenese von Antonovsky

Im Anschluss an das Hauptseminar: Gesund bleiben im Lehrerberuf

im SS 2003

vorgelegt von:

Dagmar Schnell

Karlsruhe, den 22.07.2003

 

 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort ... 3

Definition von Gesundheit  ... 3

Biographie von Aaron Antonovsky ... 4

Antonovskys Modell der Salutogenese  ... 4

Begriffsklärung:  ... 4
Wo wird das Konzept eingesetzt?  ... 5
Hauptaussage des Modells der Salutogenese ... 5
Vergleich von Salutogenese und Pathogenese ... 5
Das salutogenetische Modell ... 6

1. Lebenserfahrungen  ... 7
2. Das Kohärenzgefühl ( SOC)  ... 7
3. Generalisierte Widerstandsressourcen, GRR  ... 10
4. Stressoren  ... 11
5. Spannungszustand ... 11
6. Spannungsbewältigung ... 12
7. Das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum ... 12
8. Der Fragebogen ... 12

Abschließender Kommentar  ... 13

Wie erreiche ich mehr Lebensfreude – verschiedene Ansätze  ... 14

Fazit  ... 16

Literatur  ... 19

 

 

 

Vorwort

Normalerweise beschäftigt sich ein Mensch mit seiner Gesundheit erst, wenn er krank ist. Der Zustand des Wohlbefindens ist für die meisten so natürlich, dass wir ihn kaum bewusst wahrnehmen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass es über Krankheiten, ihre Symptome und die Krankheitsverläufe weitaus mehr Literatur gibt als über das Thema Gesundheit. Gibt es überhaupt das Wort ‚Gesundheitssymptome’?

Aaron Antonovsky hat sich mit dem interessanten Thema auseinandergesetzt, wie ein Mensch gesund bleiben kann. Er entwarf das Modell der Salutogenese, welches er der Pathogenese gegenübersetzte. Ihm war aber trotz seiner Kritik an dem Letzteren, von Medizinern angewendeten Konzept, wichtig, dass Salutogenese als Ergänzung dient und die Pathogenese nicht ersetzen will. Dieses Modell werde ich im Folgenden vorstellen.

Am Schluss werde ich auf das Thema Lebensfreude eingehen.

Definition von Gesundheit

Gesundheit ist ein weitläufiger Begriff, der schwer zu beschreiben ist, da er sehr subjektiv gesehen werden kann. Dennoch habe ich hier einige Definitionen gefunden, die ich kurz vorstellen möchte.

Die WHO beschreibt die Idealnorm von Gesundheit 1948 als einen „Zustand des vollkommenen psychischen und physischen Wohlbefindens.“ Dies erscheint allerdings sehr realitätsfern, da niemand absolut gesund sein kann und dieser Zustand somit niemals erreicht werden kann.1

Hans-Georg Gadamer spricht gar von einer „Verborgenheit der Gesundheit“. Sie wird erst wahrgenommen, wenn man krank ist. Gerade in einer Wohlstandsgesellschaft, wo eine Grippe nicht gleich den sicheren Tod bedeuten wie vielleicht in Ländern der dritten Welt, ist Gesundheit nichts besonderes, sondern der Normalzustand des Menschen. Er widerspricht der Definition der WHO und sieht den Menschen in einem ständigen Ungleichgewicht zwischen Krankheit und Gesundheit.2

Heinz Hartmann wiederum sieht Gesundheit als subjektiv. Manche Menschen fühlen sich immer krank, andere kaum, obwohl sie die gleichen Symptome zeigen. Auch hängt Gesundheit von der Umgebung eines jeden Menschen ab.3

Der Soziologe Talcott Parsons definiert eine Person als gesund, wenn sie die von ihr geforderten Rollen und Aufgaben in der Gesellschaft gut erfüllen kann.4 

Biographie von Aaron Antonovsky

Der amerikanisch-israelische Medizinsoziologe Aaron Antonovsky wird 1923 in Brooklyn, USA geboren. Er studiert Soziologie mit dem Abschluss des PhD. 1960 emigriert er nach Jerusalem, Israel, wo er im Institut für angewandte Sozialforschung an verschiedenen Forschungsprojekten teilnimmt bzw. sie leitet. Unter anderem beschäftigt er sich mit Stressfaktoren und dem Thema Krankheit und Gesundheit. Nach einer überraschenden Studie über Frauen, die ein KZ überlebt haben und trotzdem körperlich und geistig sehr gesund waren5, erfindet er 1966 ein neues Stresskonzept, welches besagt, dass Stressoren nicht grundsätzlich krank machen, sondern auch gesundheitsförderlich sein können. 1979 und 1987 bringt er seine zwei wichtigsten Werke über die Erforschung der Gesundheit heraus, „Health, Stress and Coping (1979)“ und „Unraveling the Mystery of Health (1987)“. 1994 stirbt er im Alter von 71 Jahren.6

Antonovskys Modell der Salutogenese

Begriffsklärung:

Salus – lat. Heil, Unverletztheit, Glück
Genese – griech. Entstehung
Salutogenese = Entstehung von Gesundheit

[....]


1 vgl. BENGEL, S. 15

2 vgl. LAMPRECHT, S. 22

3 vgl. OPPERMANN, S. 197

4 vgl. SCHIFFER, S. 39

5 vgl. BENGEL, S. 20

6 vgl. BENGEL, S. 20

Kommentare

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