Termpaper, 2004, 16 Pages
Author: Simone Kaletsch
Subject: Mathematics For Pre-University Students
Details
Institution/College: Justus-Liebig-University Giessen
Tags: Grundaufgaben, Mathematikunterricht, Grundschule
Year: 2004
Pages: 16
Grade: 2+
Bibliography: ~ 6 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-47205-0
File size: 168 KB
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Excerpt (computer-generated)
Justus-Liebig-Universität Giessen
Institut für Didaktik der Mathematik
„Grundaufgaben“
Sommersemester 2004
Das kleine 1 + 1
von: Simone Kaletsch
Inhalt
0. Einleitung 3
1. Das kleine Einspluseins 3
1.1. Grundaufgaben der Addition 4
1.2. Behandlung der Grundaufgaben 4
1.3. Lösungsstrategien 6
1.3.1. Zählstrategien 7
1.3.1.1. Alles-Zählen 8
1.3.1.2. Weiterzählen 8
1.3.1.2.1. Weiterzählen vom ersten Summanden aus 8
1.3.1.2.2. Weiterzählen vom größeren Summanden aus 9
1.3.1.2.3. Weiterzählen vom größeren Summanden aus in größeren Schritten 9
1.3.2. Heuristische Additionsstrategien 9
1.3.2.1. Tauschaufgaben 10
1.3.2.2. Verdoppeln 10
1.3.2.3. Fastverdoppeln 10
1.3.2.4. Nachbaraufgaben 10
1.3.2.5. Analogieaufgaben 10
1.3.2.6. Gegensinniges Verändern 11
1.3.2.7. Zerlegung einer Aufgabe in leichtere Teilaufgaben 11
1.3.3. Auswendigwissen der Grundaufgaben 11
2. Vermittlungsmöglichkeiten im Unterricht 11
2.1. Beispiele: Materialien und Übungen 11
2.1.1. Arbeit mit der Einspluseinstafel 12
2.1.2. Kleeblätter 14
2.1.3. Wendekarten 14
3. Resümee 15
4. Anmerkungen 15
5. Literatur 16
0. Einleitung
Die vorliegende Ausarbeitung befasst sich mit wichtigen Aspekten des Kleinen Einspluseins. Im ersten Abschnitt wird es darum gehen, was man unter dem Kleinen Einspluseins versteht, warum es so wichtig ist und unter welchen Gesichtspunkten es im Unterricht behandelt werden sollte. Außerdem werde ich Lösungsstrategien erläutern, die für das Lösen der Grundaufgaben von Bedeutung sind. Ich werde im zweiten Teil exemplarisch einige Möglichkeiten vorstellen, wie man das Kleine Einspluseins im Unterricht vermitteln kann. Anschließend folgen Anmerkungen, die Literaturhinweise.
1. Das Kleine Einspluseins
Der Rahmenplan Grundschule legt fest, dass die Schüler im ersten und zweiten Schuljahr die additiven Operationen wie Hinzufügen, Wegnehmen, Ergänzen, Zerlegen sowie das Verdoppeln und Halbieren kennenlernen und verstehen sollen. Dabei soll die Lehrkraft von Situationen aus dem Leben der Kinder ausgehen und ihnen helfen, dass sie sich das Kleine Einspluseins zunächst durch Handlungen mit geeignetem Material modellmäßig erarbeiten und es dann schrittweise verinnerlichen. Ziel ist es, dass die Schüler vom (ab)zählenden Rechnen zum denkenden und anwendungsorientierten Rechnen geführt werden und auch das Lesen und Darstellen der Grundaufgaben in symbolischer Form erlernen. Der Zahlenraum umfaßt bis zum Ende des zweiten Schuljahres die Zahlen bis 100, wobei sich die Inhalte des ersten Schuljahres in der Regel auf die Zahlen bis 20 beschränken (vgl. Rahmenplan Grundschule: 152f).
An dieser Stelle ist allerdings zu bedenken, dass es auch von Bedeutung ist, ob die Lehrkraft das traditionelle oder das stärker ganzheitlich ausgerichtete Vorgehen bevorzugt. Während beim traditionellen Ansatz die Erarbeitung des Zahlenraums in Stufen stattfindet, ist es beim ganzheitlichen Ansatz durchaus möglich und erwünscht, dass die Kinder auch Zahlen verwenden, die noch nicht eingeführt wurden. Konkret heißt dass, dass anstelle des schrittweisen Vorgehens bis 5, dann bis 10 und erst dann bis zwanzig, eine Öffnung des Zahlenraums bis 20 schon von Anfang an stattfindet. Außerdem orientiert sich die Lehrkraft stärker an den Vorkenntnissen der Schüler und akzeptiert auch schon im ersten Schuljahr Zahlen, die über den Zahlenraum bis 20 hinausgehen (vgl. Krauthausen, Scherer 2003: 20 sowie vgl. Wittmann, Müller 19942: 16f)). Nach dem ausführlichen Orientieren im Zahlenraum bis 20 ist es auf jeden Fall bis zum Ende des ersten Schuljahres Ziel, dass die Kinder dahin geführt werden, das sie das Kleine Einspluseins bzw. das Kleine Einsminuseins auswendig wissen. Im Folgenden werde ich auf das Kleine Einspluseins eingehen und sowohl die Gundaufgaben als auch mögliche Lösungsstrategien erläutern.
1.1. Grundaufgaben der Addition
Es ist ein wichtiges Ziel, dass die Schüler am Ende des ersten Schuljahres die Grundaufgaben des Kleinen Einspluseins, aber auch des Kleinen Einsminuseins, auswenig wissen.. Dieses gedächtnismäßige Beherrschen der Gundaufgaben ist für das weiterführende Rechnen bedonders wichtig, denn jede Aufgabe die wir mündlich bzw. im Kopf rechnen, besteht aus einer bzw. mehreren Grundaufgaben als Teilrechnungen. Auch die Aufgaben des schriftlichen Rechnens sind aus Grundaufgaben zusammengesetzt und so ist das Beherrschen des Kleinen Einspluseins und des kleinen Einsminuseins eine entscheidende Grundlage für das erfolgreiche Durchführen von schriftlichen Rechenverfahren. Wenn man vom Kleinen Einspluseins und den dazugehörigen Grundaufgaben spricht, sind damit alle Aufgaben der Form a + b = c mit den natürlichen Zahlen a < 10 und b < 10 gemeint, d.h. der Wert von c kann die Zahl zwanzig nicht überschreiten (1). Folglicherweise gibt es 121 Grundaufgaben (Aufstellung der Grundaufgaben: siehe Anhang 2) der Addition und drei verschiedene Typen von Additionsaufgaben, nämlich a + b = ?, a + ? = c und ? + b = c. (vgl. Radatz, Schipper u.a 1996: 77f)
1.2. Behandlung der Grundaufgaben
Wie bereits erwähnt, ist es notwendig, dass die Schüler spätestens zu Beginn des Erarbeitens der schriftlichen Rechenverfahren die Grundaufgaben gedächtnismäßig beherrschen sollten. Das Können des Kleinen Einspluseins erleichtert zudem das Lösen einfacher Sachaufgaben bzw. Rechengeschichten. Das Erlernen der Grundaufgaben bedeutet, dass dies nicht durch ein unbewußtes Auswendiglernen, sondern durch ein bewußtes Einprägen der Zahlensätze geschehen soll. Dieses bewußte Einprägen erfordert allerdings zwei wichtige Voraussetzungen von Seiten der Schüler (vgl. Radatz, Schipper 1983: 70f):
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