Bascanska ploca - Komposition und Konnexion ihres Textes close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.

Bascanska ploca - Komposition und Konnexion ihres Textes

Autor: Ivanka Steber
Fach: Russistik / Slavistik

Lesen Sie im E-Book



Details

Veranstaltung: HS Geschichte des Kroatischen und Serbischen
Institution/Hochschule: Universität Mannheim (Slavisches Seminar)
Tags: Bascanska ploca
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2000
Seiten: 20
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 380 KB
Archivnummer: V5117
ISBN (E-Book): 978-3-638-13112-4

Textauszug (computergeneriert)

Universität Mannheim
Slavisches Seminar
HS Geschichte des Kroatischen und des Serbischen

SS 2000

,,Baščanska ploča" -
Komposition und Konnexion
ihres Textes

Ivanka Steber

,,Nepustmo, da nam ,,tajnopis"
vazda tajnim ostane!"
Franjo Rački, 1858

1. Einleitung 2


1.1 Methodischer Aufbau 2
1.2 Die Anfänge des kroatischen Schrifttums 4
1.3 Die glagolitische Schrift - Glagoliza 5

2. Das Wichtigste über ,,Bascanska ploca" 5


2.1 Die allgemeinen ,,technischen" Daten 6
2.2 Die Symbolik der Bascanska ploca 8
2.3 3 Das Problem der Datierung des Denkmals 9

3. Die Komposition der Texteinheiten 10


3.1 Der Anfang/Die Invokation 10
3.2 Der Hauptteil/Die Aufschrift 11
3.2.1 Die Aufschrift von Drziha 11
3.2.2 Die Aufschrift von Dobrovit 12

4. Die Konnexion des Textes 13


4.1 Kontakte Verbundenheit des Textes 14
4.2 Distakte Verbundenheit des Textes 15

5. Basčanska ploča als literarisches Werk? 17
6. Literaturverzeichnis 19

 

1. Einleitung

1.1 Methodischer Aufbau

Mit dieser Arbeit durfte ich mich mit der sprach-wissenschaftlichen Untersuchung des wohl bekanntesten Denkmals der kroatischen Sprache befassen, der geschichtlichen Hintergründe seiner Entstehung und Entdeckung sowie der Deutung und Bedeutung seiner Inschrift.

Zunächst werde ich dem Leser die Einsicht in die Anfänge des Schrifttums der kroatischen Bevölkerung im Mittelalter verschaffen. Anschließend gehe ich näher auf die altkirchenslawische Sprache und auf die glagolitische Schrift ein, die als besondere Eigenschaften der Inschrift von Bascanska ploca gelten. Dadurch bietet sich ein nahtloser Übergang zu den für diese Arbeit sekundären ,,technischen Daten" des Denkmals.

Die Komposition des Textes, seine kontakte und distakte Verbundenheit, sowie die linguistische Struktur einzelner Einheiten bilden den zentralen Schwerpunkt dieser Arbeit. Was ist Konnexion? Wie spiegelt sie sich im konkreten Text wider? Durch welche Faktoren erkennen wir die Grenzverbundenheit und durch welche die zerstreute Verbundenheit unseres Textes? Ist hier nur der Ausdruck oder auch der Inhalt entscheidend?

Schon dieser Fragenkomplex weist auf die hinreichende Literatur auf, mit der ich mich auseinandergesetzt habe. Vor allem habe ich mich auf die neuesten und meines Erachtens nach präzisesten historiographischen Forschungsarbeiten von Branko Fučić angelehnt. Die große Stütze für den methodischen Vorgang und Ausbau meiner Arbeit war mir in erster Linie das Buch Kako je tkan tekst Bašćanske ploče.1

Das komplexe Thema über die Tragweite und die Bedeutung der Bascanska ploca für die zeitgenössische kroatische Literaturwissenschaft runde ich mit der unter den Philologen häufig gestellte Frage ab, dürfen wir die Tafel als ein pures historisches Denkmal, als eine liturgische Aufschrift, als ein juristisches Dokument oder als ein literarisches Werk sehen.

1.2 Die Anfänge des kroatischen Schrifttums

In den ersten Jahrhunderten ihres Lebens auf dem Balkan haben sich die kroatischen geistlichen Würdenträger, insbesondere Fürsten und Bischöfe, überwiegend der lateinischen Sprache bedient. Diese Schulsprache findet man auf vielen entdeckten Texten, wie beispielsweise Trpimirova darovnica (852), Branimirov natpis (888) oder Držislavov natpis (976) sind.2 Fast alle damaligen Texte sind in Klöstern entstanden, die somit zu den wichtigsten Verbreitungsstätten des Schrifttums geworden sind. Und all diejenigen, die lateinische Sprache und Schrift nicht kannten, bedienten sich einer Art der Runenzeichen3.

Das südslawische Volk und seine schriftliche Kultur ist hauptsächlich mit der Missionartätigkeit der aus Thessaloniki stammenden Glaubensbrüder Kyrillos und Methodius verbunden, die nach der Christianisierung im 9. Jahrhundert an der Erschaffung der Liturgie- und Ritualbücher gearbeitet haben. Ihre Schüler Klemens und Naum aus Mähren, wo Methodius auch gestorben ist, haben die würdige Aufgabe und Tradition ihrer Gelehrter fortgesetzt, einerseits nach Südosten (Bulgarien und Mazedonien) und andererseits nach Südwesten (Kroatien).4

[...]

1 Žagar, Mateo, Hrvatsko filološko društvo, posebno izdanje br. 31, Zagreb 1997

2 vgl. Moguš, Povijest hrvatskoga književnoga jezika, Globus, Zagreb 1993, S. 13

3 Runenschrift

4 Die höchste Blüte erlebte Glagolica gerade in zwei wichtigen Kultur-Zentren seiner Zeit, im Nordkroatischen Küstenland und um den Ohridsee.

Kommentare

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/5117/