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Beobachtungen zum truren im Werk des Tristan von Gottfried von Straßburg

Termpaper, 2000, 15 Pages
Author: Charlotte Diez
Subject: German Studies - Older German Literature, Mediaevistik

Details

Category: Termpaper
Year: 2000
Pages: 15
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 5  Entries
Language: German
Archive No.: V51182
ISBN (E-book): 978-3-638-47217-3

File size: 164 KB
Notes :
Sehr breiter Seitenrand - bei der Preisfindung berücksichtigt



Excerpt (computer-generated)

Beobachtungen zum truren im Werk des Tristan
von Gottfried von Straßburg

von: Charlotte Diez

 


INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Hintergründe zu Gottfried v. Straßburg und sein Epos "Tristan und Isolde"

2.1. Der Dichter
2.2. Vorbild und Nacheiferer Gottfrieds
2.3. Gottfrieds Publikum und die Absicht des Dichters mit diesem Werk

3. Das truren im Tristan-Fragment, seine Folgen und Wirkungen

3.1. Tristans Geburt
3.2. Die Notwendigkeit des truren
3.3. Die Petitcriu-Episode

4. Schlußgedanke

5. Literatur

5.1. Primärliterur
5.2. Sekundärliteratur

 


 

1. Einleitung

Diese Arbeit über Gottfried von Straßburgs "Tristan und Isolde" soll als zentrales Thema die Trauer und das Leid behandeln, die von Anfang an präsent sind und von denen alle wesentlichen Figuren erfasst werden. Die Textgrundlage bildet besonders der Aufsatz von Silke Philipowski "Mittelbare und Unmittelbare Gegenwärtigkeit", in der die Trauer in der Petitcriu- Episode untersucht wird und der Text von Tomas Tomasek "Überlegungen zum truren im Tristan Gottfrieds von Straßburg". Zum besseren Verständnis wird zuerst auf den Dichter, sein Leben und die Entwicklung seines Werkes eingegangen.

2. Hintergründe zu Gottfried von Straßburg und sein Epos "Tristan und Isolde"

2.1 Der Dichter

Über die Person Gottfried von Straßburg wissen wir nahezu gar nichts. Zwar sind in der Großen Heidelberger Liederhandschrift Gedichte eines meister Gotfrit von Strâzburg überliefert, man kann jedoch nicht mit absoluter Bestimmtheit sagen, daß dieser Dichter mit dem Verfasser des "Tristan" übereinstimmt. Es besteht lediglich die Vermutung, daß der Autor des "Tristans" entweder in Straßburg geboren , dort aufgewachsen ist, längere Zeit dort gelebt hat, seinen Wirkungskreis in der Region oder gar in der Stadt selbst hatte oder vielleicht nur während der Schaffensperiode des "Tristan" dort gewohnt hat. Keine dieser Spekulationen kann eindeutig bewiesen werden, da keine schriftlichen Zeugnisse vorhanden sind. Lediglich die Tatsache, daß die frühesten Handschriften Dialektmerkmale des Elsasses vorweisen, bestätigen die Vermutung einer Verbindung des Verfassers des "Tristan" mit dieser Region, denn die mittelalterlichen Autoren Ulrich von Türheim, Heinrich von Freiberg und Rudolf von Ems bezeugen zudem in ihren Tristan-Werken, daß Gottfried ihre Quelle ist. Es ist jedoch nicht sicher geklärt, welchem Stand Gottfried angehörte bzw. welche gesellschaftliche Position er innehatte. Es wird lediglich vermutet, daß er ein Stadtbürger war. Im Prolog begegnet man einem Initialenachrostichon, woraus Dietrich wohl als Auftraggeber hervorgeht, G wohl für Gottfried und T und I wohl für Tristan und Isolde stehen. Es besteht jedoch keine absolute Gewißheit über diese Vermutung.

2.2 Vorbild und Nacheiferer Gottfrieds

Viele Dichter des Mittelalters haben schon vor Gottfried den Tristan-Stoff aufgegriffen. Diese Tatsache beruht darauf, daß das Publikum bekannte Stoffe bevorzugte, da es deren Wahrheitsgehalt ,überprüfen` konnte. Folglich suchten sich die Dichter Vorbilder, deren Themen sie neu bearbeiten bzw. übersetzen konnten. Das Übersetzen wurde nicht nur durch die Möglichkeit des Quellennachweises begünstigt, sondern eröffnete vor allem neue Chancen, alte Texte zu aktualisieren und Bezüge zur zeitgenössischen Wirklichkeit herzustellen, so daß das Publikum Parallelen zum eigenen Leben ziehen konnte. Anhand von Gottfrieds "Tristan" läßt sich dies deutlich aufzeigen.

[...]


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