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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 1999, 15 Pages
Author: Ivanka Steber
Subject: Russian / Slavic Languages
Details
Institution/College: University of Mannheim (Slavisches Seminar)
Tags: Kroatien, Migration, demographie
Year: 1999
Pages: 15
Grade: 1,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-13116-2
File size: 217 KB
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Excerpt (computer-generated)
Universität Mannheim
Slavisches Seminar
Südslavische Landeskunde
SS 1999
Auswanderungen und demographische Prozesse
in Kroatien
Ivanka Steber
22.10.1999
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Nationale Struktur Kroatiens als Folge seiner geopolitischen Lage
2.1 Die nationale Struktur
2.2 Die geopolitische Lage
3 Auswanderungen der Kroaten und Ansiedlung anderer nationalen Gemeinschaften und Minderheiten
3.1 Auswanderungen der Kroaten im allgemeinen
3.2 Ansiedlungen anderer Bevölkerung
3.2.1 Erste Einwanderungswelle
3.2.2 Zweite Einwanderungswelle
4 Auswanderungen aus der Republik Kroatien 1880-1991
4.1 Zeitraum 1880-1914
4.2 Zeitraum 1914-1921
4.3 Zeitraum 1921-1940
4.4 Zeitraum 1940-1948
4.4.1 Zwangsmigrationen
4.4.2 Freiwillige Migrationen
4.5 Zeitraum 1948-1991
4.6 Gesamte Migrationsbilanz
5 Auswanderungen der Kroaten nach Amerika
6 Binnenwanderungen in Kroatien
6.1 Landflucht
6.2 Unterschiede Dorf/Stadt
7 Schlußfolgerung - einige Auswirkungen der Emigrationen
Literaturverzeichnis
1 Einleitung
,,Migration1 ist Wanderung von menschlichen Individuen oder Gruppen mit dem Ergebnis eines nicht nur kurzfristigen Wohnsitzwechsels."2 Die Menschheit war seit uralten Zeiten zu Wanderungen bereit. So war es auch mit Kroaten.
Der Name Hrvat, nach ihm auch die Nation Hrvati3ist nicht slavisches Ursprungs. Die Wissenschaftler weisen auf iranisch-kaukasische4 Wurzeln hin. Im 4. Jh. ziehen sie in Richtung Karpati und erst dort werden sie ,,slavisiert", nehmen slavischen Namen, Sprache und Bräuche an, und als solche wandern sie im 7. Jh. in das heutige Gebiet, das im Süden von der Adria und im Norden von den Flüssen Mura, Donau, Drau und Drina abgegrenzt wird.
Die vorliegende Arbeit umfaßt die Beschreibung der heutigen nationalen Struktur Kroatiens bis zum Jahr 1991, Auswanderungen aus dem heutigen Staatsgebiet in den 5 bedeutendsten Perioden kroatischer Geschichte, Binnenwanderungen innerhalb des Kroatiens, sowie Gründe und Folgen dieser Migrationen.
Uns interessieren vor allem Umfang und Dynamik dieser Migrationen. Es ist von Bedeutung auch zu erwähnen, daß es zu wenig verläßliche Daten gibt, die diese Arbeit untermauern würden, und daß einige Zahlen auf Schätzungen vorhandener statistischen Quellen beruhen. Ich habe mich zum großen Teil auf die zuverläßlichen Beiträge von Crkvenčić5 und Nejašmić6 bezogen.
2 Nationale Struktur Kroatiens als Folge seiner geopolitischen Lage
2.1 Die nationale Struktur
Die Republik Kroatien gehört zu den national homogenen Ländern Europas. Nach der letzten Volkszählung, die im Jahre 1991 durchgeführt wurde, lebten in Kroatien 4.784.256 Einwohner, davon:
78,10 % Kroaten,
15,88 % andere nat. Gemeinschaften u. Minderheiten,
4,70 % national Unentschlossene und
1,32 % unbekannter Nationalität.
Der Anteil der Kroaten war 1991 allerdings größer als angegeben, weil ca. 82% der kroatischen Bevölkerung die kroatische Sprache als ihre Muttersprache angeführt hatte.
Um die gesamte Migrationspolitik zu erfassen, ist es wichtig darauf hinzuweisen, daß ca. 20% Kroaten auch in anderen Teilen der ehemaligen jugoslawischen Föderation leben, besonders in Bosnien-Herzegowina, wo sie neben Moslems und Serben eine der drei konstitutiven Völker dieses Staates repräsentieren.
Trotz erwähnter ethnischen Homogenität lebt in Kroatien auch ein relativ großer Anzahl anderer Nationalitäten. Von insgesamt 25 sind in der Tabelle 1 nur 11 Minderheiten angeführt, die im Jahre 1991 mehr als 5.000 Angehörige hatten. Von der Gesamtzahl entfallen ¾ auf Serben. Außer Moslems zählen die anderen Minderheiten jeweils weniger als 23.000 Angehörige.
[...]
1 lat. migro, ziehen, ausziehen, zuziehen, umziehen.
2 Diercke-Wörterbuch der allgemeinen Geographie, Band 1, A-M, S. 399
3 ... wie heute in ethnischem und politischem Gebiet Kroatiens verwendet wird.
4 In heiligen persischen Büchern der Avesten wird die Benennung Harahvati in der Bedeutung von Freund verzeichnet.
5 Crkvenčić, Ivan: Auswanderungen und demographische Prozesse in Kroatien
6 Nejašmić, Ivo: Hauptmerkmale der kroatischen Auswanderung 1880-1991
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