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Autor: Sandy Brunner
Fach: Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Details
Tags: Ursachen, Prävention, Kindesmisshandlung
Jahr: 2005
Seiten: 14
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 28 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 239 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-47312-5
Textauszug (computergeneriert)
Fachhochschule Jena
Fachbereich: Sozialwesen
Semester: 4. (SS 2005)
Ursachen und Prävention von Kindesmisshandlung
von: Sandy Brunner
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Definition und Formen der Kindesmisshandlung
2.1. Begriff: Kindesmisshandlung 3
2.2. Formen der Kindesmisshandlung 3
3. Theorien und Ursachen von Kindesmisshandlung
3.1. Das soziologische Modell der Kindesmisshandlung 5
4. Auswirkungen, Interventions- und Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung von Kindesmisshandlung
4.1. Auswirkungen von Kindesmisshandlung 7
4.2. Intervention von Kindesmisshandlung 7
4.3. Präventive, familienstützende Maßnahmen 8
5. Zusammenfassung und Fazit 10
Literaturverzeichnis 11
1. Einleitung
„Immer mehr Fälle von Kindesmisshandlung In Berlin häufen sich die Fälle von Kindesmisshandlung. 192 Fälle registrierte die Polizei allein im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres, 20,75 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2003 (159 Fälle). Im gesamten Jahr 2003 wurden 361 Fälle von gequälten Kindern zur Anzeige gebracht. In Hamburg waren es dagegen nur 18. Laut einer Statistik der Polizei kommt jedes achte Kind, das in Deutschland misshandelt wird, aus der Hauptstadt. Obwohl die Berliner nur einen Anteil von 4,14 Prozent an der Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik darstellen, finden 12,33 Prozent aller Misshandlungen von deutschen Kindern in Berlin statt. "Eine Erklärung haben wir dafür nicht", sagt die Leiterin der zuständigen Polizeidienststelle, Gina Graichen. 57 Prozent der Täter sind Männer, von denen die meisten wiederholt straffällig werden. Neben den Misshandlungen bereitet der Polizei auch die hohe Zahl der vernachlässigten Kinder Sorgen. 201 Fälle waren im Jahr 2003 aktenkundig geworden, in Frankfurt am Main waren es dagegen nur sechs. "Wir finden Wohnungen vor, in denen Kinder zwischen Müllbergen sitzen", sagt Kriminaloberrat Michael Havemann. Banjo“ zit. nach http://www.welt.de/data/2005/02/11/462027.html ).
Die Sorge um misshandelte Kinder hat in den letzten Jahren stark zugenommen. In den Medien wird dieses Thema zunehmend häufiger thematisiert. Viele verschiedene Disziplinen und Gruppen sind mit den Problemen der Kindesmisshandlung befasst, wie z.B. Juristen, Mediziner, Kriminologen, Psychologen, Soziologen und Sozialarbeiter und alle, die mit Kindern und Familien zu tun haben können mit Kindesmisshandlung konfrontiert werden. Nachuntersuchungen haben festgestellt, dass nicht die einzelnen physischen Verletzungen und Schläge die Kinder langfristiger Schädigen, vielmehr sind es die psychischen Folgen, die die Kinder in ihrer Entwicklung nachteilig beeinflussen. Andauernde Auseinandersetzungen, durch Vorwürfe und Beschuldigungen, welche von Schlägen häufig begleitet werden, vermitteln dem Kind das Gefühl wertlos zu sein und abgelehnt zu werden (vgl. Engfer,1986, S.VIII).
Was gehört alles zur Kindesmisshandlung und warum gibt es Eltern die ihre Kinder so verletzen, dass sie vielleicht ihr ganzes Leben beeinträchtigt sind oder sogar an den Folgen sterben? Welche Erklärung gibt es dafür und wie kann man diesen helfen und vorbeugen? Meine Hausarbeit versucht einen kurzen Einblick zu geben in das weite Gebiet der Kindesmisshandlung. Im Rahmen meiner Arbeit ist es mir nicht möglich in der notwendigen Ausführlichkeit dieses Thema zu behandeln. Das Ziel ist aber , dass der Leser einige Erkenntnisse erlangt und für dieses Thema sensibilisiert wird, um Kindesmisshandlungen vorzubeugen. Der Inhalt dieser Arbeit gliedert sich in drei Teile, welche ich im folgenden kurz skizziere.
• Im ersten Teil , wird der Begriff Kindesmisshandlung erklärt und es werden die einzelnen Formen von Misshandlungen vorgestellt, denn dieser Begriff bildet den Hauptbestandteil meiner Arbeit.
• Im zweiten Teil, stelle ich drei Erklärungsansätze für Kindesmisshandlung vor, wobei ich mich ausführlicher der soziologischen Überlegung widme.
• Im dritten Teil geht es kurz um die Auswirkungen der Kindesmisshandlung und wie man Kindesmisshandlungen vielleicht verringern oder verhindern könnte, bevor ich mit der Zusammenfassung und dem Fazit meine Arbeit beende.
2. Definition und Formen der Kindesmisshandlung
„Misshandelt und zu Tode gequält Im Juni 2003 schüttelte eine damals 25jährige Frau aus Spandau ihren drei Monate alten Jungen so heftig, dass er starb. Die Mutter wurde zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt „ (zit. nach http://www.welt.de/data/2005/02/11/462021.html).
2.1 Begriff: Kindesmisshandlung
Zu Beginn meiner Hausarbeit möchte ich den Begriff Kindesmisshandlung näher erläutern, da er Hauptbestandteil meiner Arbeit ist. Für den Begriff Kindesmisshandlung gibt es keine allgemeingültige Definition, sondern der Begriff „ Kindesmisshandlung“ hat, in der nun mehr als zwanzigjährigen Geschichte der neuen Kinderschutzbewegung, erhebliche Veränderungen und Erweiterungen erfahren. Der Misshandlungsbegriff lässt sich nach verschiedenen Gesichtspunkten klassifizieren (vgl. Aber und Zigler, 1981; Ross und Zigler, 1980 in Engfer, 1986, S.1 f.). Die eng gefasste Definition der Kindesmisshandlung bezieht sich nur auf die Fälle, „(...) in denen Kinder diagnostizierbare körperliche Verletzungen aufweisen oder lebensgefährlich bedroht erscheinen und zwar unabhängig davon, ob diese Schädigungen des Kindes durch elterliche Akte der Gewalt oder Vernachlässigung (z.B. Unterernährung) zustandegekommen sind“ (Smith,1975; Baldwin und Oliver,1975 zit. nach Engfer, 1986, S. 2).
Die weit gefasste Definition umfasst alle gewaltförmigen elterlichen Erziehungshandlungen, „(...) und zwar unabhängig davon, ob sie beim Kind diagnostizierbare körperliche oder psychische Beeinträchtigungen zur Folge haben oder nicht“ (Straus, 1979, Straus et al. 1980; zit. nach Engfer, 1986, S.2). Mit dem Begriff Misshandlung können aber auch „(...) gesamtgesellschaftliche Bedingungen gemeint sein, die die Lebenschancen und Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern beeinträchtigen bzw. behindern“ (zit. nach Engfer, 1886, S.2).
2.2 Formen der Kindesmisshandlung
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