Autor: Iryna Spektor
Fach: Wirtschaft - Personal und Organisation
Details
Jahr: 2005
Seiten: 15
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 19 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 202 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-47349-1
Textauszug (computergeneriert)
Theoretische Ansätze zur Erklärung von Entstehung und
Wirkung der Benachteiligung von Frauen auf dem
Arbeitsmarkt und im Betrieb
von: Iryna Spektor
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Was man unter Benachteiligung versteht 3
3. Erwerbssituation von Frauen 4
4. Struktur der Erwerbstätigkeit 5
4.1. Qualifikationsniveau 5
4.2. Geschlechtsspezifische Humankapitalinvestitionen in Kinder 6
5. Betriebliche Stellung 7
6. Das Statuserhalt-Konzept 7
7. Humankapitaltheorie und das Arbeitsangebot verheirateter Frauen 8
8. Bilden Frauen die Reservearmee auf dem Arbeitsmarkt? 9
9. Weibliche Erwerbsbiographien und beruflicher Aufstieg 11
9.1. Ungleiche Verteilung von Arbeitsmarktchancen 11
9.2. Teilzeit 12
9.3. Unterbrechung der Erwerbstätigkeit oder „Babypause“ 13
10. Einkommen und Karriere 13
11. Fazit 14
Literaturverzeichnis 15
1. Einleitung
Die Erwerbstätigkeit von Frauen galt Mitte des 19. Jahrhunderts als Zuverdienst und wurde mit dem Argument der vermeintlichen „Lohndrücker- und Konkurrenzfunktion“ der Arbeitsnehmerinnen bekämpft. Neben den Versuchen, Frauen möglichst aus der Erwerbsarbeit herauszudränen, wurden erwerbstätige Frauen auch im Lohn diskriminiert und erhielten nur ca. 30-60% der Löhne der Männer, die die gleiche Arbeit verrichteten. Erst in den Nachkriegsjahren wandten sich vielfache Bestrebungen in den Gewerkschaften wie auch Regelungen in Länderverfassungen gegen die Ungleichbehandlung zwischen Frauen und Männern. Diese waren sicher auch Ausdruck der in dieser Zeit „überdeutlich gewordenen Notwendigkeit von Gleichberechtigung und Gleichbehandlung gerade angesichts der besonders wichtigen Rolle der erwerbsätigen Frauen“1. Diese Einsicht schlug sich dann auch bei der Schaffung des Grundgesetzes im Jahre 1949 wieder, in dem im Art, 3 II (GG) geregelt ist: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“.
Trotz zunehmender Erwerbsbeteiligung und obwohl eine Reihe von Diskriminierungsverboten und Gleichstellungsmaßnahmen realisiert wurden, sind Frauen in vielfacher Hinsicht im Berufsleben benachteiligt. Im meiner Hausarbeit wird der theoretische Rahmen geschidert, d.h. es werden Begriffe definiert und ein Überblick über verschiedene Formen von Frauendiskriminierung gegeben.
2. Was man unter Benachteiligung versteht
Benachteiligung wird mit dem Begriff der Diskriminierung synonym verwendet und ist das Zufügen von Nachteilen z.B. aufgrund des Geschlechtes. Das Benachteiligungsverbot aufgrund des Geschlechtes ist in Art. 3 II Grundgesetz verankert. Mit dem Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes vom 27.10.1994 wurde ein neuer Satz 2 in Art. 3 II GG eingefügt: "Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin." Ziel der Vorschrift ist die Herstellung von Gleichberechtigung in der Realität. Auf verfassungsrechtlicher Ebene wird anerkannt, dass derzeit Nachteile für Frauen in der sozialen Wirklichkeit bestehen, die es zu beseitigen gilt. Das Ziel, auf welches der Staat hierbei verpflichtet wird, ist Gleichheit. Diskutiert wird dies vor allem in der Gegenüberstellung von Chancengleichheit und Ergebnisgleichheit2.
Das Fremdwörterlexikon bietet hier zwei Definitionen an: durch unzutreffende Äußerungen oder Behauptungen in der Öffentlichkeit jemandes Ansehen, Ruf schaden, ihn (sie) herabsetzen, und durch unterschiedliche Behandlung benachteiligen, zurücksetzen3. Beide Definitionen treffen auf die Diskriminierung von Frauen zu. Zur Ersten gibt es das Beispiel der Diffamierung als Doppelverdiener. Welche Frau bekommt denn zweimal Gehalt? Diese Diffamierung ist also nicht nur unzutreffend, sondern setzt auch das Ansehen der Frauen herab, da es das Meinungsklima in der Öffentlichkeit dahingehend beeinflusst, dass Frauen eigentlich keine Berufstätigkeit zugestanden wird. Die zweite Definition lässt sich durch ungleiche Ausbildungs- und Aufstiegschancen belegen und die Anzahl der Frauen in leitenden Positionen ist verschwindend gering.
3. Erwerbssituation von Frauen
Der Anteil der Frau an der Erwerbstätigen beträgt 16%. 65% der Frauen im erwerbsfähigen Alter beteiligen sich am Erwerbsleben. Vergleichen mit anderen Industrieländern, liegt Deutschland damit am unteren Ende der Skala; nur Italien (42%) und die Niederlande (43%) weisen eine noch geringere Erwerbsbeteiligung von Frauen auf.
[Tabelle in der Downloaddatei vorhanden]
4. Struktur der Erwerbstätigkeit
[...]
1 Vgl. Ministerialrat Dr. Hellmut Wißmann; Arbeits- und Sozialrecht, Heft 12, EuGH: Neues zur Geschlechtsdiskriminierung, Anmerkung zum Urteil des EuGH vom 08.11.1990, Bonn 1991
2 Vgl. http://lms.hu-berlin.de/cgi-bin/glossar_recht.pl?Benachteiligung
3 Vgl. Duden Band 5, Fremdwörterbuch, Mannheim 1982, S.190
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