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Autor: Patrick Ketelaer
Fach: Wirtschaft - Unternehmensgründung, Start-ups, Businesspläne
Details
Institut: Studienseminar Gelsenkirchen
Tags: Entwicklung, Konzeptes, Planung, Existenzgründung, Differenzierungsbereich, Berufsfachschule, FH-Reife, Fachrichtung, Wirtschaft, Verwaltung, Förderung, Lernens, Staatsarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 63
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 57 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 1170 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-47371-2
ISBN (Buch): 978-3-638-68781-2
Zusammenfassung / Abstract
Immer mehr Unternehmen und Organisationen aller Branchen gehen dazu ü-ber, komplexe Sachverhalte mit Hilfe von Teams, z.B. in Projektarbeit, bear-beiten zu lassen. Solche Teams müssen systematisch gemanagt werden, um verwertbare Ergebnisse sicher zu stellen. Dies erfordert von den Mitarbeitern nicht nur fundiertes Fachwissen, sondern vielmehr müssen sie weitere Kompetenzen vorweisen, um ihren Aufgabenbereich zufrieden stellend ausfüllen zu können. So werden in diesem Zusammenhang häufig so genannte Softskills wie Eigeninitiative, Teamfähigkeit, Kreativität, Flexibilität und Kommunikationsfähigkeit genannt. Darüber hinaus besteht die Notwendigkeit, in größeren fachlichen Zusammenhängen analysieren, planen und Entscheidungen treffen zu können. Hierzu müssen die Mitarbeiter stärker als zuvor in der Lage sein, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen und sich selbstständig neues Wissen anzueignen. Ähnliche Beobachtungen können für die gesamte Gesellschaft gemacht werden. Zu einem erfolgreichen Management der privaten Lebensführung sind Fähigkeiten zur Selbstreflexion und zur Selbstorganisation unbedingt notwendig. Es ist daher auch die Aufgabe der Bildungsinstitute, speziell des Berufskollegs, diese Kompetenzen zu vermitteln. Wer bereits in seiner Schulzeit Erfahrung im Umgang mit den grundlegenden Arbeitsweisen durch selbst gesteuertes und kooperatives Lernen und den damit verbundenen Chancen und Risiken gemacht hat, ist den ständig wachsenden Anforderungen im späteren Leben (Privat- und Berufsleben) sicherlich besser gewachsen. Niemand kann heute erwarten, in der Jugend soviel Wissen anzusammeln, dass es für das ganze Leben reicht. Aus diesem Grund befasst sich diese Arbeit mit der Entwicklung eines Konzepts zur Förderung der wohl wichtigsten Kompetenzen, dem selbst gesteuerten und kooperativen Lernen im Rahmen einer Existenzgründung.
Textauszug (computergeneriert)
Schriftliche Hausarbeit gemäß § 33 OVP
Studienseminar für Lehrämter an Schulen Gelsenkirchen II Seminar für das Lehramt an Berufskollegs Fach: Wirtschaftswissenschaften
Entwicklung eines Konzeptes zur Planung einer Existenzgründung im Differenzierungsbereich der zweijährigen Berufsfachschule mit Fachhochschulreife Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung (Höhere Handelsschule) zur Förderung selbst gesteuerten und kooperativen Lernens
Vorgelegt von Patrick Ketelaer
2005
Inhaltsverzeichnis
ABBILDUNGSVERZEICHNIS ... II
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS ... III
1 EINLEITUNG ... 1
2 PROBLEMDARLEGUNG ... 2
2.1 Motivation ... 2
2.2 Rahmenbedingungen ... 3
2.3 Zielsetzung ... 5
2.4 Vorgehensweise ... 6
3 THEORETISCHER HINTERGRUND ... 7
3.1 Existenzgründung ... 7
3.2 Selbst gesteuertes Lernen ... 8
3.3 Kooperatives Lernen (Collaborative Learning) ... 11
4 MÖGLICHKEITEN ZUR PRAKTISCHEN UMSETZUNG ... 14
4.1 Darstellung eines möglichen Ablaufs eines Existenzgründungskurses ... 14
4.2 Anforderungen an die Lernenden ... 15
4.3 Förderung des selbst gesteuerten Lernens ... 16
4.4 Förderung des kooperativen Lernens ... 22
5 REFLEXION UND AUSBLICK ... 28
6 LITERATURVERZEICHNIS ... 31
7 ANHANG ... 40
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1
1 Einleitung
Immer mehr Unternehmen und Organisationen aller Branchen gehen dazu über, komplexe Sachverhalte mit Hilfe von Teams, z.B. in Projektarbeit, bearbeiten zu lassen. Solche Teams müssen systematisch gemanagt werden, um verwertbare Ergebnisse sicher zu stellen. 1
Dies erfordert von den Mitarbeitern nicht nur fundiertes Fachwissen, sondern vielmehr müssen sie weitere Kompetenzen vorweisen, um ihren Aufgabenbereich zufrieden stellend ausfüllen zu können.2 So werden in diesem Zusammenhang häufig so genannte Softskills wie Eigeninitiative, Teamfähigkeit, Kreativität, Flexibilität und Kommunikationsfähigkeit genannt. Darüber hinaus besteht die Notwendigkeit, in größeren fachlichen Zusammenhängen analysieren, planen und Entscheidungen treffen zu können.3 Hierzu müssen die Mitarbeiter stärker als zuvor in der Lage sein, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen4 und sich selbstständig neues Wissen anzueignen.5 Ähnliche Beobachtungen können für die gesamte Gesellschaft gemacht werden. Zu einem erfolgreichen Management der privaten Lebensführung sind Fähigkeiten zur Selbstreflexion und zur Selbstorganisation unbedingt notwendig.6
Es ist daher auch die Aufgabe der Bildungsinstitute, speziell des Berufskollegs, diese Kompetenzen zu vermitteln. Wer bereits in seiner Schulzeit Erfahrung im Umgang mit den grundlegenden Arbeitsweisen durch selbst gesteuertes und kooperatives Lernen und den damit verbundenen Chancen und Risiken gemacht hat, ist den ständig wachsenden Anforderungen im späteren Leben (Privat- und Berufsleben) sicherlich besser gewachsen. Niemand kann heute erwarten, in der Jugend soviel Wissen anzusammeln, dass es für das ganze Leben reicht.7 Aus diesem Grund befasst sich diese Arbeit mit der Entwicklung eines Konzepts zur Förderung der wohl wichtigsten Kompetenzen, dem selbst gesteuerten und kooperativen Lernen im Rahmen einer Existenzgründung.
2 Problemdarlegung
2.1 Motivation
Lern- und Beteiligungsbereitschaft und damit verbunden Lern- und Beteiligungsfähigkeit werden heute von Unternehmen als unbedingt notwendig angesehen. Ohne diese Bereitschaft und Fähigkeit könnten viele Unternehmen sich nicht an die ständig wechselnden Marktanforderungen anpassen und sich in einem globalisierten Umfeld behaupten.8
Meine Beobachtungen und Erfahrungen im letzten Schuljahr deuten darauf hin, dass viele Schülerinnen und Schüler diese Bereitschaft und Fähigkeit nicht aufweisen.
Es stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage nach den Ursachen. Nach meiner Ansicht werden die Schülerinnen und Schüler auch heute noch viel zu sehr als passive Zuschauer im Unterricht betrachtet.9 Durch diese starke Lehrerzentrierung wird den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit genommen, sich aktiv an ihrem eigenen Lernprozess zu beteiligen. Als Konsequenz ist es vielfach schwierig, die Lernenden dazu zu veranlassen, sich verstärkt in das Unterrichtsgeschehen einzubringen. Schließlich haben sie es nicht anders gelernt.10
Die immense Schnelligkeit des Wandels in der Berufswelt bedeutet für die Lernenden, dass ihnen nicht mehr alles auf einem goldenen Tablett dargeboten werden kann, wie es z.B. durch den auch heute noch vielfach praktizierten Frontalunterricht der Fall ist. Nach meiner Einschätzung sind die Schülerinnen und Schüler heutzutage immer weniger in der Lage sich selbstständig mit Informationen zu versorgen und alleine komplexere Aufgaben zu lösen. Daher ist es notwendig sie neben reinem Fachwissen vor allen Dingen das Lernen zu lehren.
Denn nur so sind sie im späteren Berufsleben in der Lage, sich den ständig wechselnden Gegebenheiten in geeigneter Form anzupassen.
Durch die umfangreichen Rahmenvorgaben wie Lehrpläne und didaktische Jahresplanung ergibt sich eine Fülle fachwissenschaftlich zu vermittelnder Kenntnisse, die es schwierig macht, die geforderten Kompetenzen im Unterricht ausreichend zu vermitteln. Sicherlich ist in dieser Hinsicht in letzter Zeit einiges in Bewegung geraten, dennoch ist es nicht immer leicht, Innovationen (z.B. Änderungen in der didaktischen Jahresplanung oder die Zusammenarbeit mit externen Partnern) an der Schule durchzusetzen.
Im Rahmen des Differenzierungskurses besteht daher die Chance, den Schülerinnen und Schülern die unterschiedlichsten Lern- und Lehrmethoden nahe zu bringen und zumindest in Teilen das Verständnis für diese Methoden zu erhöhen oder sie sogar dafür zu begeistern.
Für mich als Referendar ergeben sich hinsichtlich aller Lehrerfunktionen vielfältige Aufgaben. Allerdings konzentrieren sich die Kernpunkte dieser Arbeit vorwiegend auf die Lehrerfunktionen „Unterrichten“ und „Innovieren“.
[...]
1 Siehe dazu auch Kassner (2005a) S. 3.
2 Vgl. Sonntag/Stegmaier/Scheper/Friebe (2004), S. 106 f.
3 Über die Erwartungen der Unternehmen an Schule und Absolventen vgl. Haase (1993), S. 53.
4 Vgl. Harteis/Bauer/Festner/Gruber (2004), S. 133 f.
5 Vgl. Dybowski (2001), S. 10.
6 Vgl. Konrad/Traub (1999), S. 23.
7 Vgl. Nüesch (2001), S. 3.
8 Vgl. Wildemann (1994)
9 Vgl. auch Konrad/Traub (1999), S. 14.
10 So sind Schülerinnen und Schüler, häufig dermaßen unmotiviert, dass es schwer fällt sie zu einer produktiven Gruppenarbeit zu bewegen („Können wir das nicht alleine machen?“; „Können Sie uns das nicht direkt erklären?“).
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