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Migrationsbewegungen von Osteuropa nach Europa und Migrationspotentiale im Kontext der EU-Erweiterung

Autor: Remigius Szlachetka
Fach: Geowiss. / Geographie - Bevölkerungsgeogr., Stadt- u. Raumplanung

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Details

Veranstaltung: Sozialgeographie II Räumliche Moblilität
Institution/Hochschule: Universität Osnabrück (Geographie)
Tags: Migration
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2002
Seiten: 27
Note: 1
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 3330 KB
Archivnummer: V5143
ISBN (E-Book): 978-3-638-13129-2

Textauszug (computergeneriert)

28.05.2002

 

Migrationsbewegungen von Osteuropa nach Europa
und Migrationspotentiale im Kontext der EU-Erweiterung

 

 

Sozialgeographie II: Regionale Mobilität


1. Migrationsbewegungen von Osteuropa nach Europa

1.2 Geschichte der Ost-West Migration
1.3 Migration in der Zwischenkriegszeit
1.4 Migration während des zweiten Weltkriegs
1.5 Die Nachkriegszeit
1.6 Ost-West-Wanderungen während des Kalten Krieges 1950-1992/93
1.7 Neue Formen der Migration in den 90er Jahren

2. Migrationspotentiale im Kontext der EU-Erweiterung

2.2 Ergebnisse makroökonomischer Schätzungsverfahren
2.3 Mikroökonomische Schätzungsverfahren

3. Literaturverzeichnis

1. Migrationsbewegungen von Osteuropa nach Europa

Die Migration von Osteuropa nach Europa ist nicht nur ein aktuelles Phänomen, sondern ein weit zurückliegender Prozess, der fortwährend bestand, und weiter bestehen wird. Die Wanderung der Menschen aus Osteuropa nach Westeuropa lässt sich an historische Ereignisse, bzw. Änderungen, knüpfen. Solche grundlegenden Änderungen im Gesellschaftlichen, Wirtschaftlichen, als auch im politischen Bereich fanden zunächst in Staaten des westlichen Teil Europas statt, dazu gehört die Durchsetzung von Menschen- und Bürgerrechten, die Entstehung einer Demokratie - und in besonderer Betrachtung die Industrielle Revolution, die sich ebenfalls aus dem Westen (Nord-Westen) über den ganzen Kontinent ausgebreitet hat. Solche Ereignisse bzw. Änderungen initiierten eine Wanderungsbewegung der Menschen aus dem östlichen in den westlichen Teil Europas, mit dem Wunsch ihre persönlichen Lebensverhältnisse aufzuwerten.

Hierbei klassifiziert die Ost-West Wanderung, Osteuropa als den Teil Europas der geographisch östlich liegt, und sich politisch (z.B. Eiserner Vorhang: Planwirtschaft - Marktwirtschaft), sowie auch kulturell als östlich definiert.

1.2 Geschichte der Ost-West Migration

Als Ausgangspunkt der ersten Phase der Ost-West Migration ist die Industrielle Revolution, die Durchsetzung von demokratischen Staatssystemen und das Auftreten von Ethno-Nationalismen zu benennen. Die Industrielle Revolution fand in England ihren Ursprung, und breitete sich in östlicher sowie südöstlicher Richtung aus. Neue Schwerindustrielle Zentren in Frankreich (Lothringen), in Deutschland (Ruhrgebiet) als auch in Großbritannien (Midlands) strahlten Attraktivität (neue Arbeitsplätze) aus und mobilisierte Menschen aus Osteuropa (überwiegend Polen, Ukraine) zur Migration. Die landwirtschaftlich dominierte Lebensweise, konnte durch Migration zu einer "modernen", "urbanen" Prägung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gewechselt werden.

Die demokratischen Staatssysteme, welche das Recht auf Freiheit, Besitz und Gleichheit umfassten, entwickelten sich zunächst in Großbritannien, Frankreich und Nordamerika, wirkten ebenfalls als ein Pull-Faktor für Menschen aus Ost- und Mitteleuropa, die bis dahin nur feudale oder monarchisch geführten Staatssysteme kannten. Des Weiteren siedelten sich viele Slawen aus den böhmischen Ländern, aus Galizien und preußischen Teilen Polens in prosperierenden Metropolen in Kontinentaleuropa an, begleitet wurden sie durch viele Juden, besonders aus der Ukraine, Ostgalizien und dem Baltikum, die durch Ethno-Nationalismen in ihren Herkunftsländern, zur Emigration gezwungen waren.

Die Interkontinentale Migration aus Europa nach Übersee betrug zwischen 1800 und 1930 etwa 50 Mio. Menschen.

1.3 Migration in der Zwischenkriegszeit

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