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Scholary Paper (Seminar), 2006, 15 Pages
Author: Mag. Viktoria Lehner
Subject: History - Miscellaneous
Details
Institution/College: University of Linz (Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte)
Tags: Hedy, Lamarr, Vertiefende, Aspekte, Faches, Sozialgeschichte, Schwerpunkt, Gender, Studies
Year: 2006
Pages: 15
Grade: 1
Bibliography: ~ 8 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-47404-7
ISBN (Book): 978-3-640-20376-5
File size: 164 KB
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Abstract
Kindheit und Jugend von Hedwig Maria Kiesler Hedy Lamarr wurde als Hedwig Eva Maria Kiesler am 9. November 1914 1 (in ihrer Autobiografie gibt sie 1915 als Geburtsjahr an), in Wien geboren. Ihr Vater, Emil Kiesler, war Direktor einer Wiener Bank, ihre Mutter Gertrude bis zu ihrer Geburt Konzertpianistin. Sie wuchs als wohl behütetes Einzelkind auf, von allen „kleines Prinzesschen Hedy“ genannt. Schon als Kind bereiste sie mit ihren Eltern verschiedene Länder Europas. Privatlehrer für Ballett, Klavier und Sprachen wurden von den Eltern engagiert. Später folgten die besten Privatschulen Wiens. Nur sie selbst nahm das Lernen nicht allzu ernst.2 Ihre jüdische Herkunft erwähnt Hedy Lamarr in ihrer 1966 erschienen Autobiografie mit keinem Wort. 1933 konvertiert sie zum Katholizismus.3 Als Teenager wurde sie als hässliches Entlein bezeichnet. „Sie schießt hoch wie Unkraut“ pflegte ihre Mutter zu sagen. Niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass sie 15 Jahre später als Hollywood-Göttin gefeiert werden würde.4 Mit 14 investierte sie ihr gesamtes Taschengeld in Filmmagazine und spielte erstmals mit dem Gedanken Schauspielerin zu werden. Mit einer gefälschten Entschuldigung nahm sie sich einen Tag schulfrei und ergatterte schließlich eine Nebenrolle im Stummfilm „Sturm im Wasserglas“, einer Produktion der Sascha-Film-Ateliers. Dies bedeutete nun, dass sie die Schule aufgeben musste, aber schon die junge Hedy war es gewohnt ihren Kopf durchzusetzen und so konnte sie ihre Eltern überreden.5 Ende der 20er Jahre wurde sie von Max Reinhardt entdeckt und von ihm nach Berlin geholt. Nach der Ausbildung am Theater kehrte Hedy Kiesler nach Wien zurück, wo sie als Script-Girl beim Film zu arbeiten begann.6 Ihre erste größere Rolle war 1931 in dem Film „Man braucht kein Geld“, in dem sie neben Hans Moser und Heinz Rühmann spielte.7 1 Peter Körte, Hedy Lamarr, München 2000. S. 61 2 Hedy Lamarr, Ekstase und ich, Flensburg 1967. S. 18 3 Peter Körte, Hedy Lamarr, München 2000. S. 62 4 Hedy Lamarr, Ekstase und ich, Flensburg 1967. S.11 5 Hedy Lamarr, Ekstase und ich, Flensburg 1967. S.19 6 http://www.hedylamarr.at/f_story.html, dl.: 23.1.2006 7 http://www.hedylamarr.at/f_story.html. dl.: 23.1.2006
Excerpt (computer-generated)
Johannes Kepler Universität Linz
Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte
Vertiefende Aspekte des Faches Sozialgeschichte mit dem
Schwerpunkt Gender Studies
WS 2005/2006
Hedy Lamarr
von: Viktoria Jungmeier
Inhalt
1 GLÜCKLICHE UND UNGLÜCKLICHE JAHRE IN WIEN 3
1.1 Kindheit und Jugend von Hedwig Maria Kiesler 3
1.2 Ekstase 4
1.3 Die Ehe mit Fritz Mandl 4
2 AUF DER KARRIERELEITER HOLLYWOODS 5
3 HEDY LAMARR AUF DER SEITE DER ALLIIERTEN 7
4 IHRE ERFINDUNG 8
5 IHRE EHEN UND AFFÄREN 9
6 JAHRE OHNE RUHM 11
7 LITERATUR 14
1 Glückliche und unglückliche Jahre in Wien
1.1 Kindheit und Jugend von Hedwig Maria Kiesler
Hedy Lamarr wurde als Hedwig Eva Maria Kiesler am 9. November 19141 (in ihrer Autobiografie gibt sie 1915 als Geburtsjahr an), in Wien geboren. Ihr Vater, Emil Kiesler, war Direktor einer Wiener Bank, ihre Mutter Gertrude bis zu ihrer Geburt Konzertpianistin. Sie wuchs als wohl behütetes Einzelkind auf, von allen „kleines Prinzesschen Hedy“ genannt. Schon als Kind bereiste sie mit ihren Eltern verschiedene Länder Europas. Privatlehrer für Ballett, Klavier und Sprachen wurden von den Eltern engagiert. Später folgten die besten Privatschulen Wiens. Nur sie selbst nahm das Lernen nicht allzu ernst.2
Ihre jüdische Herkunft erwähnt Hedy Lamarr in ihrer 1966 erschienen Autobiografie mit keinem Wort. 1933 konvertiert sie zum Katholizismus.3 Als Teenager wurde sie als hässliches Entlein bezeichnet. „Sie schießt hoch wie Unkraut“ pflegte ihre Mutter zu sagen. Niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass sie 15 Jahre später als Hollywood-Göttin gefeiert werden würde.4 Mit 14 investierte sie ihr gesamtes Taschengeld in Filmmagazine und spielte erstmals mit dem Gedanken Schauspielerin zu werden. Mit einer gefälschten Entschuldigung nahm sie sich einen Tag schulfrei und ergatterte schließlich eine Nebenrolle im Stummfilm „Sturm im Wasserglas“, einer Produktion der Sascha-Film- Ateliers. Dies bedeutete nun, dass sie die Schule aufgeben musste, aber schon die junge Hedy war es gewohnt ihren Kopf durchzusetzen und so konnte sie ihre Eltern überreden.5
Ende der 20er Jahre wurde sie von Max Reinhardt entdeckt und von ihm nach Berlin geholt. Nach der Ausbildung am Theater kehrte Hedy Kiesler nach Wien zurück, wo sie als Script-Girl beim Film zu arbeiten begann.6 Ihre erste größere Rolle war 1931 in dem Film „Man braucht kein Geld“, in dem sie neben Hans Moser und Heinz Rühmann spielte.7
1.2 Ekstase
1933, knapp 18 Jahre alt, sorgt sie als erste Nackte auf der Leinwand im Film Ekstase für internationales Aufsehen. Der tschechische Film wurde in vielen Ländern der Welt verboten, oder nur stark zensuriert freigegeben.8 Besonderen Anstoß nahmen zwei Szenen des Films: In einer Szene läuft Hedy nackt durch den Wald und badet in einem See, bei der andern Szene, der berüchtigten „Orgasmusszene“, ist lediglich ihr erregtes Gesicht zu sehen. Den Angaben in ihrer Autobiografie zur Folge wurde sie bei der Szene im Wald vom Teleobjektiv der Kamera überlistet. Nichts desto trotz war der Skandal geboren. Der Film lief bei der Biennale in Venedig, Papst Pius XI missbilligte ihn und die Nazis verboten ihn. In den USA hatte der Film bis 1940 ein Einfuhrverbot.9
1.3 Die Ehe mit Fritz Mandl
Im selben Jahr in dem sie Ekstase drehte, heiratet Hedy Kiesler den Schwerindustriellen Fritz Mandl. Er war Besitzer der Hirstberger Patronenfabrik, eines der vier großen Unternehmen für Munitionsherstellung zu dieser Zeit. In ihrer Autobiographie schreibt Hedy Lamarr über ihn: „Er war bekannt und gefürchtet in jeder Hauptstadt der Welt. Es wurde ihm nachgesagt, dass er Kriege begann und beendete. Er war völlig erbarmungslos. Mandl war in der Liebe wie im Geschäft. Er war gutaussehend, anziehend.“10 Ihre Ehe mit Fritz Mandl entpuppte sich für die junge Hedy als goldener Käfig. Mandl verbot ihr die Schauspielerei. Vor allem der Film Ekstase machte ihn rasend und er versuchte in den Jahren ihrer Ehe alle Kopien des Films aufzukaufen. Da er hohe Preise für den Film zahlte wurden aber immer mehr Kopien hergestellt.11
[...]
1 Peter Körte, Hedy Lamarr, München 2000. S. 61
2 Hedy Lamarr, Ekstase und ich, Flensburg 1967. S. 18
3 Peter Körte, Hedy Lamarr, München 2000. S. 62
4 Hedy Lamarr, Ekstase und ich, Flensburg 1967. S.11
5 Hedy Lamarr, Ekstase und ich, Flensburg 1967. S.19
6 http://www.hedylamarr.at/f_story.html, dl.: 23.1.2006
7 http://www.hedylamarr.at/f_story.html. dl.: 23.1.2006
8 http://www.hedylamarr.at/f_story.html, dl.: 23.1.2006
9 Peter Körte, Hedy Lamarr, München 2000. S. 64
10 Hedy Lamarr, Ekstase und ich. Flensburg 1967. S. 24
11 Hedy Lamarr, Ekstase und ich. Flensburg 1967. S. 33
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