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Reflexion der späteren Lehr- und Erziehungstätigkeit - Wie sehe ich meine zukünftige Rolle als Lehrerin?

Autor: Anonym
Fach: Pädagogik - Der Lehrer

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Details

Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 18
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 3  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 200 KB
Archivnummer: V51520
ISBN (E-Book): 978-3-638-47469-6

Textauszug (computergeneriert)

Friedrich-Schiller-Universität Jena
Institut für Erziehungswissenschaft

Portfolio

Wie sehe ich meine zukünftige Rolle als Lehrerin?

Reflexion der späteren Lehr- und Erziehungstätigkeit

Hausarbeit zum Hauptseminar: „Lehrer handeln“

Sommersemester 2005

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 1

2. Analyse ausgewählter Beispiele des Fragebogens 2

3. Analyse des Lehrerverhaltens am Beispiel von Mr. Keaton aus "Der Club der toten Dichter" 4

4. Begründung der wichtigsten Lehrerkompetenzen 6

5. Reflexion eigener Erfahrung aus Lehrerperspektive 11

6. Schlussbetrachtungen 14

7. Literaturverzeichnis 16

 

 

1. Einleitung

Nach dem Professor für Schulpädagogik an der Universität Oldenburg Hilbert Meyer hängt die Frage, wie man als Lehrer seinen Unterricht gestaltet entscheidend davon ab, wie man die Lehrerrolle sieht und wie man sie ausfüllen möchte1. Gerade in diesem Bewusstsein müssen sich Lehramtsstudenten schon früh mit ihrer zukünftigen Rolle und ihrem Selbstverständnis als angehende Lehrer intensiv auseinandersetzen, um blind übernommene Vorurteile aus ihrer eigenen Schulzeit zu hinterfragen und sich kritisch mit verschiedenen Thesen aus der Didaktik und der Erziehungswissenschaft zu beschäftigen.

Angeregt durch das Hauptseminar "Lehrer handeln" möchte ich mich in der folgenden Hausarbeit vor allem mit meiner zukünftigen Rolle als Lehrerin auseinandersetzen. Welche Eigenschaften zeichnen einen guten meiner Meinung nach Lehrer aus? Worauf lege ich in der Unterrichtsgestaltung wert? Welche Erfahrungen habe ich bereits gesammelt und welche Rückschlüsse lassen sich daraus für mein weiteres Lehrerverhalten ziehen?

Durch den fachwissenschaftlichen Schwerpunkt im Lehramtsstudium wird man als künftiger Lehrer nicht dazu motiviert sich mit seiner Vorstellung über den späteren Beruf zu befassen. Es kommt sogar dazu, dass man zwischen all den Magister- und Diplomstudenten vergisst, worin die spätere Aufgabe einmal bestehen wird. So leidet unter dem fachwissenschaftlichen Detailwissen nicht zuletzt das Selbstverständnis der Lehramtsstudenten. Fleißig werden Seminare besucht und viel Wissen wird erworben, doch Praxis und das spätere Berufziel rücken weitgehend in den Hintergrund. Man bekommt einen regelrechten Schock, wenn man realisiert, dass man für die "wirkliche Tätigkeit" in der Universität nicht vorbereitet wird. Zwar war mir diese Diskrepanz schon zu Beginn meines Studiums deutlich geworden, doch reizt es mich gerade in dieser Hausarbeit mein Selbstverständnis als künftige Lehrerin zu entwickeln und darzustellen.

Nachdem ich vergangene Lieblings- und Antilehrer meiner Schulzeit analysiert und bewertet habe, werde ich das Verhalten des Lehrers Mr. Keaton aus dem Film "Der Club der toten Dichter" dazu in Beziehung setzen und diese alternative Form des Unterrichtens nach bestimmten Fragestellungen klären. Daran anschließend werde ich dazu übergehen, allgemeine wichtige Lehrerkompetenzen aufgrund der von der Kultusministerkonferenz definierten Kompetenzstandards für Lehrerhandeln zu definieren. Immer im Vordergrund soll dabei meine Vorstellung von mir und meinem späterer Lehrberuf stehen, die daran entwickelt und gemessen werden soll. Aus den verschiedenen Möglichkeiten möchte ich für mich klären, welche Schwerpunkte ich in meinem zukünftigen Handeln setzen möchte und welche Aspekte ich für weniger wichtig erachte. Dabei werde ich versuchen nicht in utopische Auffassungen zu verfallen, sondern mir auch meiner persönlichen Stärken und Schwächen bewusst zu sein und reale Ziele zu stecken.

Bevor ich dann zu meinen Schlussbetrachtungen gelange, möchte ich in der freien Themenwahl meine bisherigen wenigen Praxiserfahrungen aus der Lehrerperspektive reflektieren und daraus Erkenntnisse für mein späteres Verhalten gewinnen.

2. Analyse ausgewählter Beispiele des Fragebogens

Wichtig für das Selbstverständnis eines Lehrers ist seine Grundmotivation für diesen Beruf. Dazu war eine Frage aus dem Fragebogen des Seminars:

Wann haben Sie für sich selbst entschieden, Lehrer werden zu wollen? Welche Gründe waren dafür maßgeblich?

Nach der Schule begann ich zunächst einen Magisterstudiengang mit dem Hauptfach Erziehungswissenschaft. Bei der Beschäftigung mit dem eventuell späteren Berufsfeld wurde ich auf den Bereich der Schulpädagogik aufmerksam und untersuchte mögliche Tätigkeitsbereiche. Anfangs fand ich Berufe im Schulamt sehr reizvoll, musste aber leider feststellen, dass ich mit meinem damaligen Studium dort nicht einsteigen hätte können. Ich erfuhr, dass hauptsächlich ausgebildete Lehrer mit mehreren Jahren Praxiserfahrung dort angestellt waren. So beschäftigte ich mich mit dem in Jena angebotenen Lehramtsstudium, da mir bei dem Magisterstudium die beruflichen Perspektiven fehlten. Zunächst schreckte ich vor dem Gedanken Lehramt zu studieren zurück, da ich es mir nicht zutraute. Der Lehrberuf ist mit viel Verantwortung verbunden und es gehört schon Selbstbewusstsein dazu, täglich vor mehr als 30 Schülern pro Klasse zu reden. Schließlich entschied ich mich aber doch dafür und habe dies bis jetzt nicht bereut.

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1 Vgl. Meyer, Hilbert: Leitfaden zur Unterrichtsvorbereitung, 12. Auflage, Berlin 1993, S. 83.

Kommentare

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