Autoren: Dipl.-Betriebswirt Björn Weyhreter, Kezhu Yang
Fach: Touristik / Tourismus
Details
Institut: FH-Heilbronn
Jahr: 2005
Seiten: 345
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 97 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 5931 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-47509-9
Textauszug (computergeneriert)
Freie wissenschaftliche Arbeit zur Erlangung des Grades Diplom-Betriebswirt (FH) Fachbereich Wirtschaft 2 Studiengang Tourismusbetriebswirtschaft
Fachhochschule Heilbronn Hochschule für Technik und Wirtschaft University of Applied Sciences
„Die Chinesen kommen!“ Chinas Outbound-Tourismus / Incoming-Service Europa
Vorgelegt von: Björn Weyhreter; Kezhu Yang
2005
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG ... 1
1.1 PROBLEMSTELLUNG ... 1
1.2 ZIELSETZUNG UND EINGRENZUNG DES THEMAS ... 4
1.3 METHODIK UND ANMERKUNGEN ZUM STATISTISCHEN MATERIAL ... 4
1.4 BEGRIFFSBESTIMMUNGEN ... 7
2 THEORETISCHER TEIL ... 11
2.1 DER WELTTOURISMUS ... 11
2.1.1 Entwicklung ... 12
2.1.2 Wirtschaftliche Auswirkungen und Entwicklungen des Internationalen Tourismus ... 18
2.1.3 Reiseströme ... 20
2.1.4 Zusammenfassung und Ausblick in die Zukunft ... 25
2.2 CHINA IM ÜBERBLICK ... 27
2.2.1 Geographie und Klima 28
2.2.2 Bevölkerung & Gesellschaft 33
2.2.2.1 Bevölkerungsentwicklung 33
2.2.2.2 Bevölkerungspolitik 34
2.2.2.3 Regionale Unterschiede in der Bevölkerungsdichte 39
2.2.2.4 Urbanisierung und Migration 41
2.2.2.4.1 Beijing 45
2.2.2.4.2 Shanghai 46
2.2.2.4.3 Guangzhou 47
2.2.2.5 Minderheiten und Sprache 48
2.2.3 Geschichte 50
2.2.3.1 Die Frühgeschichte und die Zeit Marco Polos (1254-1324) 50
2.2.3.2 Die frühe Kolonialzeit (15. Jh. –17. Jh.) und die China-Euphorie im 18. Jh. 51
2.2.3.3 Chinas langsamer Untergang im 19. Jh. 52
2.2.3.3.1 Der erste Opium-Krieg (1839-1842) und die Taiping-Revolution (1850-1864) 53
2.2.3.3.2 Der zweite Opium-Krieg (1856-1860) und die Aufteilung in Einflussgebiete 53
2.2.3.4 China im 20. Jh. / Die erste Republik und der Kampf um die Macht 56
2.2.3.5 Die Gründung der Volksrepublik China 1949 unter Mao Zedong 56
2.2.3.6 Der Neubeginn und die Änderung der Politik 1976 58
2.2.4 Staatsform, Staatsaufbau & Rechtssystem 59
2.2.4.1 Staatsform 59
2.2.4.2 Staatsaufbau 60
2.2.4.3 Rechtssystem und Pressefreiheit 61
2.2.4.4 Politisch-Administrative Gliederung 64
2.2.5 Wirtschaft 65
2.2.5.1 Die Wirtschaft ab 1949 65
2.2.5.2 Die Wirtschaft ab 1976 – die Öffnung zur Außenwelt 66
2.2.5.3 1992 – die sozialistische Wirtschaft chinesischer Prägung 68
2.2.5.4 Chinas Außenhandel 72
2.2.6 Infrastruktur 73
2.2.7 Tourismusentwicklung 75
2.2.7.1 Entwicklung des internationalen Tourismus bis 1949 75
2.2.7.2 Entwicklung von 1949 bis 1976 75
2.2.7.3 Entwicklung von 1976 bis heute 78
2.2.7.3.1 Der Incoming-Tourismus Chinas 78
2.2.7.3.2 Der Outbound-Tourismus Chinas 80
2.2.8 Zusammenfassung 84
2.3 ADMINISTRATIVE REGELUNGEN IM CHINESISCHEN OUTBOUND-TOURISMUS 86
2.3.1 Die bei Auslandsreisen relevanten Behörden 87
2.3.1.1 China National Tourism Administration (CNTA) 87
2.3.1.2 China Council for Promotion of International Trade (CCPIT) 89
2.3.1.3 Civil Aviation Administration of China (CAAC) 89
2.3.1.4 China Association of International Exchange of Personnel (CAIEP) 90
2.3.2 Benötigte Reisedokumente und Devisenbeschränkung 90
2.3.3 Approved Destination Status (ADS) 96
2.3.3.1 Was ist der Approved Destination Status? 96
2.3.3.2 Welche Länder besitzen den Approved Destination Status? 100
2.3.3.3 Auswirkungen des ADS-Systems 104
2.3.3.3.1 Eine Verschiebung hin zu Privatreisen 104
2.3.3.3.2 Eine Zunahme der Anzahl von Touristen – Beispiel Australien 106
2.3.3.3.3 Die Auswirkungen des ADS-Systems auf Deutschland 108
2.3.4 Zusammenfassung 113
2.4 DER OUTBOUND-TOURISMUS IM DETAIL 115
2.4.1 Die Nachfrage 115
2.4.1.1 Push – Faktoren 116
2.4.1.1.1 Der politische Wandel 117
2.4.1.1.2 Die wirtschaftliche Entwicklung 119
2.4.1.1.3 Einkommen und Wohlstand 129
2.4.1.1.4 Urlaub, Freizeit, Wertewandel 138
2.4.1.1.5 Das Kommunikationswesen 142
2.4.1.2 Klassifizierung der Nachfrage 145
2.4.1.2.1 Herkunft 145
2.4.1.2.2 Reiseart 148
2.4.1.2.3 Urlaubertypisierung (Geschlecht, Alter, Bildung, Arbeitstätigkeit) 151
2.4.1.2.4 Reisemotive, Freizeitverhalten und kulturelle Unterschiede 155
2.4.1.2.5 Reisedauer 167
2.4.1.2.6 Räumliche Verteilung – Die meistbesuchten Reiseziele der Chinesen 170
2.4.1.2.7 Zeitliche Verteilung – Die Saisonalität 180
2.4.1.2.8 Ausgabeverhalten 182
2.4.1.2.9 Etappen der Reiseentscheidung 189
2.4.1.3 Zusammenfassung 190
2.4.2 Das Angebot 194
2.4.2.1 Die Entwicklung der chinesischen Reiseindustrie im Überblick 194
2.4.2.2 Chinas Tourismuspolitik 196
2.4.2.3 Luftverkehr 198
2.4.2.3.1 Geschichtliche Entwicklung 198
2.4.2.3.2 Hubs / Flughäfen 202
2.4.2.3.3 Airlines 204
2.4.2.3.4 Vergabe der Flugrouten 208
2.4.2.4 Die chinesischen Reiseagenturen 209
2.4.2.4.1 Entstehungsgeschichte 209
2.4.2.4.2 Die verschiedenen Arten von Agenturen auf dem Markt 211
2.4.2.4.3 Die genehmigten chinesischen Outbound-Agenturen 213
2.4.2.4.4 Die drei größten staatlichen Reiseveranstalter 217
2.4.2.4.5 CAAC lizenzierte IATA Ticketing Offices 221
2.4.2.4.6 Firmenreisestellen & Messe-, Incentive-, und Kongressreiseveranstalter 222
2.4.2.4.7 Preise der Outbound-Reisen und angebotene Routen in Europa 223
2.4.2.4.8 Vertrieb der Produkte 225
2.4.2.5 Die bekanntesten Incoming-Agenturen in Europa und Deutschland 226
2.4.2.5.1 CAISSA Touristic Group AG 228
2.4.2.5.2 Kuoni Travel Holding Ltd. 228
2.4.2.5.3 Miki Travel 229
2.4.2.5.4 FTS Travel 229
2.4.2.5.5 Thomas Cook AG und Kompas International 230
2.4.2.6 Hauptprobleme der chinesischen Reiseindustrie früher und heute (2005) 231
2.4.2.7 Die Auswirkungen des Eintritts in die World Trade Organization 233
2.4.2.8 Zusammenfassung 238
3 PRAKTISCHER TEIL 242
3.1 EINLEITUNG 242
3.2 MESSUNG 242
3.3 DATENERHEBUNG 243
3.4 DATENAUSWERTUNG 243
3.5 REISEVERLAUF 244
3.6 AUSWERTUNG DER BEFRAGUNG DER TOURISTEN 245
3.6.1 Soziodemographisches Profil 245
3.6.2 Reiseerfahrenheit in Europa 246
3.6.3 Zeitpunkt der Reiseentscheidung 247
3.6.4 Selbsteinschätzung bezüglich des Kenntnisstandes über Europa und Deutschland 247
3.6.5 Durchschnittliche Gewichtete Zufriedenheit der Einzelitems 249
3.6.6 Gewichtete Gesamtzufriedenheit pro Tour 253
3.6.7 Unterschiede zwischen Reiseerfahrenen und Reiseunerfahrenen 254
3.7 AUSWERTUNG DER BEFRAGUNG DER EXPERTEN 256
3.8 DISKUSSION 257
3.8.1 Soziodemographisches Profil 257
3.8.2 Reiseerfahrenheit in Europa 258
3.8.3 Buchungsverhalten 258
3.8.4 Wissen über die Reisedestination 259
3.8.5 Zufriedenheit mit der unternommenen Europarundreise 259
3.8.5.1 Shopping 260
3.8.5.2 Freie Zeit zur eigenen Verfügung 260
3.8.5.3 Die Verpflegung 261
3.8.5.4 Hotel und Bus 261
3.8.5.5 Informationen zum Bildungssystem 262
3.8.5.6 Unterschiede in der d. gewichteten Gesamtzufriedenheit pro Tour 262
3.8.5.7 Unterschiede zwischen Reiseerfahrenen und Reiseunerfahrenen 262
3.9 ZUSAMMENFASSUNG UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN 263
4 ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSBEMERKUNG 271
ANHANGVERZEICHNIS XI
LITERATURVERZEICHNIS XLVII
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Die Entwicklung des Welttourismus, 1960-2000
Abbildung 2: Internationale Ankünfte 1960 in Prozent pro Region
Abbildung 3: Internationale Ankünfte 2000 in Prozent pro Region
Abbildung 4: Veränderung des weltweiten Flugverkehrs, 2002/2003 in Prozent
Abbildung 5: Die wichtigsten internationalen Reiseströme, 2000 (Mio. Ankünfte)
Abbildung 6: Länderkarte China
Abbildung 7: Topographische Karte Chinas
Abbildung 8: Klimakarte Chinas
Abbildung 9: Bevölkerungsentwicklung Chinas, 1950-1999
Abbildung 10: Propagandaposter der Ein-Kind-Politik
Abbildung 11: Die Bevölkerungsstruktur 2000
Abbildung 12: Die Bevölkerungsstruktur 2050
Abbildung 13: Bevölkerungsdichte
Abbildung 14: Städte nach Einwohnerzahl
Abbildung 15: Beijing und Umgebung
Abbildung 16: Shanghai und Umgebung
Abbildung 17: Guangzhou und Umgebung
Abbildung 18: Chinesische Sprachen
Abbildung 19: Deutsches Kolonialgebiet Tsingtau
Abbildung 20: Stadtansicht des Schutzgebiets Tsingtau
Abbildung 21: Maruta - Kriegsverbrechen Japans in China
Abbildung 22: Übersicht über das politisch-administrative System der VR China
Abbildung 23: China – Politisch-administrative Gliederung / Die Provinzen
Abbildung 24: Die Sonderwirtschaftszonen
Abbildung 25: Industrieller Produktionswert der Provinzen, 2000
Abbildung 26: Außenhandel der VR China
Abbildung 27: Das Verkehrsnetz Chinas
Abbildung 28: Die Anzahl Chinas Outbound-Touristen, 1993-2004
Abbildung 29: Foto der ersten chinesischen Reisegruppe in Europa am 01. September 2004
Abbildung 30: Ankünfte der Chinesen für Kurzaufenthalte in Australien, 1982-2002
Abbildung 31: Entwicklung der Besuchsgründe für Chinesen in Australien, 1982-2002
Abbildung 32: Übernachtungen nach Kontinenten in Prozent in Deutschland, 2003
Abbildung 33: Die Entwicklung des Asiatischen Quellmarkts für Deutschland, 1994-2003
Abbildung 34: Entwicklung der chinesischen Übernachtungszahlen, 1996-2004
Abbildung 35: Wachstum der Übernachtungszahlen chin. Gäste in Deutschland, 1996-2004
Abbildung 36: Chinesische Touristen vor Schloss Neuschwanstein
Abbildung 37: Entwicklung des BIP und der Erwerbsstruktur, 1980-1996
Abbildung 38: Entwicklung der chinesischen Anteile am Welthandel, 1976-2000
Abbildung 39: Die Entwicklung von Chinas BIP, 1978-2000
Abbildung 40: „Sichtbare Veränderungen der Wirtschaftsreformen“
Abbildung 41: Einkommensentwicklung in China, 1989-2002
Abbildung 42: Bild des Reichstags in der chinesischen Ausgabe des National Geographic
Abbildung 43: Herkunft der Outbound Touristen nach Provinz im Jahr 2001
Abbildung 44: Quellmärkte für die Deutschlandreisen der Chinesen 2000
Abbildung 45: Aktivitäten der Chinesen im Urlaub oder in der Freizeit
Abbildung 46: Faktoren, die bei der Reiseentscheidung wichtig sind
Abbildung 47: Dauer der Auslandsreisen der Chinesen im Jahr 2003
Abbildung 48: Besuchte Kontinente in Prozent im Jahr 2000
Abbildung 49: Das Image Europas in Beijing und Shanghai 2003
Abbildung 50: Anzahl der Übernachtungen in deutschen Bundesländern 2002
Abbildung 51: Geburtshaus von Karl Marx in Trier
Abbildung 52: Monatliche Entwicklung der chinesischen Übernachtungen in Deutschland 2002
Abbildung 53: Ausgabeverhalten der Asiaten bei Europareisen, 2003
Abbildung 54: Einkaufstättenwahl der Chinesen in Deutschland, 2003
Abbildung 55: Auslandsurlaube der Chinesen nach Reiseorganisation 2000
Abbildung 56: Flottenübersicht ausgewählter chinesischer Airlines, 1997-199
Abbildung 57: Wachstum der Reiseagenturen, 1995-2000
Abbildung 58: Anzahl der bisherigen Europabesuche der Befragten
Abbildung 59: Zeitpunkt der Reiseentscheidung der Befragten
Abbildung 60: Informationsstand der Befragten bzgl. EU
Abbildung 61: Informationsstand der Befragten bzgl. Deutschland
Abbildung 62: Durchschnittliche gewichtete Zufriedenheit der Einzelitems
Abbildung 63: Stärken-Schwächen-Profil der Europareisen
Abbildung 64: D. Gewichtete Gesamtzufriedenheit der Befragten pro Tour
Abbildung 65: D.GGZ der Befragten in Abhängigkeit zur Reiseerfahrenheit in Europa
Abbildung 66: Unterschiede zwischen reiseerfahrenen und reiseunerfahrenen Chinesen
Tabellenverzeichnis
Tabelle 2 1: Internationale Ankünfte (in Mio.), 1960-2000
Tabelle 2 2: Internationale Ankünfte 1960-2000 in Prozent pro Region
Tabelle 2 3: Durchschnittliche jährliche Veränderung der Internationalen Ankünfte in Prozent
Tabelle 2 4: Wachstum „Personal Travel & Tourism“ ausgewählter Länder, 1994-2004
Tabelle 2 5: Weltweite Einnahmen aus dem Internationalen Tourismus (in Mio. US$), 1960-2002
Tabelle 2 6: Länderranking - Einnahmen aus dem Internationalen Tourismus, 2002/2003
Tabelle 2 7: Rangliste der Destinationen - Internationalen Touristenankünfte, 2003
Tabelle 2 8: Die Internationalen Ankünfte nach Region (in Mio.), 2010
Tabelle 2 9: Die führenden Outbound-Länder der Welt, 2020
Tabelle 2 10: Rangliste Administrativer Regionen nach Bevölkerungsdichte
Tabelle 2 11: Die Verstädterung Chinas, 1978-1999
Tabelle 2 12: Rangliste der Städte Chinas nach Einwohnerzahl
Tabelle 2 13: Geschichtliche Entwicklung der Wirtschaft bis 2004
Tabelle 2 14: Devisenbilanz - Deutschland / VR China, 1995-2002
Tabelle 2 15: Devisenbeschränkung der VR China
Tabelle 2 16: Liste der ADS Länder
Tabelle 2 17: Veränderung Privatpässe/ Offizielle Pässe (Angaben in Tausend), 1993-2001
Tabelle 2 18: Ankünfte / Übernachtungen der Chinesen in Deutschland, 1994-2003*
Tabelle 2 19: Private Unternehmer und Entwicklung ihrer Beschäftigtenzahl, 1990-1999
Tabelle 2 20: Gesellschaftsschichten in China, 1952-1999
Tabelle 2 21: Beziehung zwischen Familieneinkommen und Reiseplänen
Tabelle 2 22: Anteil des Reisebudgets am Haushaltseinkommen
Tabelle 2 23: Passagieraufkommen der Hauptein- und Ausreisehäfen, 1996-1999
Tabelle 2 24: Die prozentuale Verteilung der Ein- und Ausreisemöglichkeiten
Tabelle 2 25: Chinas vier große Outbound Gateways - Wohnbevölkerung
Tabelle 2 26: Soziodemographisches Profil der Reisenden bei CITIC Travel
Tabelle 2 27: Soziodemographisches Profil der chin. Freizeiturlauber in Australien
Tabelle 2 28: Kenndaten der chin. Freizeiturlauber in Australien
Tabelle 2 29: Urlaubs- und Reisemotive der Chinesen
Tabelle 2 30: Unterschiede in den Kulturdimensionen
Tabelle 2 31: Weltweite Reiseziele der Chinesen im Jahr 2000
Tabelle 2 32: Reiseziele der Chinesen 2000 in Europa
Tabelle 2 33: Die wichtigsten Destinationen für Chinesen in Baden-Württemberg 2002
Tabelle 2 34: Nationale Feiertage und Schulferien in China 2004
Tabelle 2 35: Nationale Feiertage und Schulferien in China 2005
Tabelle 2 36: Top Ten Nationen beim Tax Free Einkauf in Deutschland
Tabelle 2 37: Eingekaufte Warenkategorien in Prozent 2003
Tabelle 2 38: Verkaufte Flugsitze ins Ausland, 1990-2000
Tabelle 2 39: Umsatzwachstum chinesischer Airlines, 1990-1999
Tabelle 2 40: Überblick über die wichtigsten lizenzierten Outbound-Reiseagenturen in China
Tabelle 2 41: Anzahl der betreuten Outbound-Touristen einiger Reiseveranstalter, 2000
Tabelle 2 42: Die in China bekanntesten Incoming-Operators
Tabelle 3 1: Soziodemographisches Profil der Befragten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
China, das „Reich der Mitte“, wurde vom Westen im Laufe seiner langen Geschichte zeitweise bewundert, zeitweise verachtet. Lange Zeit war China eine Weltmacht, die umgeben war von Tributstaaten. Dann wurde es zum Spielball der imperialistischen Mächte. Die Weltmacht China genügte sich selbst und schottete sich ab. Heute ist das Bild des Westens von China geprägt von scheinbaren Widersprüchen - kommunistische Staatsführung und marktwirtschaftliche Entwicklung, Buddhismus und staatlicher Atheismus, Tradition und Moderne, ein Land – zwei Systeme, arme Bauern und reiche Unternehmer. Aber der Übergang zwischen beiden Gegensätzen ist fließend, wie es das Yin-Yang Prinzip der chinesischen Philosophie beschreibt.
Dem Ausland präsentiert sich China heute gerne als ein weltoffenes Land, das sich dem Weltmarkt öffnet. Ausländische Touristen können nach China reisen und Chinesen können ins Ausland reisen, auch wenn für sie noch mehr Beschränkungen existieren. War China früher fast ausschließlich Empfängerland, wird es nun allmählich zum Entsenderland. Um es in den Worten der Medien zu formulieren – der Drache erwacht, der Riese erhebt sich. Napoleon hatte einst gesagt: „Wenn China erwacht, erzittert die Welt!“
Der chinesische Outbound-Reisemarkt ist ein Sektor, der seit Jahrzehnten wächst und dem ausgezeichnete Zukunftsperspektiven eingeräumt werden. Doch der Outbound-Reisemarkt, der sich in die zwei großen Bereiche der Geschäftsreisenden und der klassischen Urlauber aufteilen lässt, ist eng verknüpft mit der wirtschaftlichen und politischen Zukunft Chinas. Schätzungen der WTO rechnen bis 2020 damit, dass jährlich 100 Millionen Chinesen ins Ausland reisen werden – soviel wie heute aus ganz Asien. Im Jahre 2003 reisten 20,2 Millionen Chinesen ins Ausland,1 2004 waren es 28,85 Millionen, was einem Plus von 42,8% gegenüber dem Vorjahr entspricht.2
Voraussetzungen für diese Prognose ist eine positive Entwicklung verschiedener Faktoren, wie etwa der politischen Stabilität und des wirtschaftlichen Wachstums. Viele Autoren sehen das Land im Fernen Osten als die kommende Wirtschaftsmacht schlechthin. Bücher wie „China, Wirtschaftsmacht der Zukunft“ von Martina Niembs aus dem Jahr 1996, oder „Chinas Jahrhundert - Die Zukunft der nächsten Supermacht hat bereits begonnen“, von Laurence J. Brahm aus dem Jahr 2001, lassen nur wenige Zweifel am Erfolg der Reformen. Kritiker zeichnen allerdings ein anderes Bild der Gegenwart und der Zukunft.
„Die Hölle auf Erden“ von Charles Reeves, ebenfalls aus dem Jahr 2001, schildert die Verhältnisse in der Arbeitswelt der einfachen Chinesen und befürchtet deshalb Revolten. Johnny Erling zeigt sich ebenfalls kritisch in seinem im Jahre 2002 veröffentlichten Buch „China, der große Sprung ins Ungewisse“.
Man kann sich Gedanken über die Zukunft machen, doch vorhersehen kann man sie nicht. „Why is predicting the future so difficult? After all, if history is just one damn thing after another, shouldn’t the future be more of the same? But over and over again, even our most highly educated guesses go disastrously wrong…Of course the smart play would be not to try to guess what’s coming next. But that’s not how we’re wired. Trapped as we are in the one-way flow of time, not predicting the future would be like driving a car without bothering to glance through the windshield from time to time. We desperately need prophets, even false ones, to help us narrow the infinity of plausible futures down to one or at least a handful.”3 Oder wie Siemens-Chef Heinrich von Pierer es bei einem Interview über Chinas Aufstieg zur globalen Wirtschaftsmacht formulierte: “Ich rate zur Vorsicht, aktuelle Trends einfach linear fortzuschreiben, es kommt doch immer alles anders. Wenn man so rechnen würde, wäre meine Enkeltochter, die im Moment zehn Zentimeter pro Jahr wächst, im Jahr 2050 mehr als fünf Meter groß.“ 4
Vermutlich werden weder die Propheten, die den nahenden Niedergang Chinas prophezeien richtig liegen, noch die, die den Aufstieg zur größten Supermacht der Welt in kurzer Zeit vorhersehen. Aufgrund der Globalisierung, durch die Länder weltweit immer enger miteinander verflochten sind und Outsourcing zu dramatischen Veränderungen führt, werden die Auswirkungen der Reformen in China aber auch unweigerlich Auswirkungen auf andere Länder haben.
Die Überschrift „Die Chinesen kommen“ steht im Jahr 2003 in den Zeitungen immer wieder zu lesen, was eher an die „Gelbe Gefahr“ erinnert, mit der die USA und die europäischen Kolonialmächte die Ressentiments gegen die asiatischen Völker, insbesondere China, zu schüren versuchten. Die Bevölkerung wird jedoch nur auf eine friedliche Invasion von Urlaubern aus dem Fernen Osten vorbereitet, die in Zukunft Deutschland bereisen und es verändern werden. So überstieg im Jahr 2003 zum ersten Mal die Zahl der chinesischen Outbound-Touristen weltweit die der japanischen.5
So die ZEIT pathetisch: „Der 15. Februar 2003 ist ein historischer Tag. Wenn die Maschine der Air China mit der Flugnummer CA 931 auf dem Frankfurter Flughafen landet, dann steigen zum ersten Mal nicht nur chinesische Geschäftsleute, sondern auch Urlauber mit Touristenvisum aus.
Seit vergangenem Jahr gehört Deutschland, Chinas stärkster Wirtschaftspartner in Europa, zu den so genannten ADS-Destinationen. Diesen Ländern billigt die Volksrepublik China einen besonderen Status (Approved Destination Status) zu. Chinesen dürfen als Urlauber dorthin reisen. Jetzt tritt das Abkommen, das auf Initiative des deutschen Wirtschaftsministeriums und der chinesischen Tourismusbehörde ins Leben gerufen wurde, in Kraft.“ 6
Die „Welt am Sonntag“ äußert sich jedoch skeptisch zu überzogenen Erwartungen: „Nein, was mich stört, ist die Aufgeregtheit, die unsere Tourismus-Oberen beim Herausposaunen ihrer Erfolgsbilanzen befällt: 1,3 Milliarden Chinesen! 20 Millionen davon auf Reisen! In fremden Ländern! Was für eine Zahl, was für ein Geschäft. Und was die an Kohle rausknallen - 200 Euro pro Tag. Mal 20 Millionen! Da werden runde Veranstalteraugen schlitzig und schlitzige rund. Ebenso bei den Hoteliers. Und bei den Wirten.“ 7
Die FAZ dagegen beschwört gar den Untergang der deutschen Zivilisation herauf, die von den Chinesen in Zukunft vor dem Untergang gerettet wird: „Noch mögen sie mit Deutschland ein Land besuchen, das sie wegen seines Reichtums und seiner Sauberkeit beeindruckt. Doch es ist schon abzusehen, dass sie in der Bundesrepublik bald nur noch eine Kultur der Vergangenheit, eine Wirtschaftsmacht des zwanzigsten Jahrhunderts erblicken werden. So wie sich Reisende aus dem Westen bisher gerne Eingeborenentänze anschauten und sich mit Leuten in folkloristischer Kleidung fotografieren ließen, so werden die Chinesen demnächst unsere Rituale bestaunen...Wir werden gut daran tun, die Erwartungen unserer Gäste nicht zu enttäuschen. Mag es zunächst auch gewöhnungsbedürftig sein, als Eingeborener einer vergangenen Kultur sein Geld zu verdienen: So ist es ja vielleicht wirklich unsere letzte Chance.“8
Das Problem ist folglich, dass bei der öffentlichen Diskussion des Themas eine nüchterne Analyse des Themas fehlt. Chinesen haben, wie bereits erwähnt, noch nicht lange die Möglichkeit, als klassische Urlauber im Sinne von Freizeittouristen nach Europa zu reisen, weshalb die Fachliteratur zu diesem speziellen Thema noch begrenzt ist und Erfahrungen im Geschäft mit China erst noch gesammelt werden müssen. Doch Deutschland und die Bevölkerung sollte sich auf die chinesischen Urlauber einstellen und versuchen, deren Bedürfnisse zu befriedigen, denn nur so können deutsche Unternehmen von ihnen langfristig profitieren.
1.2 Zielsetzung und Eingrenzung des Themas
Trotz der Steigerung der Gästeankünfte in Europa und der damit verbundenen Bedeutungssteigerung des Entsenderlandes China in der globalen Tourismuswirtschaft, liegen bisher nur wenige wissenschaftliche Analysen in Englisch zu diesem Thema vor – noch weniger in Deutsch.
Es ist daher das generelle Ziel der beiden Autoren, bestehende wissenschaftliche Veröffentlichungen in deutscher, englischer und chinesischer Sprache zu untersuchen und in einen thematischen Zusammenhang zu bringen, um somit einen Beitrag zu leisten, bestehende Defizite der Veröffentlichungen im Hinblick auf den Tourismus nach Europa und Deutschland im besonderen zu verringern. Bei ihrer Betrachtung werden sich die Autoren weitestgehend auf Festlandschina beschränken. Die beiden Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao, die nicht zu Festlandschina zählen, werden in den offiziellen Statistiken als Ausland geführt.
Diese Diplomarbeit analysiert den chinesischen Outbound-Tourismus und stellt den Versuch dar, eine detaillierte Marktübersicht zu schaffen für Unternehmen, die Interesse am chinesischen Incoming-Geschäft haben. Aktuelle Entwicklungstrends sollen beschrieben und Zukunftsprognosen gewagt werden. Allen Interessenten, seien es Incomingstellen, Reiseveranstalter oder Hotels, die direkten Kontakt zu chinesischen Touristen haben, soll es mit dieser Diplomarbeit ermöglicht werden, sich gezielt über Einzelaspekte zu informieren, weshalb auch der landeskundliche Teil ausführlich behandelt wird.
Spezielles Ziel dieser Untersuchung ist es, Handlungsempfehlungen für Reiseveranstalter im Incoming-Geschäft abzuleiten, damit diese ihren Service verbessern können. Die Autoren der vorliegenden Arbeit schöpfen hierzu aus ihren individuellen beruflichen Erfahrungen in China und Deutschland und bringen ihr Wissen über die jeweils andere Kultur ein.
[...]
1 Vgl.: “Chinese to travel Europe from September”, 11.07.2004 in http://www.chinadaily.com.cn, 03.01.2005
2 Vgl.: ”What’s New”, 13.01.2005 in http://www.itehk.com, 24.02.2005
3 TIME: Visions of Tomorrow, 25.10.2004, S.41f.
4 Spiegel Special: China – Aufstieg zur Weltmacht, Ausgabe Nr. 5, 2004, S.55
5 Vgl.: “Chinese to travel Europe from September”, 11.07.2004 in http://www.chinadaily.com.cn, 03.01.2005
6 ZEIT: Die Chinesen kommen, 08/2003
7 Welt am Sonntag: Die Chinesen kommen, 26.09.2004
8 FAZ: Die Chinesen kommen, 02.10.2004, S.1
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