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Das Zunftwesen

Seminararbeit, 2002, 10 Seiten
Autor: Bachelor of Arts (B.A.) Susan Wangelik
Fach: Geschichte - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Details

Veranstaltung: Proseminar: Stadt und Land (Arbeitseinheit Mittelalter)
Institution/Hochschule: Ruhr-Universität Bochum (Historisches Institut)
Tags: Zunft
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 10
Note: gut
Literaturverzeichnis: ~ 2  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V5166
ISBN (E-Book): 978-3-638-13145-2

Dateigröße: 135 KB
Anmerkungen :
Es handelt sich hierbei um ein verschriftlichtes, einleitendes Referat über die mittelalterliche Zunft.



Textauszug (computergeneriert)

Das Zunftwesen

von Susan Wangelik


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung Seite 2

II. Begriffsdefinition und Verbreitung des Begriffes Seite 2

III. Merkmale der Zunft- eine "Charakteristik Seite 3

a) Formen der Zunft
b) Die Aufgaben einer Zunft
c) Die Einrichtungen der Zunft
d) Der Zunftzwang
e) Die Zugangsbedingungen zur Zunft

IV. Die Verfassung und Organisation der Zunft Seite 6

V. Fazit Seite 7

VI. Literaturverzeichnis Seite 8


I. Einleitung

Die Zünfte als Vereinigung von bürgerlichen Handwerkern prägten das Mittelalter durch ihren politischen Einfluss in den einzelnen Städten. Dieser Einfluss verhielt sich zwar von Stadt zu Stadt unterschiedlich, und erwies sich in den meisten Fällen auch nicht als beständig. Vielleicht man könnte ihn als einen frühen Schritt in Richtung Neuzeit beschreiben, möglicherweise als eine Tendenz zur Herrschaft des Bürgertums. Das nun folgende Referat soll die Grundzüge der Zunft mit ihren Formen, Einrichtungen, Aufgaben, dem Zunftzwang als Kernstück der politischen Macht und vor allem ihrer Organisation und Verfassung aufzeigen, um abschließend die Bedeutung der Zünfte für die Stadtentwicklung in Ansätzen herauszustellen.

II. Begriffsdefinition und Verbreitung des Begriffes

Der auf den deutschen Sprachraum beschränkte Begriff ‚Zunft′ kann im Allgemeinen als eine Organisation von Handwerkern, welche die Qualität und die Preise der Produkte kontrollierte und die Ausbildung junger Menschen regelte definiert werden. Es handelt sich hierbei um einen wissenschaftlichen Ordnungsbegriff, der eine Vielzahl von Heteronymen aufweist. Man spricht in Norddeutschland von Gilden, in Mittel- und Oberdeutschland von Innung oder Einung und am Niederrhein von der Gaffel, um nur einige dieser zu nennen. Sie bezeichnen alle genossenschaftliche Verbände, setzen aber unterschiedliche Akzente und Nuancen. So ist die Gilde beispielsweise eine Vereinigung von Kaufleuten, während die Zunft in Basel das Handwerk genossenschaftlich zusammenfasst.
Im 13. und 14. Jahrhundert nur in Gebieten südlich des Main gebräuchlich verbreitet sich der Begriff ‚Zunft′ erst seit dem 15. Jahrhundert über Mitteldeutschland bis nach Norddeutschland.

III. Charakteristische Merkmale der Zunft

a) Die Formen der Zunft

Im Verlauf des Mittelalters entwickelten sich verschiedene ‚Arten′ von Zünften, die aufeinander aufbauten. Die gewerbliche Zunft stellt den Zusammenschluss von Angehörigen desselben Handwerkes dar und bildet damit die ‚kleinste′ Form der Zunft. Die gewerbliche Großzunft fasst nah verwandte Handwerke zusammen und organisiert die einzelnen Unterzünfte . Diese beiden bildeten die Grundlage für die politische Zunft, welche sich im 14. Jahrhundert durchsetzte und mehrere verschiedene Gewerbe zusammenfasste und sie nach verfassungs-politischen Kriterien neuorganisierte. Man musste nicht Mitglied der gewerblichen Zunft sein, um der politischen Zunft beitreten zu können, es wurden nun beispielsweise auch Kaufleute in jene aufgenommen. Die politische Zunft nahm erstmals einen Anteil am Stadtregiment und war Bestandteil des städtischen Verfassungsgefüges. Die Sammelzunft als eine Form der politischen Zunft fasste nun auch gewerbliche Zünfte, die wenig oder nichts miteinander zu tun hatten zusammen. Je größer eine politische Zunft war, umso mehr Ratssitze wurden ihr vergeben und umso größer wurde nun ihr politischer Einfluss.

[...]


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