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IT-Outsourcing

Hausarbeit, 2005, 29 Seiten
Autor: Marco Otte-Witte
Fach: Informatik - Wirtschaftsinformatik

Details

Veranstaltung: BWL
Institution/Hochschule: Fachhochschule München
Tags: IT-Outsourcing
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 29
Note: 1,6
Literaturverzeichnis: ~ 30  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V52092
ISBN (E-Book): 978-3-638-47891-5

Dateigröße: 249 KB


Textauszug (computergeneriert)

IT-Outsourcing

von: Marco Otte-Witte

 


Inhaltsverzeichnis

1 Outsourcing: Einführung 1

1.1 Einleitung 1
1.2 Definition 1
1.3 Thematische Einordnung, Motivation 2
1.4 Historischer Überblick 6

2 Outsourcing: Formen 9

2.1 Abgrenzung Outsourcing und Ausgliederung, Klassifikation 9
2.2 Professional Services 11
2.3 Application Management/ Application Maintenance 11
2.4 Rechenzentrums- Dienstleistungen/ Processing Services 12
2.5 Systems Integration 13
2.6 Facilities Management 13
2.7 Business Process Outsourcing 14
2.8 Out- Servicing 15
2.9 Weitere 16

3 Outsourcing: Praxis 17

3.1 Risiken 17
3.2 Success Stories 19

4 Schlusswort 22

Quellen


 


 

1. Outsourcing: Einführung

1.1 Einleitung

Mit der stetig fortschreitenden technischen Entwicklung und den immer größeren Möglichkeiten der Computertechnik gewinnt auch die Datenverarbeitung in Unternehmen immer mehr an Bedeutung. In den meisten Betrieben nimmt die interne Datenverarbeitung einen ungemein wichtigen Stellenwert ein. Ohne eine funktionierende IT wären viele Unternehmen heute wohl nicht überlebensfähig. Außerdem kann eine gut funktionierende interne Datenverarbeitung ein entscheidender Wettbewerbsvorteil gegenüber Mitbewerbern sein. Aufgrund dieser hohen Bedeutung der Unternehmens- IT ergibt sich auch die Frage nach deren sinnvollem und effektivem Management. Hier bietet sich den Unternehmen eine Vielzahl von Alternativen. Eine davon ist das IT- Outsourcing. Diese Arbeit bietet einen Überblick über die Entstehung von IT- Outsourcing, die heute in der Praxis auftretenden Formen sowie die Chancen und Risiken.

1.2 Definition

Der Terminus „Outsourcing“ setzt sich als Kunstwort aus den aus dem amerikanischen Sprachraum stammenden Begriffen outside, resource und using zusammen. Übersetzt man die einzelnen Begriffsbestandteile, so ist Outsourcing also ein Konzept, das das Heranziehen von außerhalb des Unternehmens gelagerten Bezugsquellen zur Versorgung vorsieht.1 In der Praxis bezeichnet man mit Outsourcing die Übergabe betrieblicher Funktionen und/ oder Aufgaben gegen Entgelt an einen Dritten.2 „Basically it involves paying somebody else to do the work for you.“3

Eine klare und eindeutige Definition für den Begriff des IT- Outsourcing zu finden, ist nicht trivial, da der Begriff in der für Modewörter typischen Art im allgemeinen Sprachgebrauch relativ uneinheitlich verwendet wird und zudem oft nicht sicher gesagt werden kann, ab welchem Umfang der extern bezogenen Ressourcen und/ oder Leistungen es sich um IT- Outsourcing handelt.4 In der vorliegenden Arbeit wird von der Definition von Gerigk ausgegangen. IT- Outsourcing ist die mittel- oder langfristige Übertragung der Verantwortung für die Leistungserstellung der Gesamtfunktion oder von Teilfunktionen der Datenverarbeitung an einen unabhängigen externen Anbieter.5 Der deutsche Begriff Auslagerung wird im Allgemeinen synonym für Outsourcing verwendet.

Ebenso uneindeutig wie beim Begriff des Outsourcing ist der Sprachgebrauch für den verwandten Begriff des „Outsourcers“. In der Praxis werden sowohl die Outsourcing- Dienstleister wie auch die Outsourcing- Nachfrager als Outsourcer bezeichnet. In dieser Arbeit wird - wiederum analog zu Gerigk - davon ausgegangen dass es sich beim Outsourcer um den Outsorucing- Dienstleister handelt.6

1.3 Thematische Einordnung, Motivation

Outsourcing ist in der Betriebswirtschaftlehre als eine der verschiedenen Sourcing Strategien, also als strategische oder situationsbedingte Entscheidung bezüglich der Versorgung eines Unternehmens mit benötigten Ressourcen, einzuordnen. Die diesen Entscheidungen zugrunde liegende Frage ist das klassische „Make or Buy“ Problem.7 Bei diesem geht es um die Fragestellung, welcher der möglichen Bereitstellungswege Eigenerstellung („Make“) oder Fremdbezug („Buy“) für ein im Leistungsprozess eines Unternehmens benötigtes Produkt oder eine Dienstleistung unter optimaler Sicherung der Unternehmensziele zu wählen ist. Auch wenn das „Make or Buy“ Problem typischerweise im Bereich der Produktion auftritt, in dem die Fragestellung auch entstanden ist, lässt diese sich direkt auf nahezu alle anderen Bereiche eines Unternehmens, insbesondere auch die Dienstleistungsbereiche wie beispielsweise die IT, übertragen. Natürlich ist Outsourcing immer das Ergebnis einer Entscheidung für Fremdbezug der Ressource („Buy“).8

Abb. 1.: Outsourcing als Sourcing Strategie [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

Für die Entscheidung gegen die Eigenerstellung und für den Fremdbezug einer bestimmten Leistung der Unternehmens- IT, also für ihr Outsourcing, gibt es vielfältige mögliche Gründe, von denen einige eine besonders exponierte Stellung einnehmen. Senkung der Fixkosten, Verbesserung der Kostenstruktur Ein wichtiges Kriterium für eine Entscheidung für das Outsourcing bestimmter Leistungsbereiche ist die Senkung der Fixkosten.9 Werden bestimmte Leistungen der IT vom Unternehmen nicht mehr selbst erstellt sondern von einem externen Dienstleister bezogen, wandeln sich die Kosten für diese Leistungen aus Unternehmensperspektive (zumindest zu einem gewissen Teil) von Fixkosten in variable Kosten, da in der Regel nur die jeweils tatsächlich in Anspruch genommene Leistungsmenge abgerechnet wird.10 Durch diese Umwandlung entstehen eine bessere Planbarkeit (vor allem die Möglichkeit einer verursachergerechten Zuordnung der Kosten auf bestimmte Leistungen)11 der Kosten und eine erhöhte Flexibilität, insbesondere bei den Reaktionsmöglichkeiten auf Marktveränderungen.

[...]


1 Vgl. o.V. (1992), S. 14 nach Gerigk (1997), S. 6; Vgl. Anon. (2005a)

2 Vgl. Köhler- Frost (1993), S. 13

3 Vgl. Gerigk (1997), S. 6

4 Vgl. Gerigk (1997), S. 6

5 Gerigk (1997) S. 7

6 Vgl. Gerigk (1997), S. 7

7 Vgl. Abts/Mülder (2002), S. 317

8 Vgl. Lindner (1998), S. 5

9 Vgl. Reimers/Raisch/Beresz (2004)

10 Vgl. Köhler- Frost (1993), S. 22; Anon. (2005c); Droste (2001)

11 Vgl. Ott, (2002), S. 85


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