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Termpaper, 2005, 17 Pages
Author: Franziska Wendler
Subject: Psychology - Developmental Psychology
Details
Tags: Entwicklung, Kindern, Eltern
Year: 2005
Pages: 17
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 16 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-47894-6
ISBN (Book): 978-3-638-76504-6
File size: 161 KB
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Abstract
Zwei Mamas – zwei Papas – gute Eltern? In der Entwicklungspsychologie stellt u.a. die Familie einen wichtigen Entwicklungskontext für die einzelne Person dar. Die intensive Einflussnahme der Eltern ist für die kognitive, emotionale, moralische und soziale Entwicklung des Kindes von großer Bedeutsamkeit. Aus diesem Grund möchte ich mich in dieser Arbeit mit der Entwicklung der Kinder unter dem Aspekt der sozialen Bindung, im speziellen des Kindes zu den Primärpersonen (Eltern), beschäftigen. Da sich mittlerweile die Familien – und Lebensstrukturen pluralisiert und individualisiert haben – also nunmehr nicht nur die traditionelle, archetypische Familie des heterosexuellen Ehepaars mit einem oder mehreren leiblichen Kindern (Vater – Mutter –Kind – Familie) als Familienform vorherrscht, sondern eine zunehmende Zahl von Kindern mit einem alleinerziehenden Elternteil bis hin zu Kindern mit gleichgeschlechtlichen Eltern beschrieben werden können, möchte ich mich in dieser Arbeit mit einer der aktuellsten und wahrscheinlich brisantesten Familienformen, nämlich der von gleichgeschlechtlichen Eltern mit Kindern, beschäftigen. Hierbei möchte ich konkret auf die Überlegung eingehen, ob – und wenn überhaupt, inwiefern - das Geschlecht und somit auch die damit verbundene fehlende Geschlechtsrolle des Mannes (in einer Familie mit zwei Müttern) oder der Rolle der Frau (in einer Familie mit zwei Vätern) Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes hat, oder ob ggf. die sexuelle Orientierung der Eltern die Entwicklung des Kindes beeinflusst? „Kinder brauchen eine Mutter und einen Vater, um sich „optimal“ entwickeln zu können!“ Diese Hypothese ist wohl die meistverbreiteste, die im Zusammenhang mit dem Thema gleichgeschlechtlicher Eltern aufkommt (man denke an die klassische Psychoanalyse nach Freud). Doch hat die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes tatsächlich mit den Geschlechtern oder der sexuellen Orientierung der Eltern zu tun, oder spielen ganz andere Faktoren, wie z.b. die Zuwendung der Eltern – unabhängig des Geschlechts – eine bedeutendere Rolle in der Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes?
Excerpt (computer-generated)
Entwicklung von Kindern gleichgeschlechtlicher Eltern
von: Franziska Wendler
2. Semester, SS 2005
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften mit Kindern 4
3. Entwicklung der Kinder 6
3.1. Einfluss gleichgeschlechtlicher Familien auf... 6
3.1.1. ... die Geschlechtsidentität des Kindes 6
3.1.1.1. Methode der klassischen Psychoanalyse nach Freud 6
3.1.1.2. Ergebnisse 7
3.1.2. ... das Geschlechtsrollenverhalten des Kindes 8
3.1.2.1. Ergebnisse 9
3.1.3. ... Persönlichkeitsentwicklung des Kindes 10
3.1.3.1. Methode der Objektbeziehungstheorie 10
3.1.3.2. Methode der Bindungstheorie 11
3.1.3.3. Ergebnisse 11
3.2. Einfluss der sozialen Umwelt 12
4. Diskussion 14
5. Literaturverzeichnis 16
1. Einleitung
Zwei Mamas – zwei Papas – gute Eltern? In der Entwicklungspsychologie stellt u.a. die Familie einen wichtigen Entwicklungskontext für die einzelne Person dar. Die intensive Einflussnahme der Eltern ist für die kognitive, emotionale, moralische und soziale Entwicklung des Kindes von großer Bedeutsamkeit. Aus diesem Grund möchte ich mich in dieser Arbeit mit der Entwicklung der Kinder unter dem Aspekt der sozialen Bindung, im speziellen des Kindes zu den Primärpersonen (Eltern), beschäftigen.
Da sich mittlerweile die Familien – und Lebensstrukturen pluralisiert und individualisiert haben – also nunmehr nicht nur die traditionelle, archetypische Familie des heterosexuellen Ehepaars mit einem oder mehreren leiblichen Kindern (Vater – Mutter –Kind – Familie) als Familienform vorherrscht, sondern eine zunehmende Zahl von Kindern mit einem alleinerziehenden Elternteil bis hin zu Kindern mit gleichgeschlechtlichen Eltern beschrieben werden können, möchte ich mich in dieser Arbeit mit einer der aktuellsten und wahrscheinlich brisantesten Familienformen, nämlich der von gleichgeschlechtlichen Eltern mit Kindern, beschäftigen. Hierbei möchte ich konkret auf die Überlegung eingehen, ob – und wenn überhaupt, inwiefern - das Geschlecht und somit auch die damit verbundene fehlende Geschlechtsrolle des Mannes (in einer Familie mit zwei Müttern) oder der Rolle der Frau (in einer Familie mit zwei Vätern) Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes hat, oder ob ggf. die sexuelle Orientierung der Eltern die Entwicklung des Kindes beeinflusst? „Kinder brauchen eine Mutter und einen Vater, um sich „optimal“ entwickeln zu können!“ Diese Hypothese ist wohl die meistverbreiteste, die im Zusammenhang mit dem Thema gleichgeschlechtlicher Eltern aufkommt (man denke an die klassische Psychoanalyse nach Freud). Doch hat die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes tatsächlich mit den Geschlechtern oder der sexuellen Orientierung der Eltern zu tun, oder spielen ganz andere Faktoren, wie z.b. die Zuwendung der Eltern – unabhängig des Geschlechts – eine bedeutendere Rolle in der Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes?
Um herauszufinden, ob die Entwicklung des Kindes durch gleichgeschlechtliche Elternpaare in irgendeiner Weise beeinflusst wird, habe ich mich nach Literatur, die sich ausschließlich mit dieser Fragestellung befasst, in der Staatsbibliothek Stuttgart umgesehen. Leider musste ich schnell feststellen, dass es wenig deutsche Fachliteratur bezüglich dieses Themas gibt, wurde jedoch durch intensive Internetrecherche recht schnell fündig und werde mich bei meiner Arbeit hauptsächlich auf diese Ergebnisse beziehen. Weiterhin werde ich entwicklungspsychologische Theorien zur sozialen Bindung, der Psychoanalyse nach Freud, sowie zur Geschlechtstypisierung einbeziehen, um das Thema somit aus verschiedenen entwicklungspsychologischen Gesichtspunkten untersuchen zu können, um dann die bereits bestehenden Theorien entweder zu be – oder widerlegen.
2. Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften mit Kindern
In Deutschland werden lesbische Mütter und schwule Väter in der Öffentlichkeit erst in jüngster Zeit wahrgenommen, obwohl eine grundlegende Veränderung der Familienform schon mit dem raschen gesellschaftlichen Wandel, der im 19. Jahrhundert, als Folge der industriellen Revolution eintrat, beschrieben werden kann (Schneewind, 1999).Aus dem Ideal der Kernfamilie, bestehend aus Vater, Mutter und Kind entstand eine bunte Vielfalt familiärer Lebensformen: Ein- Elternfamilien, kinderlose Ehepaare, nicht-eheliche Lebensgemeinschaften mit und ohne Kinder, gemischt kulturelle Familien und eben nicht zuletzt homosexuelle Partnerschaften mit und ohne Kinder. Nach einem Ergebnis der FamilienForschung Baden – Württemberg des Statistischen Landesamtes lebten 1999 in Deutschland mindestens 41.400 gleichgeschlechtliche Paare, wobei 13 % derjenigen Kinder haben.
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