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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2004, 21 Pages
Author: Nadine Hey
Subject: German Studies - Linguistics
Details
Tags: Satzstruktur, Grammatik, X-bar-Modell, Satzes
Year: 2004
Pages: 21
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 3 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-47922-6
ISBN (Book): 978-3-638-93005-5
File size: 159 KB
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Abstract
Inhalt 1. Die generative Grammatik 1.1 Die Government-Binding-Theorie 1.2 Grundlagen des X-bar-Modells 2. Der Satz im X-bar-Schema 2.1 Allgemeine Satzstruktur 2.2 Struktur von konjunktional eingeleiteten Nebensätzen, V/1- und V/2-Sätzen 2.2.1 Struktur konjunktional eingeleiteter Nebensätze 2.2.2 Struktur eines V/1-Fragesatzes 2.3 Topikalisierung 2.4 Vergleich der CP-Struktur mit dem Stellungsfeldermodell 2.5 Die Split-INFL-Hypothese 3. Das Gesamtmodell und seine Weiterentwicklung
Excerpt (computer-generated)
Universität Wuppertal
Hauptseminar: „Modelle der Satzanalyse“
SS 2004
Satzstruktur in der generativen Grammatik –
Das X-bar-Modell des Satzes -
von: Nadine Hey
Inhalt
1. Die generative Grammatik
1.1 Die Government-Binding-Theorie
1.2 Grundlagen des X-bar-Modells
2. Der Satz im X-bar-Schema
2.1 Allgemeine Satzstruktur
2.2 Struktur von konjunktional eingeleiteten Nebensätzen, V/1- und V/2-Sätzen
2.2.1 Struktur konjunktional eingeleiteter Nebensätze
2.2.2 Struktur eines V/1-Fragesatzes
2.3 Topikalisierung
2.4 Vergleich der CP-Struktur mit dem Stellungsfeldermodell
2.5 Die Split-INFL-Hypothese
3. Das Gesamtmodell und seine Weiterentwicklung
Ziel meiner Arbeit ist die Beschreibung des X-bar-Modells des Satzes. Dazu werde ich zunächst kurz in die generative Grammatik und den für das X-bar-Modell wichtigen Bereich der Government-Binding-Theorie einführen und die Grundlagen des X-bar-Modells erläutern.
1. Die generative Grammatik
Hauptbegründer und –vertreter der generativen Grammatik ist Noam Avram Chomsky, ein amerikanischer Sprachwissenschaftler. Innerhalb der generativen Grammatik wurden folgende Theorien entwickelt:
die Standardtheorie (um 1960/ 70)
die Government-Binding-Theorie, zu der das X-bar- Modell zählt (um 1980)
das Minimalistische Programm (um 1990)1
die Optimalitätstheorie (neuster Forschungsansatz)
Man geht in der generativen Grammatik grundsätzlich davon aus, dass eine „angeborene Grunddisposition speziell für den Erwerb von grammatischem Wissen existiert, die als Universalgrammatik (UG) bezeichnet“2 wird [language acquisition device = LAD (Spracherwerbsmechanismus)]. Diese Universalgrammatik muss, „so die Annahme der generativen Grammatik, aus allgemeinen Prinzipien und sprachspezifischen Parametern“3 bestehen. Zur Beschreibung von grammatikalischem Wissen versuchte man im Rahmen der generativen Grammatik Regeln, die den Aufbau grammatischer Strukturen aufzeigen, zu erarbeiten. Mithilfe von Phrasenstrukturregeln sollten alle Phrasentypen natürlicher Sprachen erfasst werden, so dass Universalität gefordert war. Diese Phrasenstrukturregeln sollten im Zuge des Spracherwerbs erlernt werden können, so dass Lernbarkeit ein weiteres Kriterium dieser Regeln war. Gemäß der Standardtheorie der generativen Grammatik ist der syntaktische Teil wie folgt aufgebaut:
Phrasenstrukturregeln und lexikalische Einsetzungsregeln, die Subkategorisierungsregeln enthalten bilden die Basiskomponente und Transformationsregeln die Transformationskomponente.4 Allerdings sind die Wissenschaftler an der Konzeption von allgemeingültigen Regeln, die alle syntaktischen Strukturen aufzeigen gescheitert. Beibehalten wurde die hierarchische Darstellung von Sätzen anhand von Baumdiagrammen und die Differenzierung zwischen Oberflächen- und Tiefenstruktur. Hierdurch können alle syntaktischen Konstruktionen eines Satzes aus einer einzigen Satzstruktur deriviert werden. Die abstakte Darstellungsebene von Sätzen wird als Tiefenstruktur bezeichnet, die Oberflächenstruktur entspricht konkreten syntaktischen Konstruktionen, die aus der Tiefenstruktur deriviert werden:
(1) (2)
a) Paul hat gestern gelesen. a) Anna holt Vater eine Zeitung.
b) Hat Paul gestern gelesen? b) Holt Anna Vater eine Zeitung?
c) Gestern hat Paul gelesen. c) Anna Vater eine Zeitung holt.
d) Paul gestern gelesen hat.
Es wird angenommen, dass das finite Verb in der Tiefenstruktur der deutschen Sprache am Satzende steht, da die verbalen Elemente nur im Rahmen der Verbendstellung eine Einheit bilden.5 Die Tiefenstruktur ist in den Beispielen (1d) und (2c) sichtbar, aus der die darüber notierten verschiedenen Oberflächenstrukturen gebildet werden können.
1.1 Die Government-Binding-Theorie
[...]
1 vgl. Dürscheid, Christa: Syntax. Grundlagen und Theorien. Wiesbaden. 2000. S. 129
2 Ramers, Karl Heinz: Einführung in die Syntax. München. 2000. S.42
3 Dürscheid, Christa: Syntax. Grundlagen und Theorien. Wiesbaden. 2000. S. 131
4 vgl. Grewendorf, G.: Aspekte der deutschen Syntax. Tübingen. 1991. S. 33f.
5 Dürscheid, Christa: Syntax. Grundlagen und Theorien. Wiesbaden. 2000. S. 133
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