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Alfred Hitchcocks Psycho: Eine Betrachtung der einführenden Szene

Termpaper, 2001, 22 Pages
Author: Maren Herbst
Subject: Communications: Movies and Television

Details

Category: Termpaper
Year: 2001
Pages: 22
Grade: 1,0
Language: German
Archive No.: V5261
ISBN (E-book): 978-3-638-13207-7

File size: 199 KB


Excerpt (computer-generated)

Alfred Hitchcock´s "Psycho"
Eine Betrachtung der einführenden Szene

von Maren Herbst

Gliederung:

1. Einleitung

2. "Psycho"

2.1 Die Handlung
2.2 Der Titel

3. Die Einführung

3.1 Der Vorspann
3.2 Die Eröffnungsszene
3.3 Die Musik
3.4 Das Leitbild "Vögel"
3.5 Hitchcocks Auftritt

4. Schlussbemerkung

Literaturverzeichnis


1. Einleitung

Vermutlich gibt es über keinen anderen Filmemacher so viele Veröffentlichungen wie über Alfred Hitchcock. Der Meister des Suspense, der seine Filme, 56 an der Zahl, zuzüglich der zahlreichen von ihm produzierten Fernsehfilme, durch seinen eigenen Stil prägte und doch selbstkritisch von sich sagt, dass nicht alle seine Filme wirkliche "Hitchcock-Filme" seien, aufgrund mangelhafter Handlung und ungenügender technischer Umsetzung. Bodo Fründt sagt dazu: "Seine Filme stellen das Werk eines Mannes dar. Man zählt sie eigentlich nicht zu anderen Genres. Er schuf sein eigenes Genre: den Hitchcock-Film." (vgl. Fründt: Alfred Hitchcock und seine Filme, S. 21)

Die Vielzahl der Veröffentlichungen über Alfred Hitchcock und seine filmischen Werke gibt Interessierten die Möglichkeit, die Filme nachzuvollziehen und gewährt Einblick in ihr Entstehen.
Viele Filmemacher haben es versucht, einen Film in Hitchcock-Manier zu drehen, doch gibt es kaum einen Filmemacher, dem es gelungen wäre, "selber konsequent hitchcockisch zu sein.
Hitchcockisch? Vielleicht gilt es da, genauer zu unterscheiden. Etwa zwischen den Hitchcockisten, die aus seinen Filmen eine Lehre zu machen versuchten, den Hitchcockianern, die einen Kult daraus entwickelten, den Hitchcockologen, denen es vor allem um die Kenntnis und Ausdeutung des leuchtenden Vorbildes geht, oder den Hitchcockoiden, die gern zumindest ein Werk geschaffen hätten, das einem Vergleich mit den Originalen standhielte, den Hitchcockographen, die in seiner Schrift zu schreiben gedenken, von den vielen Hitchcockophilen und den nicht weniger zahlreichen Hitchcockophoben ganz abgesehen" (vgl. Beier/Seeßlen: Alfred Hitchcock, S. 185).
Wie man aus diesem Zitat ersehen kann, stellt Hitchcock noch immer eine Faszination dar, die Filmemacher und Anhänger zu ergründen versuchen.

Ich möchte darauf verzichten, einen Lebenslauf Alfred Hitchcocks anzuhängen, da Jahreszahlen wenig aussagekräftig sind und eine Beleuchtung seiner Eltern, seiner Kindheit und seines Werdegangs den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde. Daher beschränke ich mich darauf, an wenigen Stellen eine kurze Exkursion in Hitchcocks Leben zu wagen.

Alfred Hitchcock begeistert mit seinen Filmen noch heute Millionen von Menschen. Einen großen - wenn nicht sogar den größten - Erfolg feierte er mit "Psycho". Dieser Erfolg liegt nicht nur auf der finanziellen Seite - bei 800.000 Dollar Produktionskosten spielte "Psycho" bis heute mehr als zwanzig Millionen Dollar wieder ein. "Psycho" gilt als die "Mutter des Horrorfilms", beinhaltet zutiefst brutale Szenen, und das, ohne die Gewalt wirklich zeigen zu müssen. Hitchcock bedient sich unserer Phantasie, die um so viel schrecklicher sein kann als das letztendlich Gezeigte.
Die Duschszene in "Psycho" wird als Höhepunkt der Geschichte des Horrorfilmes angesehen. Mit ihr verleidete Hitchcock - nachdem Clouzots vielen Frauen schon Jahre zuvor mit "Les Diaboliques" das Baden verleidet hatte - auch noch das Duschen (vgl. Fründt: Alfred Hitchcock und seine Filme, S. 48).
Auf den Brief eines bekümmerten Vaters, der Hitchcock klagte, dass seine Tochter nach dem Besuch des Films "Die Teuflischen" kein Bad mehr nehmen und nun nach "Psycho" auch nicht mehr duschen wolle, antwortete Hitchcock: "Have her dry-cleaned" - Geben Sie sie in die Reinigung (vgl. Taylor: Die Hitchcock-Biographie, S. 305).

Es ist wahrscheinlich ungewöhnlich, dass über Hitchcock geschrieben wird, und die Duschszene, Highlight der Horrorgeschichtenentwicklung, nur am Rande erwähnt wird. Und doch möchte ich sie außer Acht lassen und mein Augenmerk auf den Beginn des Filmes legen, auf den Vorspann und die einführende Szene, und Anhand der Aspekte Titel, Vorspanngestaltung, Musik, Leitbild "Vogel" und schließlich Hitchcocks Auftritt - auch wenn dieser für die Entwicklung der Handlung nicht ausschlaggebend ist - eine Analyse des Vorspannes mit Blick auf das Gesamtwerk entwickeln.

2. "Psycho"

Mit dem Aufkommen der Begeisterung der Kinogänger für Horrorfilme reifte in Hitchcock der Entschluss, ebenfalls einen dieser Streifen zu drehen, die günstig produziert wurden und große Gewinne einspielten. Hitchcock vertrat immer die Meinung, dass man die Wünsche und Bedürfnisse des Publikums sehr ernst nehmen und sich nach ihnen richten müsse. Allerdings wollte Hitchcock sich nicht der Banalität der üblichen Horrorfilme anschließen, sondern einen von höchster Qualität produzieren. "Ich bin von dem Vorsatz ausgegangen, einen wichtigen Film zu machen. Ich wollte eine Erfahrung machen und mich dabei amüsieren." (vgl. Truffaut: Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?, S. 276)

[...]


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