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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2001, 19 Pages
Author: Catherine Kimmle
Subject: Economics / Business: Business Ethics, Corporate Ethics
Details
Institution/College: University of Heidelberg
Tags: Wirtschaftsethik, Weltreligionen, Konfuzianismus, Taoismus, Hauptseminar
Year: 2001
Pages: 19
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 5 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-48702-3
File size: 180 KB
Lektürekurs: Max Webers Religionssoziologie
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Excerpt (computer-generated)
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Institut für Soziologie
Lektürekurs: Max Webers Religionssoziologie
Sommersemester 2001
Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen:
Konfuzianismus und Taoismus II
von: Catherine Kimmle
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Die protestantische Ethik 4
2.1. Die Berufsidee 4
2.2. Der Prädestinationsglaube 4
2.3. Freikirchen 5
2.4. Die innerweltliche Askese als Ergebnis 5
3. Der „Geist des Kapitalismus“ 5
4. Konfuzianismus und Taoismus 6
4.1. Die konfuzianische Lebensorientierung 6
4.1.1. Ideologie 6
4.1.2. Praktische Auswirkungen 7
a) staatlich 7
b) wirtschaftlich 8
c) wissenschaftlich 8
4.2. Orthodoxie und Heterodoxie oder Konfuzianismus und Taoismus 9
4.3. Weltreligion vs. Volksreligion 10
4.3.1. Intellektualismus vs. Antiintellektualismus 10
4.3.2. Jenseitsglaube 11
4.3.3. Magie 12
4.4. Sekten- und Ketzerverfolgung in China 12
4.5. Die Verbreitung des Taoismus 13
4.6. Ergebnis 15
5. Einordnung der Studie in den Handlungszusammenhang 16
6. Resümee18
Literaturverzeichnis 19
1. Einleitung
Max Webers Religionssoziologie untersucht ausgehend von seinem Werk „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ den grundlegenden Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein einer bestimmten religiösen Ethik und der Entwicklung eines kapitalistischen Geistes. Dieser wiederum bildet schließlich eine entscheidende Voraussetzung für das Entstehen des modernen Kapitalismus, wie er Kennzeichen des Okzidents ist.
Grund zu der Annahme gab die These, dass Protestanten oft führende Rollen einnahmen, im Gegensatz zu den Katholiken, bei denen diese Tatsache nicht zu beobachten war1 In dem Zusammenhang untersucht er auch Wirtschaftsethiken der Weltreligionen, um Aufschluss darüber zu erlangen, ob deren Gesinnungen die Voraussetzung dafür gaben, dass in anderen Kulturen die Entstehung des modernen Kapitalismus ausblieb. Im folgenden möchte ich nun so vorgehen, dass ich zuerst die „protestantische Ethik“ und den „Geist des Kapitalismus“ nach Weber vorstelle. Dann werde ich zum Haupteil dieser Arbeit kommen, nämlich der Ausarbeitung meines Referatthemas „Konfuzianismus und Taoismus“, und der Schluß beinhaltet die Einordnung des Referatthemas in den Handlungszusammenhang.
2. Die protestantische Ethik
Während der Reformation wurde versucht, das kirchliche Leben mehr in den Alltag der Gläubigen miteinzubeziehen, um einen Bruch mit den bisherigen Idealen des Christentums zu erlangen, die beschränkt waren auf einen kleinen elitären Kreis von Klerikern. Daraus ergaben sich drei Merkmale für die neue Lebensweise der Protestanten: 1. die Berufsidee, 2. die Prädestinationslehre und 3. die Herausbildung von Freikirchen.
2.1. Die Berufsidee
Durch den Protestantismus erhielt die Arbeit eine Art von Aufwertung, indem sie zur Lebensaufgabe und zur Erfüllung derselben wurde. Sie wurde zu einem Produkt der Nächstenliebe, indem sie aufgrund der Arbeitsteilung den einzelnen zwang, sowohl für sich als auch für andere zu arbeiten. Nur auf diese Weise konnte man ein Leben führen, das nach Gottes Willen war, so die Reformatoren. Dennoch durfte man nicht versuchen, seinen Stand zu verlassen, um einen besseren Beruf zu erlangen, denn er war Gottes Wille und als gleichwertig zu betrachten2
Natürlich konnte eine solche Einstellung den Kapitalismus nicht fördern. Dies mussten also andere Strömungen verrichten, wie der Kalvinismus und die puritanischen Sekten. So sah Calvin die Welt nicht als starre, gottgewollte Ordnung an, sondern durch sie musste Gottes Reich auf Erden erst errichtet werden. Auch Reichtum wurde als Zeichen für Erfolg angesehen und war damit erwünscht. Luxus und verschwenderischer Umgang mit Geld dagegen galten als gottlos und waren nicht erlaubt.
2.2. Der Prädestinationsglaube
Der kalvinistische Destinationsglaube besagt, dass alle Menschen durch Gott für ein Leben bestimmt sind und es nicht durch gute oder schlechte Taten versuchen können zu verändern.
Gottes Wille ist hier nicht beeinflussbar und hat absolute Gewalt. Man brachte den Menschen später die Überzeugung bei, selbst von Gott erwählt worden zu sein. Ungewissheit zeugte von unsicherem Glauben und ungenügender Wirkung von Gottes Gnade. Auf diese Weise machte man die Menschen zu selbstbewußten Gläubigen, indem sie sich nun ihrem Beruf unterwarfen, um ihre individuelle Aufgabe zu meistern.
2.3. Freikirchen
[...]
1 Vgl. Weber, Max, Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie I. Tübingen, 1988, 23
2 Vgl. Weber, 71
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